Perrypedia
Online-Lexikon
zur PR-Serie
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2378
Weiter zu Nr. 2380


Perry Rhodan Nr. 2379: ESCHERS Liste

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Die Erstürmung ESCHERS misslingt, weil das Gebäude durch einen Prallschirm geschützt wird. ESCHER verzichtet allerdings auf den Einsatz tödlicher Mittel, zum Beispiel aktiviert er nicht den HÜ-Schirm, der ihm zur Verfügung steht. Rhodan befiehlt drei Kampfschiffen, über dem Gelände in Position zu gehen. Der Stadtteil wird vorsorglich evakuiert. Rhodans Plan sieht vor, falls nötig das gesamte Gebäude aus dem Untergrund zu reißen und es ins All zu transportieren, wo es isoliert werden könnte. ESCHER zeigt sich von alldem wenig beeindruckt. Seine beiden Avatare Pal Astuin und Merlin Myhr rekrutieren fleißig neue Prozessoren nach ESCHERS "Einkaufsliste". Einer davon ist Baldwin Carapol, doch der Wissenschaftler ist mentalstabilisiert und kann sich dadurch gegen die hypnotische Beeinflussung durch ESCHER wehren.

Gucky, der per Teleportation in das Gebäude einzudringen versucht, findet sich für kurze Zeit innerhalb der Hyperdim-Matrix wieder und erhält dort Kontakt zu den Bewusstseinen der Prozessoren. Es kommt ihm so vor, als seien die Menschen durchaus glücklich mit ihrer neuen Existenz und als würden sie mit hoher Effizienz zusammenarbeiten. Dann muss er vor Myhr und Astuin fliehen. Rhodan konfrontiert Fawn Suzuke mit den Vorgängen innerhalb des ESCHER-Gebäudes. Die Monochrom-Mutantin versichert, der Nukleus werde sich niemals gegen die Terraner stellen und hätte keine Ahnung davon, was aus ESCHER geworden sei. Im Moment sei er allerdings nicht ansprechbar, da er sich in einer Wachstumsphase befinde, wobei er nicht gestört werden dürfe.

Damit gibt Rhodan sich nicht zufrieden. Er sorgt dafür, dass die Globisten vorübergehend ihre Tätigkeit einstellen und dass der TERRANOVA-Schirm in Pulsation versetzt wird. Die außerhalb des Solsystems stationierten Traitanks missdeuten das Flackern des Schirms und beginnen mit einem neuen Dauerbeschuss. Jetzt kann sich auch der Nukleus, der tatsächlich enorm gewachsen ist, nicht mehr taub stellen und spricht mit Rhodan. Angeblich darf das Solsystem nicht fallen, da hier ein wichtiger Beitrag zur Retroversion der Negasphäre von Hangay geleistet wird. Der Nukleus behauptet, ESCHER sei nur vorübergehend gestört gewesen - eine Störung, die der Nukleus rückgängig macht, indem er unzählige seiner Splitter in das Gebäude schickt.

Jetzt lässt ESCHER die Terraner ein, so dass Carapol rechtzeitig befreit werden kann. Rhodan erfährt, dass die Parapositronik in die RICHARD BURTON eingebaut werden soll, denn angeblich kann das Schiff, das für den Flug nach Hangay vorgesehen ist, sein Ziel ohne ESCHER nicht erreichen. Da die in der Hyperdim-Matrix gefangenen Bewusstseine sich damit einverstanden erklären, weiter als Prozessoren für ESCHER zu arbeiten, gestattet Rhodan ihm, seine Tätigkeit fortzusetzen. Allerdings dürfen nur noch Freiwillige rekrutiert werden und ESCHER muss sich einer strengen Kontrolle unterziehen. Dies soll von Dr. Savoire gewährleistet werden, dem ESCHER freien Zugang zur Hyperdim-Matrix gewähren zu gewähren hat und der die Möglichkeit haben muss, die Parapositronik jederzeit abzuschalten.

Somit sind die Fronten geklärt. Rhodan und Gucky grübeln nur noch darüber nach, warum NATHAN mit ESCHER zusammengearbeitet hat. Gibt es eine Zusatzprogrammierung, von der die Terraner bis jetzt nichts wussten? Steckt möglicherweise wieder einmal ES hinter der Geschichte?

Kommentar:

Na, das war ja einfach. Der Nukleus behauptet, ESCHER sei ein bisschen durchgedreht, aber jetzt sei alles wieder okay - und Rhodan nimmt das so hin? Für meinen Geschmack geht Rhodan viel zu schnell darüber hinweg, dass ESCHER mindestens dutzendfachen Mord begangen hat. Er akzeptiert einfach, dass vollendete Tatsachen geschaffen worden sind und duldet gar, dass der Nukleus und ESCHER - mit gewissen Einschränkungen - genauso weitermachen wie bisher. Woher will er denn wissen, dass der Nukleus die Wahrheit sagt? Vielleicht verstellt ESCHER sich nur, damit die erregten Gemüter der Terraner sich abkühlen? Eine vollständige Untersuchung der Vorfälle hält Rhodan nicht für angebracht? Seinen Plan, ESCHER ins All zu transportieren, wo man ihn leichter unter Kontrolle halten könnte als mitten in einer Großstadt, lässt er fallen? Sorry, aber das halte ich für kompletten Humbug. Ein so unverantwortliches Handeln sollte den Residenten eigentlich die Wiederwahl kosten.

Ansonsten kann ich zu diesem Roman nicht viel sagen. Er kommt mir ziemlich wirr vor, so als habe der Autor nicht gewusst, welche Geschichte er eigentlich erzählen will. Wir dürfen wieder einmal Zeuge eines stümperhaften Einsatzes des TLD werden, Gucky albert ein bisschen herumů Das alles hat nur geringen Unterhaltungswert. Scheinbar haben wir es wieder einmal mit einem der gefürchteten Langzeitpläne zu tun. NATHAN spielt wieder einmal ein von ES inszeniertes eigenes Spiel, auch das wird stillschweigend geduldet. Jetzt dürfen wir uns fragen, warum ESCHER unbedingt gebraucht wird, damit die RICHARD BURTON Hangay erreichen kann (ich nehme an, eine plausible Erklärung für diese Behauptung werden wir niemals erhalten) und was im Solsystem denn so wichtiges passieren soll, damit die Retroversion einer Negasphäre in der was-weiß-ich-wieviele Lichtjahre entfernten Galaxie Hangay eingeleitet werden kannů

J. Kreis, 24.03.2007


Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2378
Weiter zu Nr. 2380