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Perry Rhodan Nr. 2405: Pakt gegen das Chaos

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Commander Pothawk hat eine Audienz bei den beiden Königen seines Volkes - oder vielmehr bei dem geheimnisvollen Auftraggeber der Laosoor. Er berichtet ihm vom Erfolg der Mission CHEOS-TAI und behauptet, er habe Perry Rhodan töten müssen, um die Versetzung des GESETZ-Gebers in die LAOMARK zu gewährleisten. Rhodan habe beim Lösen des Ankers infolge einer mentalen Rückkopplung den Verstand verloren und eine Leiche sei nicht vorhanden, weil Pothawk eine Desintegratorgranate habe einsetzen müssen. Der Auftraggeber gibt sich damit zufrieden. Als Pothawk danach allein mit den Königen ist, stellt er sie zur Rede und fordert Rechenschaft für das, was während der Mission geschehen ist. Die Könige scheinen sich aber überhaupt nicht dafür zu interessieren, was Pothawk vorzubringen hat. Sein Vorwurf, sie hätten die Ideale und die Ehre der Laosoor verraten, scheint sie nicht zu treffen.

Derweil bereitet Mondra Diamond eine Befreiungsaktion vor, da ihre Bemühungen, vernünftig mit den Laosoor zu sprechen, nicht erfolgreich sind. Auch sie erfährt, dass Rhodan tot sein soll, aber bevor sie diese Nachricht überhaupt verarbeiten kann, erhält sie unerwarteten Besuch in ihrem Quartier: Es sind Pothawk und Vizquegatomi. Der Commander eröffnet ihr, er habe die Könige und den Auftraggeber getäuscht, um Rhodan in Sicherheit bringen zu können. Da Rhodan als tot gilt, kann er ungestört im Untergrund arbeiten. Tatsächlich hat der Terraner mit den drei Meisterdieben einen Pakt geschlossen. Sie wollen versuchen, die Laosoor von den Schergen TRAITORS (von denen das ganze Volk, wie sich später herausstellt, offenbar schon seit Jahrhunderten manipuliert wird) zu befreien. Es ist sogar eine Freundschaft zwischen Rhodan und den drei Brüdern entstanden.

Rhodans Plan sieht vor, zunächst einmal die Identität des Auftraggebers zu klären. Da kein Laosoor-Teleporter ins Mark-Kastell eindringen könnte, soll Mondra dies übernehmen. Als Ex-TLD-Agentin bringt sie alle Voraussetzungen für einen solchen Einsatz mit. Gucky soll sie unterstützen, aber mit dem Mausbiber geht etwas Seltsames vor. Niemand ahnt, dass ein immaterielles Geisteswesen, das sich selbst Aphaitas nennt, Besitz von Gucky ergriffen hat und ihn allmählich "auflöst", indem es von der Vitalenergie des Mausbibers zehrt. Erst durch eine Wechselwirkung mit der CHEOS-TAI und mit einer enormen Willensanstrengung kann Aphaitas sich von Gucky trennen, der daraufhin wieder "normal" wird. So gelingt es den Galaktikern, ins Mark-Kastell einzudringen und auch die drei Meisterdiebe einzuschleusen. Im Inneren des Kastells beobachten sie einige Morgoth'Daer. Jetzt steht endgültig fest, dass die Terminale Kolonne ihre Hand im Spiel hat.

Kommentar:

Fast hätte ich gesagt, dass ich an diesem Roman nichts auszusetzen habe. Die Geschichte wird vor allem aus Mondra Diamonds und Pothawks Blickwinkel erzählt, und Horst Hoffmann versteht es sehr gut, ihre Gedanken und Gefühle deutlich werden zu lassen. Auf diese Weise wird Pothawks endgültige Kehrtwendung, die sich ja schon seit einiger Zeit abgezeichnet hat, absolut glaubwürdig. Dass die sympathischen Laosoor nicht lange Gegner bleiben, sondern bald zu Freunden werden würden, war eigentlich schon von Anfang an klar. Auch Mondra Diamonds Gefühle für Rhodan werden noch etwas verständlicher. Obwohl recht wenig geschieht, ist der Roman doch spannend - eben wegen der Darstellung der Innenwelt der Hauptpersonen. Es kommt doch eher selten vor, dass ein Autor so lange bei fast philosophischen Fragen verweilt und diese dann noch so eloquent ausdrücken kann wie Hoffmann in diesem Roman.

Es gibt aber leider noch eine dritte Ebene, nämlich die sinnlose und meiner Meinung nach völlig übertriebene Nebenhandlung um Aphaitas und Gucky. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Handlung damit wieder einmal unnötig in die Länge gezogen wird, und so hält der Roman nicht das, was ich mir von ihm versprochen habe, nämlich die Antwort auf die Frage, wer oder was der Auftraggeber wirklich ist. Fakt ist, dass er zu TRAITOR gehört, soviel steht immerhin fest. Ich glaube nicht, dass die Aphaitas-Geschichte in irgend einer Weise bedeutsam ist, oder dass man später im Zyklus noch einmal darauf zurückkommen wird. Gucky erinnert sich sowieso an nichts. Jenes "D'habranda", das Aphaitas erreichen will, erinnert irgendwie an Carya Andaxis Ahandaba. Das kann Zufall oder Absicht sein, ich bezweifle jedoch, dass man noch einmal etwas davon hören wird.

J. Kreis, 22.09.2007


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