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Perry Rhodan Nr. 2376: Tolle Tage in Terrania

Autor: Leo Lukas

Inhalt

In Terrania tauchen immer wieder Personen an den unmöglichsten Orten auf, die offensichtlich geistig verwirrt sind und vor etwas oder jemandem warnen, das oder den sie "Escher" nennen. Sie werden stets sehr schnell wieder von zwei dunklen Gestalten einkassiert, die keiner offiziellen Behörde anzugehören scheinen. Die für den Sender Albion3D arbeitende Informationsmaklerin Darasalaanaghinta Mitchu (wegen ihrer "funkelnden" kapriziösen Art nur "Sparks" genannt) wittert eine sensationelle Story. Ihre Recherchen erbringen zumindest ein interessantes Ergebnis: ESCHER ist ein unauffälliges Gebäude an der Thora Road, über dessen Verwendungszweck niemand etwas weiß. Offizielle Stellen streiten die Existenz ESCHERS sogar ab.

Sparks schmeichelt sich bei dem Xenopsychologen Hajmo Siderip ein, den sie zufällig kennen gelernt hat, denn Hajmo hat eine Wohnung mit Blick auf besagtes Gebäude. Hajmo verfällt der quirligen, aber recht launischen Schönen auf den ersten Blick, und nimmt es hin, dass sie sich bei ihm einquartiert. Mit seiner derzeitigen Lebensgefährtin verbindet ihn sowieso nichts mehr. Sparks verwandelt Hajmos Schlafzimmer in eine Art Kommandozentrale, von der aus sie ESCHER mit allerlei illegalen Gerätschaften beobachten kann - Gerätschaften, die sie natürlich auf Hajmos Kosten erworben hat.

Sparks und Hajmo kommen sich zwar auch menschlich näher, liegen sich dabei aber wegen ihres gegensätzlichen Naturells praktisch pausenlos in den Haaren. Trauriger Höhepunkt ist eine missglückte romantische Szene am Silvesterabend 1345 NGZ. Die Recherchen laufen dagegen vielversprechend. Sparks findet heraus, dass hochrangige Wissenschaftler in ESCHER verkehren, die nach offiziellen Angaben eigentlich in der Charon-Wolke sein sollten, und dass ESCHERS Sicherheitsdienst vermutlich aus Ex-TLD-Agenten besteht. Außerdem beobachtet Sparks, wie ein Ableger des Nukleus der Monochrom-Mutanten sich in das Gebäude begibt.

Am 4. Januar taucht wieder ein Verwirrter in Terrania auf. Sparks und Hajmo lassen sich die Gelegenheit nicht entgehen und suchen den Ort seines Erscheinens auf. Hajmo erkennt ihn: Es ist ein an der Zentrumspest erkrankter Wissenschaftler, der Hajmo vor einiger Zeit konsultiert hat - und angeblich wenig später verstorben sein soll. Hajmo bringt den Mann bei einer befreundeten Ärztin in Sicherheit, doch dann schlägt ESCHERS Sicherheitsdienst zu: Pal Astuin und Merlin Myhr schnappen sich Hajmo und Sparks. Sie schlagen den beiden vor, quasi die Seiten zu wechseln und fortan für ESCHER zu arbeiten. Hajmo könne unter Umständen die Stelle eines "Prozessors" in ESCHER einnehmen. Die Alternative würde in Gedächtnislöschung bestehen.

Sparks geht zum Schein auf das Angebot ein, löst dann aber einen Paralysator aus. Astuin und Myhr widerstehen der Waffe jedoch. Als Sparks und Hajmo wieder zu sich kommen, fehlt ihnen die Erinnerung an die Tage seit dem Jahreswechsel. Sie glauben, sie hätten sie im Liebesrausch verbracht. Von ESCHER wissen sie nichts mehr, und alle Datenspeicher der Reporterin sind leer. Somit trennen sich die Wege der beiden: Sparks muss weiter über Swoon'sche Rockbands berichten, Hajmo kehrt zu seiner langweiligen Existenz als Psychiater und Akademiedozent zurück. Und ESCHER kann ungestört weiter arbeiten...

Kommentar:

Das ist endlich mal wieder ein Leo Lukas - Roman nach meinem Geschmack. Flott und amüsant, aber ohne übertriebenen Klamauk und Kalauer. Auch die Beziehung zwischen Hajmo und Sparks ist mal was anderes als das ewige "Versager trifft Traumfrau" - Szenario. Außerdem werden einige sehr nette Szenen vom Alltagsleben in der 100-Millionen-Metropole Terrania geboten. Allein durch diese Elemente wäre der Roman also schon lesenswert, aber es kommt natürlich noch etwas sehr interessantes dazu: ESCHER. Wegen der kleinen Andeutungen, durch die mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet werden, wird der Roman richtig spannend.

Auf der offiziellen PR-Homepage konnte man schon lesen, dass ESCHER eine "Paratronik" sei. ESCHERS Prozessoren bestehen offensichtlich aus Menschen, und wie es aussieht, werden diese von Ablegern des Nukleus ruhig gehalten. Vielleicht werden sie mit diesen Ablegern auch untereinander vernetzt. Es bleibt unklar, wie die "Prozessoren" aus ESCHER entkommen können und warum sie überhaupt fliehen wollen. Wenn sie sich innerhalb ESCHERS befinden, scheint für sie alles in Ordnung zu sein (wegen der Beeinflussung durch die Ableger des Nukleus?), aber wenn sie sich befreien können, halten sie ESCHER für gefährlich.

Man kann sich fragen: Für wen arbeitet ESCHER und welche Absichten verfolgt er? Weiß zum Beispiel Perry Rhodan von seiner Existenz? Ich bezweifle letzteres noch. Angeblich dient ESCHER den Interessen der Menschheit, aber es sieht so aus, als würde da vor allem der Nukleus sein eigenes Süppchen kochen. Vielleicht hat das Projekt, zu dem Daellian und die Algorrian abgeordnet wurden, und das etwas - nach Daellians Meinung - Verbotenes beinhaltet, mit ESCHER zu tun? Man muss zugeben, dass Astuin und Myhr sich vergleichsweise rücksichtsvoll verhalten. Vielleicht ist das ja ein Hinweis darauf, dass ESCHER zwar vielleicht gefährlich, aber nicht unbedingt böse ist. Übrigens: Warum sind Astuin und Myhr gegen Paralysestrahlen gefeit? Die beiden könnten Roboter oder Androiden sein. Aber vielleicht haben sie ja auch einfach nur Individualschutzschirme getragen.

Kleine Info für Neuleser: Hajmo Siderip ist schon in früheren Romanen von Leo Lukas aufgetreten, im vorliegenden Roman findet sich denn auch eine Anspielung auf PR 2296.

J. Kreis, 04.03.2007


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