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Perry Rhodan Nr. 2396: Traitanks zwischen 20 Sonnen

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Perry Rhodan begibt sich zum Nukleus, um das Kollektivwesen endlich zur Rede zu stellen. Er fordert Vertrauen gegen Vertrauen und verlangt die Offenlegung aller Pläne. Da der Nukleus nur inhaltslose Phrasen von sich gibt, kündigt der Resident ihm jegliche Hilfe der LFT auf. Erst jetzt offenbart der Nukleus ihm, was es mit dem Kontext-Wandler und der JULES VERNE auf sich hat. Diese Information beeindruckt Rhodan so tief, dass sich seine Einstellung grundsätzlich wandelt. ESCHER wird aus seinem Gebäude herausgeschnitten und in die mit Zusatzmodulen umgerüstete, nunmehr 2500 Meter durchmessende RICHARD BURTON verlegt. Rhodan und Gucky fliegen persönlich mit diesem Schiff zum Kharag-Sonnendodekaeder, wo sie am 8. März eintreffen. Atlan reist zur gleichen Zeit mit der EDMOND HALLEY dorthin.

Währenddessen bereiten Zerberoff und Dantyren einen Angriff auf Omega Centauri vor. Beide haben den Auftrag hierzu vom Progress-Wahrer erhalten und beiden ist klar, dass sie damit endgültig zu Konkurrenten geworden sind. Den Chaosdienern ist es gelungen, die Zonen relativer Ruhe innerhalb des Kugelsternhaufens zu orten, so dass sie dorthin vordringen können. Zerberoff befehligt zu diesem Zweck eine gewaltige Flotte aus so genannten Reduktiv-Traitanks, die ausgeschlachtet und mit "Primitivtechnik" wie Transitionstriebwerken ausgestattet worden sind. Dantyren setzt drei Koda Aratier ein, Gestaltwandler, deren Fähigkeiten viel stärker ausgeprägt sind als die der Koda Ariel, und die sich zusammenschließen können, um größere Wesen nachzubilden. Sie erzeugen eine Hülle, die einem Haluter nachgebildet ist, und die Dantyren aufnehmen kann. In der Tarnung eines in Raumnot geratenen halutischen Kuriers namens Dongu Gok, dessen Ziel angeblich der Sonnendodekaeder ist, lässt Dantyren sich von einem ebenfalls dorthin fliegenden terranischen Schiff "retten" und ans Ziel bringen. Seine Pläne sehen die Ermordung Perry Rhodans und Atlans vor.

Am 9. März erreichen die von Zerberoff befehligten 24 Chaos-Geschwader den Sonnendodekaeder. Zerberoff erhält per Funk von einem Koda Ariel-Spion Informationen über das Vorhaben der Galaktiker, Hangay über eine Sonnentransmitterstrecke zu erreichen. Eine für beide Seiten verlustreiche Schlacht entbrennt. Da die Reduktiv-Traitanks nicht über ihre ursprüngliche Bewaffnung verfügen, behalten die Galaktiker, die von den Halutern unterstützt werden, die Oberhand. Sie locken die Traitanks in die Nähe von Khar I, wo überschwere lemurische Gegenpolkanonen stationiert sind. Allerdings wird der Planet im Verlauf der Kämpfe in eine Gluthölle verwandelt. Doch Zerberoff hat nur auf Zeit gespielt. Ihm war nur daran gelegen, ein UHF-Energiepotenzial beim Sonnendodekaeder zu errichten, dessen Verwendungszweck den Galaktikern verborgen bleibt. Obwohl Zerberoffs Flotte vernichtet werden kann (er selbst entkommt mit einem kleinen Schiff), bereitet Atlan alles für die Evakuierung des Sonnendodekaeders vor, denn Omega Centauri ist nun kein sicherer Zufluchtsort mehr.

Perry Rhodan, der zunächst vorgehabt hatte, mit der RICHARD BURTON nach Hangay zu fliegen, verkündet, er habe seine Pläne geändert. Atlan soll seine Stelle einnehmen. Dem Arkoniden ist klar, dass der Resident ihm irgendetwas verheimlicht…

Kommentar:

Ein Roman wie dieser, in dem die Schachfiguren neu positioniert werden, in dem man wieder ein paar neue Informationshäppchen erhält und der erkennen lässt, dass die Handlung jetzt endlich wieder Fahrt aufnimmt, kann gar nicht langweilig sein. Mir hat er jedenfalls gefallen.

Tja, Perry Rhodan weiß jetzt Bescheid, wir aber nicht. Damit ist der Weg für weitere Geheimniskrämerei frei - Rhodan wurde davon überzeugt, dass die Pläne des Nukleus unter allen Umständen verwirklicht werden müssen, der Leser hat aber immer noch keine Ahnung, was das alles soll. Nicht ungeschickt, muss ich sagen! Es kommt jetzt nur noch auf die Auflösung an, und da muss das, was der Nukleus dem Residenten gezeigt hat, schon ein wirklicher Hammer sein. D.h. alles unterhalb der Ebene wahrhaft "kosmischer Bedeutsamkeit" wäre eine Enttäuschung.

Ich finde es ja schön, dass Rhodan sich endlich mal dazu aufrafft, seine Pflicht als terranischer Resident zu erfüllen und die potentielle Bedrohung, die der unberechenbare Nukleus nun einmal ist, aus dem Weg zu räumen. Andererseits musste ihm auch klar sein, dass er kein Druckmittel gegen den Nukleus in der Hand hat, d.h. er konnte nicht aus einer Position der Stärke heraus verhandeln. So kommt mir seine Aktion wie eine leicht kindische Trotzreaktion vor.

Rhodan spricht, wie Atlan ganz richtig bemerkt, von einer möglichen, nicht von einer entstehenden Negasphäre. Ist die Negasphäre etwa keine Negasphäre, sondern etwas anderes? Oder steht noch nicht fest, dass aus dem, was sich in Hangay auch immer entwickeln mag, eine Negasphäre entstehen wird? Berücksichtigt man den möglichen Verwendungszweck des Kontext-Wandlers, dann könnte man annehmen, dass man in der Handlungsgegenwart vielleicht nur die aus der Relativzukunft hinüberwirkenden Auswirkungen dieser seltsamen "Zeitmaschine" wahrnimmt…

Was mir übel aufstößt, ist die Behauptung, die überlegenen Waffen der Traitanks hätten für den Flug nach Omega Centauri ausgebaut werden müssen. Dafür gibt es meiner Meinung nach nicht den allergeringsten Grund. Es hätte völlig ausgereicht, die Schiffe mit Transitionstriebwerken aufzurüsten - oder entsprechend modifizierte Kolonnen-Fähren für ihren Transport zu benutzen. Dass TRAITOR nie seine ganze Macht einsetzt, ist eines der Ärgernisse des Zyklus. Aber dann hätten die Galaktiker ja keine Chance, und so steht's nicht im Exposé, nicht wahr?

Was es mit dem von Zerberoff in Omega Centauri beobachteten, 100 Kilometer großen Objekt auf sich hat, werden wir vermutlich nächste Woche erfahren, deshalb spare ich mir Spekulationen hierzu.

J. Kreis, 22.07.2007


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