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Perry Rhodan Nr. 2397: Die Halbspur-Changeure

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Nach dem Sieg über die Reduktiv-Traitanks ist wieder Ruhe im Bereich des Sonnendodekaeders eingekehrt. Allerdings haben die Angreifer ein ständig wachsendes UHF-Potenzial hinterlassen, das von den Galaktikern nicht beeinflusst werden kann. Als das Auftauchen eines mindestens 100 Kilometer durchmessenden unbekannten Objekts gemeldet wird, vermuten die Galaktiker, dass ein Zusammenhang mit dem UHF-Potenzial bestehen könnte. Perry Rhodan, der sich wegen seiner anhaltenden Geheimniskrämerei besonders bei Atlan unbeliebt macht, verfolgt das Objekt zunächst mit dem Explorer BEIJING. Die Fremden reagieren aber auf keinen Funkspruch und führen immer wieder Transitionen durch, wenn das terranische Schiff eine bestimmte Distanz unterschreitet. Deshalb steigen Rhodan, Gucky und Icho Tolot in ein kleineres Schiff um: Sie verfolgen das unbekannte Objekt mit einem SKARABÄUS.

Das robuste kleine Schiff kann sich dem Fremden so weit nähern, dass Gucky Gedankenimpulse auffangen kann. Da der Mausbiber espern kann, geht Rhodan davon aus, dass der Schutzschirm der Fremden durchlässig für Psi-Impulse sein muss. Er lässt sich deshalb von Gucky hinüberteleportieren. Tolot ist ebenfalls mit dabei. Es stellt sich heraus, dass das unbekannte Objekt eine Stoßimpuls-Generator-Plattform der Lemurer mit der Eigenbezeichnung ZEUT-80 ist. Diese scheibenförmige, zwölfeckige Station hat einen Durchmesser von 120 Kilometern. Gewaltige Steuerpyramiden erheben sich auf beiden Flachseiten. An Bord befinden sich Generatoren zur Verstärkung der in Omega Centauri herrschenden Hyperschwallfronten. Der eigentliche Verwendungszweck der Station war jedoch der Bau von Sonnentransmittern.

Gucky entdeckt, dass ZEUT-80 inzwischen einer anderen Verwendung zugeführt worden ist. Auf der Oberfläche der von einem Schutzschirm umspannten Plattform ist der so genannte Transporthof BLEU RIMBER errichtet worden. Es ist eine Art Bahnhof mit angeschlossenen Restaurants usw., der von einer Vielzahl unterschiedlichster Lebewesen genutzt wird - Touristen also, die in Omega Centauri nur einen Zwischenstopp machen. Der Transport erfolgt über energetische Röhren. Rhodan und seine Begleiter können sich problemlos unter die Menge mischen. Sie erfahren, dass BLEU RIMBER von den Halbspur-Changeuren betrieben wird. Es gelingt Rhodan, mit einem dieser Wesen zu sprechen. Es ist ein kleinwüchsiger Humanoide, der anscheinend in zwei Kontinua gleichzeitig existiert, denn er wird von einer unsichtbaren Sonne beschienen. Der Halbspur-Changeur erkennt Rhodans Ritteraura und behauptet, sein Volk habe die Station vor "Ewigkeiten" verwaist vorgefunden und verwalte sie seitdem.

Rhodan ist geradezu elektrisiert, als er hört, dass die Halbspur-Changeure von einem Planeten namens Andury-Aphanur stammen. Er verlangt die Herausgabe der Station und begründet dies damit, dass die Terraner die Nachfahren der rechtmäßigen Eigner von ZEUT-80 seien. Er muss sich zwar gegenüber dem Stationsrechner legitimieren, aber das gelingt ihm problemlos, denn Atlan hat ihm in weiser Voraussicht den Krish'un mitgegeben. Innerhalb kürzester Zeit räumen die Halbspur-Changeure daraufhin den Transporthof, die Energietunnel erlöschen. Rhodan lässt ZEUT-80 zum Sonnendodekaeder fliegen, wo die Station genauer untersucht wird. Dabei zeigt sich, dass ZEUT-80 über Aggregate verfügt, die eine Hyperkavitation erzeugen können - eine im Standardraum stabilisierte Halbraumblase, innerhalb derer die Hyperimpedanz verringert wird.

Kommentar:

Ob meine Mitmenschen das große Fragezeichen gesehen haben, das während der Lektüre dieses Romans über meinem Kopf geschwebt haben muss? Ich weiß immer noch nicht so recht, was ich von dieser ganzen Sache halten soll. Möglicherweise sind die Halbspur-Changeure mit den Andury identisch, also den legendären Ahnen der Telomon. Soweit okay. Aber was soll diese Geschichte von den intergalaktischen oder womöglich sogar interuniversellen Touristen, die ausgerechnet - was für ein Zufall - eine mit lemurischer Supertechnik ausgerüstete Plattform okkupieren, welche dann auch noch zum genau richtigen Zeitpunkt - welch ungemein nützlicher weiterer Zufall - den Galaktikern in die Hände fällt?

Ob wir je den Veranstalter kennen lernen werden, bei dem man solche Reisen buchen kann? Gibt es weitere Zwischenstationen wie ZEUT-80? Wo kommen all die Touristen her, wo wollen sie hin und warum wählen sie keine näher gelegenen Reiseziele? Hat all das einen tieferen Sinn? Oder handelt es sich einfach um eine Eigenkreation des Autors? Aber dann wäre dieser Roman ja ein Lückenfüller - das kann ich mir wiederum kaum vorstellen, schließlich sind wir in der Endphase des Zyklus. Das legt den Schluss nahe, dass sowohl die Halbspur-Changeure als auch ihr Transportmittel noch eine wichtige Rolle spielen werden

Und wieder einmal hat sich mit ZEUT-80 ein Hintertürchen aufgetan, über das man der Hyperimpedanz-Erhöhung ein Schnippchen schlagen kann. Ja, verdammt noch mal, warum wurde die dann überhaupt eingeführt, wenn sie immer wieder umgangen wird??? So allmählich häufen sich die vielen Zufälle, die den Galaktikern in die Hände spielen und ihnen Vorteile im Kampf gegen TRAITOR verschaffen, allzu sehr, als dass es noch glaubwürdig wirken könnte. Außerdem erleben wir im laufenden Zyklus geradezu eine Lemurer-Inflation. Gut, es ist zu akzeptieren, dass überall noch Hinterlassenschaften dieses Volkes vor sich hin schlummern, denn die Lemurer waren schließlich eine Großmacht, die unzählige Welten besiedelt hat. Trotzdem kommt mir das Ganze doch etwas gezwungen vor.

J. Kreis, 28.07.2007


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