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Perry Rhodan Nr. 2384: Das Quarantäne-System

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Das KombiTrans-Geschwader erreicht das System des Gulver-Duo-Sonnentransmitters im intergalaktischen Leerraum. Die Lage dort hat sich gegenüber den früheren Verhältnissen dramatisch verändert. Rings um das Gulver-Duo ist offensichtlich vor 14 Jahren ein ganzer Sternhaufen materialisiert - so, wie es in der ganzen Milchstraße seinerzeit der Fall gewesen ist. Praktisch der gesamte ca. 50 Lichtjahre durchmessende Sternhaufen, der den Namen Orellana trägt, wurde von den kriegerischen Tad de Raud erobert. Diese Wesen, deren Erscheinungsbild an das Aussehen der Vampire aus der terranischen Mythologie erinnert, haben das Gulver-Duo-Sonnensystem aufgrund der dort herrschenden Lethargiestrahlung zum Sperrgebiet erklärt, nichtsdestotrotz betrachten sie es als ihr Eigentum.

Als das KombiTrans-Geschwader am 4. Januar 1346 NGZ dort erscheint, ist eine aus 78 Kampfschiffen (die als Lüsterdrohnen bezeichnet werden) bestehende Flotte unter dem Kommando des Marschalls Deville Kareem vor Ort. Kareem befiehlt den Angriff auf die Eindringlinge, aber es zeigt sich, dass seine Schiffe den Einheiten der Galaktiker weit unterlegen sind. Die Tatsache, dass er die Fremden nicht gefährden kann, stachelt Kareems Ehrgeiz nur noch mehr an, denn die überlegene Technologie der Galaktiker wäre eine unschätzbar wertvolle Beute. Atlan landet derweil auf Neu-Lemur. Dort ist niemand mehr am Leben - offensichtlich wurden alle Neu-Lemurer des Systems durch eine unbekannte Strahlung, die mit der Materialisation Orellanas einherging, in den Wahnsinn getrieben und getötet. Dennoch zapfen die Anlagen des Sonnentransmitters anscheinend seit geraumer Zeit gewaltige Energiemengen aus den Sonnen, wodurch sie allmählich überlastet zu werden drohen.

Atlan weist sich mit seinem Krish'un und den ihm bekannten Autorisierungscodes gegenüber der automatisierten Schaltanlage als befehlsberechtigter Tamrat ab. Dennoch muss er die Sonnenzapfung manuell deaktivieren, denn Unbekannte haben den Computer manipuliert. Immentri Luz übernimmt diese Aufgabe. Der Aktivierungswächter erkennt, dass mindestens einer seiner Artgenossen in der Schaltstation aktiv gewesen sein muss. Tatsächlich befinden sich auch hier Aggregate der Spektralen Technik. Luz beginnt damit, die Manipulationen rückgängig zu machen, doch das wird einige Wochen dauern. Atlan ist nicht erfreut, denn die Lethargiestrahlung wird sich in dieser Zeit auf gefährliche Weise auf die Galaktiker auswirken. Trim Marath und Startac Schroeder gehen einer Spur nach, die die Artgenossen des Aktivierungswächters hinterlassen haben. Sie stoßen auf eine Art Dorf, das durch Suggestivstrahlung vor einer Entdeckung geschützt ist. Dort begegnen sie zwei Unbekannten, werden von diesen jedoch ignoriert.

Derweil greifen die Tad de Raud erneut an. Atlan hindert sie leichtsinnigerweise nicht daran, auf Neu-Lemur zu landen. Er will nicht riskieren, dass Immentri Luz infolge etwaiger Kampfhandlungen erneut ins Koma fällt. Startac bringt Atlan zu dem versteckten Dorf. Als er zusammen mit ihm und Trim zurück zu den Steuerpyramiden teleportieren will, wird sein Sprung umgeleitet. Die Präkog-Prinzessin der Tad de Raud hat die Anwesenheit des Teleporters erkannt und ihn mit ihren mentalen Kräften (zu denen auch die Fähigkeit gehört, die Zukunft vorherzusagen) zu sich geholt. Die drei Galaktiker finden sich auf Deville Kareems Schiff wieder. Sie werden paralysiert und als Gefangene mitgenommen, als das Geschwader startet.

Kommentar:

Es gibt einige Elemente in der Perry Rhodan - Serie, die sich mit schöner Regelmäßigkeit wiederholen, und die mir nicht so sehr zusagen. Zum Beispiel werden immer wieder neue Völker mit großem Aufwand eingeführt, die dann für eine gewisse Zeit eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielen, dann aber auf Nimmerwiedersehen im Serien-Nirwana verschwinden. Zum Zweiten entsprechen diese Völker allzu oft dem Klischee "Hässlich = Böse". Mit den Tad de Raud wird es wohl genauso sein (allzu viel weiß man ja noch nicht über sie). Allerdings verzeihe ich diese beiden unschönen Aspekte gern, wenn so ein Volk derart gut vorgestellt wird, wie MMT es wieder einmal hinkriegt. Dieses Volk von Flugwesen mit seinen Herrscherinnen, die wie Ameisenköniginnen hauptsächlich mit der Produktion von Nachwuchs beschäftigt sind, lässt mich auf einige interessante Romane hoffen.

Ich finde es auch ganz schön, dass die Galaktiker ausnahmsweise mal nicht auf technisch wahnsinnig weit entwickelte und deshalb unbesiegbare Gegner treffen. Pech für Atlan, dass er sich etwas zu sehr auf seine militärische Überlegenheit verlassen hat - aber dass ihm nichts Schlimmes widerfahren wird, darf man wohl getrost als gegeben voraussetzen. Für Trim und Startac sieht es nicht so rosig aus, denn ich nehme an, dass man sie in die Kategorie "Verzichtbar" einsortieren kann. Mal sehen, ob die beiden dieses Abenteuer überleben, oder ob sie jetzt "entsorgt" werden.

Die Verhältnisse im Gulver-Duo-System lesen sich viel versprechend. Auch hier ist offenbar mindestens ein Aktivierungswächter am Werk - vielleicht erfahren wir also etwas mehr über die Sphero. Vielleicht ist auch dieser Aktivierungswächter ein Opfer der tödlichen Strahlung, die die Neu-Lemurer umgebracht hat. Oder er ist angesichts des Genozids ins Koma gefallen (ein bisschen arg empfindlich, diese Androiden, was?). Oder er unterliegt der Lethargiestrahlung, wenn er sich schon seit längerer Zeit auf Neu-Lemur aufhält. Was das für eine geheimnisvolle Todesstrahlung war, die mit dem Rücksturz des Sternhaufens verbunden war, und warum ausgerechnet im intergalaktischen Leeraum ein ganzer Sternhaufen materialisieren konnte, ist mir nicht ganz erklärlich. Bei der Strahlung könnte es sich um Strangeness gehandelt haben - 14 Jahre dürften genug sein, damit die abklingen konnte. Bin schon gespannt auf den Roman der nächsten Woche - ein Gefühl, das ich in letzter Zeit doch wieder öfter hatte. Gut so! Durststrecken gab's in diesem Zyklus schon zu oft.

J. Kreis, 28.04.2007


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