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Perry Rhodan Nr. 2407: Aufbruch nach Tare-Scharm

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Mit Hilfe der im Graph Avalthani gespeicherten Informationen gelingt es Rhodan und Pothawk, Commander Hohogom auf ihre Seite zu ziehen. Als Stellvertreter der Könige ist es für Hohogom nicht schwer, eine Versammlung aller wichtigen Offiziere einzuberufen, und als diese ebenfalls die Wahrheit über die jahrhundertelange Knechtschaft ihres Volkes erfahren, schließen sie sich dem Pakt gegen das Chaos an. Ein Angriff auf die Basis TRAITORS wird vorbereitet. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Chaosdiener in regelmäßigen Abständen ein Signal aussenden, das dem GESETZ-Geber vorgaukelt, er befinde sich in einem Stützpunkt der Ordnungsmächte. Dieses Signal darf nicht ausbleiben, sonst würde CHEOS-TAI einen Ausbruchsversuch unternehmen, und das wäre womöglich gleichbedeutend mit der Vernichtung der LAOMARK. Limbox weiß Rat: Er hat uralte Informationen entdeckt, denen zufolge die LAOMARK schon früher Diebesgut von gewaltigen Ausmaßen aufgenommen hat - zu diesem Zweck kann die Mond-Sphäre in zwei Hälften geteilt werden, ohne dass es auf der künstlichen Innenlandschaft zu irgendwelchen Schäden kommt.

Der am 13. Mai erfolgende Sturmangriff hat also mehrere Ziele: Die in der Basis unterhalb des Mark-Kastells stationierten Chaostruppen müssen besiegt werden, gleichzeitig ist der Sender zu erobern und die Teilung der LAOMARK muss rechtzeitig erfolgen, falls das Signal doch ausbleiben sollte. Perry Rhodan und Pothawk wollen darüber hinaus Ekatus Atimoss in ihre Gewalt bringen, wozu sie einige Parapolarisatoren verwenden, die Pothawk zurückbehalten hat. Im Verlauf der heftigen Kämpfe, die nun entbrennen, kommt der von Kolonnen-Motivatoren beeinflusste König Arapanoag ums Leben. Laosoor kämpfen gegen Laosoor, einige Rebellen fallen unter den Bann der Kolonnen-Motivatoren, und die Chaostruppen wehren sich erbittert. Der Übermacht aus 200.000 Laosoor, die von Landetruppen und TARA-Kampfrobotern aus der JULES VERNE unterstützt werden, können die Morgoth'Daer aber nicht lange standhalten. Allerdings wird auch der Sender vernichtet, so dass die Teilung der LAOMARK unausweichlich ist. Diese kann in letzter Minute von König Hawamoja eingeleitet werden, der danach Pothawk zu Arapanoags Nachfolger bestimmt.

Es gelingt Rhodan und Pothawk nicht, Ekatus Atimoss festzunehmen. Rhodan entgeht nur knapp dem Tod, denn der Graph Avalthani treibt ihn dazu, Ekatus Atimoss immer wieder anzugreifen. Der Terraner schleudert dem Dualwesen dem Graphen entgegen, als dieses gerade auf ihn schießt. So wird der Kristalldiskus vernichtet. Ekatus Atimoss muss zwar seinen schwer bewaffneten Trageroboter zurücklassen, kann aber mit einem Fluchtschiff entkommen, indem er zahlreiche Parapolarisatoren gleichzeitig zündet. So entsteht ein Parapol-Sturm, der seine Flucht deckt. Als das Täuschungssignal ausbleibt, erkennt der GESETZ-Geber, dass er in Gefahr ist, und versetzt sich selbst ins Oa-System. Zu Schäden an der inzwischen aufgeteilten LAOMARK kommt es nicht.

ARCHETIM befiehlt nach CHEOS-TAIS Erscheinen den sofortigen Aufbruch nach Tare-Scharm. Als Perry Rhodan mit einer Kugelzelle der JULES VERNE bei Oaghonyr erscheint, gibt es keine Spur mehr vom Treck des GESETZES. Kamuko hat keinerlei Informationen über die Position Tare-Scharms hinterlassen. Immerhin erfährt Rhodan, dass die JULES VERNE nicht mehr steckbrieflich gesucht wird. Inzwischen hat Mondra Diamond in der Chaotarchenbasis der LAOMARK nach Informationen gesucht. Ekatus Atimoss hat Aufzeichnungen hinterlassen, denen zufolge Tare-Scharm identisch mit einer Galaxie ist, die in den terranischen Sternkatalogen die Bezeichnung NGC 3423 trägt. Somit hat die JULES VERNE ein neues Ziel. Pothawk kündigt an, auch die LAOMARK werde sich nach Tare-Scharm begeben - der Laosoor will seinen neuen Freunden weiterhin helfen. Allerdings wird die Mond-Sphäre erst in gut einem Jahr am Ziel ankommen.

Kommentar:

In den letzten Romanen wurden die Parapolarisatoren hartnäckig immer wieder als "Parapolisatoren" bezeichnet. Diesmal auch wieder, und zwar im "Hauptpersonenkasten". Ein etwas weniger schlampiger Umgang mit der serieninternen Terminologie wäre schon wünschenswert, damit nicht der Eindruck entsteht, dass den Machern ihr eigenes Produkt ziemlich egal ist. Aber das nur nebenbei.

Die Eroberung der TRAITOR-Basis geht mir zu schnell und zu einfach. Konnten die Kolonnen-Motivatoren samt und sonders einfach so vernichtet werden? Wenn das so leicht war: Wie ist es Ekatus Atimoss seinerzeit überhaupt gelungen, die LAOMARK zu erobern?

Irgendwie scheinen die Autoren selbst nicht so recht zu wissen, ob die JULES VERNE denn nun eine "echte" Zeitreise unternommen hat oder nicht. Da wird hin und her überlegt, inwieweit die Handlungen der Terraner in dieser weit zurückliegenden Vergangenheit Einfluss auf die Relativgegenwart haben können, ob es sich um eine Zeitschleife handelt und so weiter. Seltsam: Ich hatte das ursprünglich so verstanden, dass der Kontext-Wandler ein Objekt nicht in die eigene Vergangenheit schickt, sondern in eine Art Parallel-Universum. Aber das kann ich natürlich auch falsch verstanden haben - über eine Belehrung durch meine geschätzte Leserschaft würde ich mich freuen.

Perry Rhodan grübelt über den Krieg nach. Er überlegt sich, dass alle eigentlich nur das Beste wollen und trotzdem morden, brandschatzen und vergewaltigen. Ähm - Moment mal - letzteres stelle ich mir bei Konflikten, in denen grundverschiedene Völker gegeneinander kämpfen, etwas schwierig vor. Ich meine: Laosoor-Kätzchen, Morgoth'Daer-Echsen und andere doch eher nicht so kompatible Wesen? Wie soll das gehen? Da ist dem Hubert Haensel wohl ein etwas unpassendes Klischee durchgerutscht. OK, vielleicht hat Perry das Ganze ja eher allgemein gemeint und nicht bezogen auf das, was er gerade erlebt hat.

Ansonsten habe ich zu diesem Roman nicht viel zu sagen, abgesehen davon vielleicht, dass die ganze Entwicklung doch recht vorhersehbar gewesen ist. Ein so edles, ehrenhaftes und schönes Volk wie die Laosoor konnte ganz einfach nicht lange auf der "falschen Seite" bleiben. Wir haben ja schließlich in den ganzen letzten Zyklen gelernt, dass die Bösen immer hässlich, ehrlos und schmutzig sind.

J. Kreis, 06.10.2007


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