Perrypedia
Online-Lexikon
zur PR-Serie
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2382
Weiter zu Nr. 2384


Perry Rhodan Nr. 2383: Avatare ESCHERS

Autor: Michael Nagula

Inhalt

NATHAN befürchtet, dass auf Luna eine Familie Koda Ariel spioniert. Da sich seine Überwachungsmöglichkeiten nicht auf die Privatquartiere der auf Luna arbeitenden Menschen erstrecken, schaltet er Pal Astuin und Merlin Myhr ein, denn für die beiden Avatare ESCHERS gelten diese Einschränkungen nicht. Als Köder für die Spione verwendet NATHAN einen Kantor-Sextanten und eine geringe Menge Salkrit. Er lenkt einen Container-Transmittertransport mit diesem Inhalt in die lunare Aaron-Quippo-Werft um, wo das Schulschiff JULES VERNE montiert wird, denn dort wird der Koda Ariel - Gestaltwandler vermutet. Astuin und Myhr nehmen einige Mitarbeiter der Werft unter die Lupe. Tatsächlich entdecken sie drei Koda Ariel - Eulenvögel. In ihrer gewohnt rücksichtslosen Art vernichten sie die Quartiere, in denen die Vögel sich befinden. So schädigen sie auch den mental mit den Vögeln verbundenen Gestaltwandler. Als sie ihn identifiziert haben, desintegrieren sie ihn, was natürlich nicht unbeobachtet bleibt und für einiges Aufsehen sorgt.

Der von Yorname zurückgekehrte Perry Rhodan ist nicht erfreut, als er von diesen Vorgängen hört. Er ist beunruhigt, dass NATHAN wieder einmal eigenmächtig gehandelt und sich dabei sogar über ein direktes Verbot hinweggesetzt hat: Rhodan hatte Einsätze der ESCHER-Avatare untersagt. NATHAN rechtfertigt sich, indem er behauptet, er habe auf diese Weise ESCHER einer Prüfung unterziehen wollen. Er habe Rhodan oder den TLD nicht über seine Pläne informiert, um zu verhindern, dass TRAITOR Rückschlüsse aus den Handlungen der Terraner auf diese Pläne ziehe. Rhodan bleibt zwar skeptisch, lässt NATHAN und ESCHER aber weiter gewähren, da er davon überzeugt ist, dass beide auf der Seite der Terraner stehen.

Kommentar:

Langweilig und überflüssig, aber wenigstens nicht unlesbar. Mehr gibt es zum Roman nicht zu sagen. Diese kleine Episode zeigt wieder einmal, wie abhängig die Terraner von NATHAN sind. Der lunare Superrechner ist viel zu sehr in alle Abläufe des täglichen Lebens usw. eingebunden, als dass man ihn einfach abschalten könnte. Trotzdem halte ich Perry Rhodans Entscheidungen für inkonsequent bzw. falsch. Er dürfte es eigentlich nicht dulden, dass eine seelenlose Maschine sich so sehr verselbständigt, dass sie derart eigenmächtige Entscheidungen treffen kann wie NATHAN. Erst recht nicht, wenn dadurch Menschen in Gefahr geraten. Schließlich haben Astuin und Myhr sich nicht darum gekümmert, ob Unschuldige in den Quartieren waren, die sie vernichtet haben. Abschalten kann man NATHAN natürlich nicht, aber es sollte doch möglich sein, ihn so zu "verstümmeln", dass er wirklich nicht mehr als ein besserer PC ist. Seine Aufgaben müsste er dann immer noch erfüllen können, aber eben in der Art einer Maschine, und nicht wie ein eigenständiges und möglicherweise geistesgestörtes Lebewesen.

NATHANS Argumentation kommt mir übrigens unlogisch vor. Wenn die Superintelligenz, die hinter TRAITOR steht, aus den Taten der Terraner auf deren Pläne rückschließen könnte - warum sollte sie dann nicht in der Lage sein, Rückschlüsse auf NATHANS Pläne aus dessen Taten zu ziehen? Welchen Vorteil hat Perry Rhodan also davon, dass er NATHANS Pläne nicht kennt? Keinen, würde ich sagen.

J. Kreis, 21.04.2007


Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2382
Weiter zu Nr. 2384