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Perry Rhodan Nr. 2385: Im Mesoport-Netz

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Der Orellana-Sternhaufen gehört bis zum Jahr 1331 NGZ zur Galaxie Sporteph-Algir. Unbemerkt von den Tad de Raud, die sich in Orellana immer weiter ausbreiten, lebt das Volk der Telomon in den so genannten "Diskreten Domänen" ein beschauliches Leben. Die Telomon sind kleinwüchsige Humanoide, die keine eigene höher entwickelte Technik haben. Sie benutzen die technischen Hinterlassenschaften des verschwundenen Volkes der Andury, die als Vorväter der Telomon gelten. Auf vielen Planeten Orellanas gibt es Telomon-Dörfer, die über das Mesoport-Netz miteinander verbunden sind. Die Telomon können nicht selbst durch dieses transmitterähnliche Transportsystem reisen, sie verwenden hierzu ihre stierähnlichen Lasttiere, die sie Kamhalox nennen. Jeder Telomon kann einem Kamhalox das mentale Bild des gewünschten Zieles übermitteln, und das Tier nimmt seinen Besitzer dann mit zur entsprechenden Mesoport-Weiche, die das Ziel-Dorf wie ein Nebelfeld umgibt. Jedes Dorf wird von einem so genannten "Wissenden" beschützt. Hierbei handelt es sich um autonome Computer, die über eigene Ortungseinrichtungen (Ohr und Auge der Andury) verfügen. Die Händler der Telomon tragen Miniaturausgaben all dieser Geräte bei sich.

Die Existenz der Telomon-Dörfer wird absolut geheim gehalten. Die Telomon beteiligen sich nicht am Miteinander der anderen Völker Orellanas, handeln jedoch mit ihnen. Ihre Dörfer werden durch die so genannte "Nullschirm-Kombo" geschützt, ein System von Energieschirmen, das andere Lebewesen auf Distanz hält und die Ortung sowie die optische Wahrnehmung der Dörfer verhindert. Sollte doch einmal ein Dorf entdeckt werden, dann wird es so schnell wie möglich evakuiert, anschließend vernichtet der Dorf-Wissende es restlos, indem er sich selbst zerstört. Im Jahre 1329 NGZ droht dieser Fall einzutreten, denn Allanas-Dreen, ein Oberst der Tad de Raud, hat Gerüchte über die Existenz der Telomon gehört und setzt alles daran, sie aufzuspüren. Alexim Afateh, ein reisender Händler der Telomon, wird Zeuge, wie Allanas-Dreen beinahe eines der Dörfer enttarnt. Zwei Jahre später haben die Tad de Raud - wie alle Völker Orellanas - zunächst andere Sorgen, denn die Hyperimpedanz-Erhöhung schlägt zu. Extrem starke Hyperstürme führen dazu, dass sich ein gewaltiger Tryortan-Schlund bildet, welcher den gesamten Sternhaufen in einen anderen Bereich des Kosmos versetzt: Er materialisiert beim Gulver-Duo, welches möglicherweise als Attraktor auf den Sternhaufen gewirkt hat.

Viele Dörfer der Telomon melden sich seit diesem Ereignis nicht mehr. Alexim erhält den Auftrag, sie zu erkunden. Dabei begegnet er der Liebe seines Lebens, der etwas kratzbürstigen Lemaha Eliyund, die er schon seit langer Zeit insgeheim angebetet hat. Gemeinsam reisen die beiden von Welt zu Welt, wobei sie bemerken, dass das Mesoport-Netz sich vom Rand Orellanas her aufzulösen beginnt - sollte es vollständig ausfallen, dann wäre dies das Ende der Telomon. Als sie von der Existenz eines Doppelsonnensystems erfahren, das nicht über das Mesoport-Netz erreicht werden kann und das von den Tad de Raud wegen der Lethargiestrahlung zum Quarantäne-System erklärt worden ist, beginnen Alexim und Lemaha mit der Suche nach Dynh Abhwelt, einem alten Depotplaneten der Andury. Dort gibt es tatsächlich eine Stadt des Ahnenvolkes, in dem offenbar noch Andury leben. Die beiden Telomon werden jedoch nicht als würdig befunden, sie zu betreten. Dennoch gelingt es ihnen, ein Raumschiff in ihren Besitz zu bringen.

Mit dieser Mesoport-Fähre reisen Alexim und Lemaha nach Neu-Lemur. Sie errichten dort eine Weiche des Mesoport-Netzes und installieren einen Dorf-Wissenden. Dieser weist sie auf unbekannte energetische Aktivitäten hin, denen sie nachgehen. So entdecken sie einen konservierten Aktivierungswächter. Da sie sich von ihm Hinweise auf die Gründe für das Versagen des Mesoport-Netzes erhoffen, nehmen sie ihn mit nach Dynh Abhwelt. Im gleichen Moment, als sie die Mesoport-Weiche betreten, erwacht der Aktivierungswächterů

Kommentar:

Okay, dies ist wieder mal eine der vielen "Lebensgeschichten", anhand derer dem Leser Ereignisse aus der Vergangenheit vermittelt werden. Und wieder einmal haben wir es mit einem neuen Volk zu tun, einem Volk zumal, das die Hinterlassenschaften verschwundener Wesen nutzt, ohne diese selbst zu verstehen - ein uralter Topos der Science Fiction, der auch in der Perry Rhodan - Serie schon x-mal Verwendung gefunden hat. Da die Telomon aber ein gar so sympathisches Völkchen sind, und da der Roman trotz der ich-weiß-nicht-wievielten Wiederholung bekannter Schemata recht unterhaltsam ist, kann man das hinnehmen.

Mehr habe ich zu dem Roman nicht zu sagen - welche Relevanz die Existenz der Telomon bzw. der Andury noch für die gegenwärtige Handlung haben wird, kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Es handelt sich ja auch um einen Doppelroman, vermutlich erfolgt dann nächste Woche die Anbindung an die aktuelle Handlungszeit. Dass Trim Marath und Startac Schroeder auf Neu-Lemur Alexim gesehen haben, dürfte wohl klar sein.

Es könnte natürlich sein, dass die Galaktiker mit den Andury oder mit deren technischen Hinterlassenschaften wichtige Verbündete bzw. Hilfsmittel im Kampf gegen TRAITOR oder bei der Retroversion der Negasphäre gewinnen werden. Das wäre einer jener allzu praktischen "Zufälle", die mir gar nicht gefallen.

J. Kreis, 05.05.2007


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