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Perry Rhodan Nr. 2392: Die vergessene Stadt

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Am 31. Januar 1346 NGZ setzt das KombiTrans-Geschwader den Flug nach Hangay fort. Nächste Station soll der Jiapho-Duo-Sonnentransmitter sein. Doch etwas geht schief. Während die von Halutern bemannte AHUR unter dem Kommando Domo Sokrats irgendwo im Leerraum rematerialisiert und dabei leicht beschädigt wird - von einem Sonnentransmitter ist weit und breit nichts zu sehen - wird der Rest des Geschwaders in einen Hyperkokon versetzt. Davon bemerken die Haluter von der AHUR jedoch zunächst nichts. Nachdem die Schäden an Bord behoben sind, wird ein seltsames Objekt geortet, das im All treibt: Ein toter Lemurer, der in einem mit Steuerdüsen bestückten Sessel sitzt. Dies ist nur einer aus einer ganzen Reihe von Toten, die offenbar alle von einer Art Stadt im Weltraum kommen: Hier, mitten im Leerraum, schweben über tausend lemurische Kugelraumer, die zu einer einzigen riesigen Station zusammengekoppelt worden sind.

Die Stadt im Weltraum trägt den Namen Inkar-Durn und besteht aus einer lemurischen Flotte, die wegen eines längst in Vergessenheit geratenen Vergehens hierher verbannt worden ist. Ca. 850.000 Lemurer leben hier, die ihre eigene Vergangenheit mehr oder weniger vergessen haben. Die Lebensbedingungen sind nicht nur wegen der beengten räumlichen Situation beinahe katastrophal, sondern auch wegen des immerwährenden Mangels an Ressourcen. Damit die Lemurer sich abreagieren können, wird alljährlich ein "Bacchanal" gefeiert, bei dem fast die gesamte Bevölkerung sich mit Drogen voll pumpt und sich allerlei Ausschweifungen hingibt, um der Realität zu entfliehen. Eine andere Art der Flucht besteht in einem Selbstmordritual, das euphemistisch mit "Lemur finden" umschrieben wird. Wer dieses Ritual vollzieht, lässt sich in einen Sessel schnallen und ins All katapultierenů

Die Haluter versuchen, mit den Lemurern von Inkar-Durn Kontakt aufzunehmen. Allerdings löst ihre Ankunft Panik unter den Lemurern aus. Nicht so sehr deshalb, weil die Haluter Ebenbilder der Bestien aus vergangener Zeit sind, sondern weil die meisten Bewohner Inkar-Durns die Existenz einer Welt außerhalb der Stadt leugnen und nicht mit der Vorstellung zurechtkommen, dass dort noch etwas sein könnte. Einige Bewohner der Stadt, die "Strombeuter", haben eine besondere Paragabe entwickelt. Sie können Hyperenergie sammeln und in Psi-Materie umwandeln. Auf diese Weise entziehen einige Strombeuter, die wegen des gerade stattfindenden Bacchanals unter Drogeneinfluss stehen, der AHUR Energie. Allerdings können sie die Psi-Materie nicht kontrollieren. So gefährden sie nicht nur das halutische Schiff, sondern bringen gleichzeitig ihre eigene Stadt an den Rand der Vernichtung. Filicut Cartomyst, der zwar ebenfalls zu den Strombeutern gehört, aber "nüchtern" geblieben ist, bittet Domo Sokrat um Hilfe. Gemeinsam schaffen sie es, die Psi-Materie ins All zu transportieren, wo sie explodiert.

Als Nebeneffekt der Explosion wird der Hyperkokon anmessbar, in dem sich nach den Ortungsergebnissen der Lemurer vermutlich das KomiTrans-Geschwader befindet. Eine Art Tunnel bleibt gerade lange genug stabil, dass die AHUR den Einflug wagen kann. Bevor die Haluter in den Hyperkokon fliegen, hinterlassen sie den Lemurern noch einige Versorgungsgüter und Maschinen.

Kommentar:

Isoliert im intergalaktischen Leerraum lebende Lemurer, die ihre Vergangenheit vergessen haben und unter Überbevölkerung, Ressourcenmangel und geistiger Zerrüttung leiden. Kommt mir bekannt vor. Das habe ich doch vor gar nicht langer Zeit schon mal gelesen? Vor einigen Wochen hat MMT praktisch genau die gleiche Situation beschrieben, damals bei den Raphanen. Musste er sich exposébedingt selbst kopieren oder fällt ihm sonst nichts ein? Inkar-Durn ist wohl nur eine weitere unbedeutende Zwischenstation - mir ist schon klar, dass das KombiTrans-Geschwader nicht vor PR 2400 in Hangay ankommen darf, aber mussten denn so viele Romane für diese Handlungsebene verbraucht werden? Auch die Sache mit dem Hyperkokon hatten wir irgendwie schon mal - ich sag' nur "Konvergenter Denker". Diesmal steht vermutlich eine Begegnung mit den Sphero bevor. Vielleicht wird das ja mal interessanter als der Roman dieser Woche.

Ich muss mich übrigens wundern, wie unsensibel die Haluter (die ansonsten in diesem Roman recht gut beschrieben werden) bei der Kontaktaufnahme mit den Lemurern vorgehen. Ihnen muss doch klar sein, dass die Gefahr besteht, dass man in ihnen den alten Todfeind sieht? Und dann reißen sie gleich mit Brachialgewalt die Schiffshüllen der Weltraumstadt auf? Und melden sich auch noch in der Art von "Hallo, wir sind's, eure alten Freunde, die Haluter" an? Dass da die Planhirne der alten Kuppelköpfe nicht Alarm geschlagen haben...

Übrigens: Woher kennen die Lemurer den römischen Gott des Weines? Oder ist "Bacchanal" nur eine zufällige Namensähnlichkeit?

J. Kreis, 20.06.2007


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