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Perry Rhodan Nr. 2393: Androiden-Sinfonie

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Bis auf die AHUR treffen am 31. Januar 1346 NGZ alle Einheiten des KombiTrans-Geschwaders beim Jiapho-Duo ein. Wo sich nur die beiden Sonnen des Transmitters befinden sollten, wird ein Sternhaufen aus 67 weiteren Sonnen geortet, welche ähnlich wie ein Schwarm angeordnet sind. Die Ortungen ergeben weiterhin, dass man sich im Inneren eines Hyperkokons befindet, in dem die Hyperimpedanz weniger stark angehoben wurde als im restlichen Universum. Atlan spricht aus, was alle vermuten: Dies sind die Spektralen Inselstaaten der Sphero. Bei der Erkundung des menschenleeren Justierungsplaneten werden 29 energetische "Bojen" entdeckt, die über den Steuerpyramiden schweben und offenbar die Verbindung zum Normalraum gewährleisten. Als Atlans Erkundungsteam sich in die lemurischen Anlagen begibt, werden die Aktivierungswächter von einer automatischen Anlage gescannt. Wenig später wird ein Hyperfunkspruch aufgefangen. Ihm kann entnommen werden, dass der Justierungsplanet den Namen Trixal trägt, und dass die Anwesenheit der Aktivierungswächter als Bedrohung gewertet wird.

Ama Zurn und Immentri Luz glauben zwar, am Ort ihrer Entstehung angekommen zu sein, können sich aber immer noch nicht an ihre Vergangenheit erinnern. Sie erleiden einen Schock, als plötzlich 6 kugelförmige, 115 Meter durchmessende Objekte aus formstabiler Energie auftauchen, in denen sie Spektrale Amaranthe erkennen - und als diese Objekte, die als Raumfahrzeuge der Sphero gelten, zum Angriff übergehen. Die VERACRUZ und zwei LFT-BOXEN werden von den überlegenen Waffen der scheinbar unangreifbaren Amaranthe vernichtet. Dann zeigt sich, dass die Amaranthe mittels Impulsfeuer aus kurzer Distanz ausgeschaltet werden können. Drei Amaranthe werden auf diese Weise zerstört, die übrigen fliehen. Die Aktivierungswächter können nicht begreifen, weshalb die vermeintlichen Sphero angegriffen haben, und drohen in ihre bekannte Schockstarre zu verfallen. Shyla Kowalsky, eine junge Frau, die in den letzten Tagen ein Vertrauensverhältnis mit Ama Zurn aufbauen konnte, bringt den Aktivierungswächter dazu, wenigstens einen Kontaktversuch mit den Amaranthen zu wagen. Als er sieht, wer die Amaranthe steuert, erlöschen die Lebensfunktionen des Androiden endgültig - er stirbt.

Die Amaranthe werden nicht von den Sphero gesteuert, sondern von den Ani-Sferzon. Erkundungsflüge der Galaktiker bringen erste Erkenntnisse über dieses Volk, das anscheinend den gesamten Sternhaufen beherrscht. Die Ani-Sferzon sind Humanoide, aber sie sind kleinwüchsig und wirken verkrüppelt. Die Ani-Sferzon wollen mit allen Mitteln verhindern, dass die Aktivierungswächter den Spektralen Turm auf Vitogh'Farien erreicht, denn das wäre gleichbedeutend mit dem Ende ihrer Herrschaft. Deshalb schicken sie zwei weitere Angriffswellen von Amaranthen aus. Die erste Welle besteht aus 50 Einheiten, kann aber problemlos zurückgeschlagen werden, denn Atlan hat die Verminung des Jiapho-Systems veranlasst. Die zweite Welle besteht aus 440 Amaranthen, einer Übermacht, der Atlan nichts mehr entgegenzusetzen hat. Doch plötzlich kommt es für kurze Zeit zu einem gewaltigen Strukturbeben, das die Amaranthe vertreibt. Ein Hyperwirbel bleibt etwas länger stabil - und durch ihn erreicht die AHUR den Hyperkokon. Atlan nutzt diese Atempause, um das System neu zu verminen. Domo Sokrats Bericht weist eine sehr interessante Information auf: Die Ani-Sferzon haben die gleiche goldene Augenfarbe wie die Lemurer von Inkar-Durn. Dann verschwindet Immentri Luz spurlos…

Kommentar:

Ein großer Teil dieses Romans besteht nicht aus Dialogen oder beschreibenden Passagen, sondern aus "innerer Rede". Das ergibt einige interessante Kapitel, in denen die seelischen Nöte der Aktivierungswächter deutlicher werden. Leider wird jedoch viel davon auch für Shyla Kowalsky verschwendet. Wäre die Dame nicht ausgerechnet ein Besatzungsmitglied des KombiTrans-Geschwaders, dann könnte man diese Passagen ja als gekonnte Schilderungen der Psyche einer Drogenabhängigen goutieren. Aber was hat jemand mit derart schweren psychischen Problemen auf einem Schiff des KombiTrans-Geschwaders verloren und warum hat sie Zutritt zu Bereichen, in denen eine Nebenperson wie sie überhaupt nichts verloren hat? Schlimmer noch - warum hat ihre Vorgesetzte, die offensichtlich über ihre Drogenprobleme informiert war, sich sogar noch dafür eingesetzt, dass sie den Flug mitmachen konnte? Was für ein haarsträubender Unsinn.

Auch nicht besonders überzeugend: Die allzu unwahrscheinliche Gleichzeitigkeit der Ereignisse aus PR 2392 und diesem Heft. Wie ungemein passend, dass die Strombeuter große Mengen von Psi-Materie produzieren können, und dass sie das ausgerechnet dann tun, als Massen von diesem Zeug für ein Feuerwerk gebraucht werden, das so heftig ist, dass die Amaranthe in die Flucht geschlagen werden. Au weia.

Die Ani-Sferzon stehen in irgendeiner Beziehung zu den Lemurern von Inkar-Durn. In PR 2392 hieß es, einem Teil der Flotte, aus der später die Gemengestadt hervorgegangen ist, sei die Flucht gelungen. Vielleicht sind diese Lemurer irgendwie in den Hyperkokon geraten, den vermutlich die Sphero erzeugt haben und in den auch das Jiapho-Duo eingeschlossen wurde. Möglicherweise haben die Sphero genetische Experimente mit diesen Lemurern angestellt, was zu ihrem seltsamen Erscheinungsbild geführt hat. Nur: Warum haben die jetzigen Ani-Sferzon die Macht im Hyperkokon? Und woher kommen die ganzen anderen Sterne? Waren sie wirklich einmal Bestandteil eines Schwarms?

Noch eine Frage: Warum sind die Aktivierungswächter überhaupt noch mit von der Partie? In PR 2387 hieß es, Ama Zurn (und evtl. auch Immentri Luz) wolle auf Neu-Lemur bleiben?

Übrigens: "Amarant" ist ein roter Farbstoff. Auch eine Zierpflanze trägt diesen Namen.

J. Kreis, 04.07.2007


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