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Perry Rhodan Nr. 2382: Der Refaktive Sprung

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Nuskoginus und die anderen ehemaligen Mächtigen werden vollständig aus dem Ysalin Afagour befreit, aber sie sind nicht bei Sinnen. Ihr Geist ist verwirrt und sie sind nicht in der Lage, die Steuerung des Quell-Klippers zu übernehmen. So bleibt Perry Rhodan und Gucky nicht viel mehr übrig, als zu beobachten, wie die 100.000 am Dengejaa Uveso versammelten Dunklen Ermittler mit einem eigenartigen Tanz beginnen. Immer wieder stürzen sich einzelne Ermittler in das Schwarze Loch, tauchen aber wenig später unbeschädigt wieder auf.

Von Ruumaytron erfährt Perry Rhodan mehr über diese lebendigen Schiffe. Sie wurden vor 76 Millionen Jahren von den Trophi-Terryc erschaffen, einem Volk, das sowohl für die Kosmokraten, als auch für die Chaotarchen gearbeitet hat, dann aber zwischen den Fronten zerrieben worden ist. Die Quanten der Finsternis sind vor 68 Millionen Jahren entstanden. Damals hat das Element der Finsternis versucht, ein Sporenschiff zu verschlingen, war dabei jedoch gescheitert. On- und Noon-Quanten waren freigesetzt worden und hatten Teile des Elements der Finsternis an sich gebunden. Aus je einer der Lebenssporen war somit ein einzelnes Quant der Finsternis entstanden. Diese unsterblichen Kreaturen sind zwar sehr mächtig, leiden aber in unvorstellbarem Ausmaß darunter, in diesem Universum existieren zu müssen. Sie sind nur von einem Wunsch beseelt: Wieder mit dem Element der Finsternis vereinigt zu werden.

16 Millionen Jahre später wird das Energiewesen Twarion Uruc, ein mächtiger Diener der Chaotarchen, auf die Quell-Klipper und die Quanten der Finsternis aufmerksam. Mit Hilfe des kosmischen Leuchtfeuers M'ZANTIL lockt er die Quanten der Finsternis an. Je eines wird in einen Quell-Klipper gebracht. Dadurch werden die Leiden der Quanten vermindert, und die Quell-Klipper dürfen endlich wieder ihre einprogrammierte Bestimmung erfüllen: Jemandem zu dienen. Der Chaotarch Xrayn persönlich nimmt die so entstandenen Dunklen Ermittler in TRAITOR auf und verspricht ihnen, sie als Lohn für ihre Dienste endgültig von ihren Qualen zu erlösen. Durch den Refaktiven Sprung soll Twarion Uruc die Fragmente des Elements der Finsternis von den On-/Noon-Quanten trennen und sie somit befreien. Der Haken an der Sache besteht darin, dass nur ein einziger Dunkler Ermittler auf diese Weise bei dem alle paar Jahrtausende stattfindenden Ritual "geheilt" wird. Die anderen bleiben wegen der Aussicht auf diese Heilung in den Diensten TRAITORS, außerdem warten bei M'ZANTIL immer noch unzählige weitere Quanten darauf, einen Quell-Klipper in Besitz nehmen zu dürfen.

Als der Bericht beendet ist, erscheint erneut Inaischon auf dem Quell-Klipper. Er verrät Rhodan, worin der eigentliche Grund für die Rebellion einiger Dunkler Ermittler besteht. Sie haben herausgefunden, dass der Refaktive Sprung alles andere als eine Heilung ist. Das angeblich "geheilte" Quant der Finsternis wird lediglich von seinem Quell-Klipper getrennt und in irgendeinen anderen Bereich des Kosmos oder sogar in ein anderes Universum geschleudert. Für diesen Verrat rächen die Rebellen sich jetzt, indem sie sich auf Twarion Uruc stürzen, als dieser beim Dengejaa Uveso erscheint. Der Diener der Chaotarchen wird dabei vernichtet, aber auch die Rebellen verschwinden spurlos. Als die TRAITOR-treuen Dunklen Ermittler nach diesem Ereignis wieder zu sich kommen, greifen sie Ruumaytron an. Zum Glück sind Nuskoginus und seine Gefährten inzwischen weitgehend wiederhergestellt und bringen den Quell-Klipper in Sicherheit.

Ruumaytron wird nach Yorname gesteuert. Dort werden Gucky und die Terraner abgesetzt. Nuskoginus verkündet, er und seine Gefährten müssten zunächst an einem sicheren Ort zur Ruhe kommen, im Moment könnten sie den Terranern nicht weiter beistehen. Rhodan ist zwar zutiefst enttäuscht, muss sich dem Willen der Mächtigen jedoch fügen.

Kommentar:

Zu diesem Roman könnte ich das Gleiche schreiben wie zu PR 2381: Er ist interessant, weil man endlich die Hintergründe zu einem lange gehüteten Geheimnis erfährt - aber auch nur deshalb. Die Idee, dass die Quanten der Finsternis aus einer Verschmelzung zweier absolut gegensätzlicher Phänomene hervorgegangen sind, finde ich faszinierend. Das ist auch eine gute Erklärung für die Qualen, die diese Wesen erleiden. Ich hätte nicht gedacht, dass es dafür überhaupt mal eine plausible Erklärung geben würde.

Man erfährt also viel, aber es geschieht relativ wenig. Immerhin: Twarion Uruc ist vernichtet. Das bedeutet wahrscheinlich auch, dass es nie wieder einen Refaktiven Sprung geben wird. Das wiederum könnte dazu führen, dass die Dunklen Ermittler keinen Grund mehr hätten, weiter für TRAITOR zu arbeiten. Leider ist das allein zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr hilfreich für die Galaktiker, denn die Arbeit der Dunklen Ermittler in der Milchstraße ist ja eigentlich getan. Die Dunklen Ermittler müssten schon zum Kampf gegen TRAITOR übergehen, damit den Galaktikern geholfen wäre. Aber warum sollten sie das tun?

Offenbar haben die Expokraten erkannt, dass Nuskoginus & Co. erstmal aus der Handlung entfernt werden müssen, weil auch sie keine Hilfe für die Terraner sind und bisher nur als lästige Anhängsel durch die Handlung geschleppt wurden. Jetzt sind sie also weg vom Fenster - ich nehme nicht an, dass wir ihnen in diesem Zyklus noch einmal begegnen werden. Kein Verlust, kann ich da nur sagen.

Das Bemühen Uwe Antons, sich selbst in den Steigerungen von Dunkel, noch dunkler und dunkler als Dunkel zu übertreffen, wirkt teilweise nur noch lächerlich. Auch das ist wieder so ein Klischee, das immer wieder auftaucht. Böse = hässlich = dunkel. Immerhin gewinnt man trotzdem wie schon im letzten Roman einen ganz guten Eindruck von der Fremdartigkeit der Dunklen Ermittler.

Übrigens: Im Roman heißt es, "refaktiv" sei von "refectio" abgeleitet. Na, das klingt aber nicht sehr plausibel. "Refaktiv" klingt eher nach "Refaktie" oder "refaktieren". Ihr könnt ja mal im Duden nachschlagen, wenn ihr wissen wollt, was das bedeutet ;)

J. Kreis, 14.04.2007


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