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Perry Rhodan Nr. 2375: Dantyrens Jagd

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Imperator Bostich ist nicht erfreut, als er von Reginald Bull erfährt, dass der Carapol-Strukturbrenner die Parzellierung eines Planeten nicht dauerhaft verhindert. Tatsächlich beginnt die Terminale Kolonne unter Dantyrens Führung umgehend mit einem zweiten Durchlauf. Für Dantyren ist klar, dass nur die Terraner hinter dem Anschlag stecken können, und er lässt gezielt nach Spuren suchen. Es werden Transmitter-Signaturen gefunden, die beweisen, dass die Terraner sich zum Planeten Iprasa abgesetzt haben. Dantyren begibt sich persönlich auf die Jagd nach ihnen, denn er ist von tiefem Hass auf das Volk erfüllt, zu dem er einst selbst gehörte.

Inzwischen suchen die Strangeness-Scouts und Shallowain auf Iprasa nach einem sicheren Versteck. Ihr eigentliches Ziel ist jedoch Arkon I. Die Zusammenarbeit mit Shallowain erweist sich für die Terraner fast als verhängnisvoll, denn der Kralasene betrachtet die Terraner nur als hinderliche Mitwisser, die es zu beseitigen gilt. Er versichert sich der Hilfe einiger Arkoniden, zu denen auch Ashtai gehört. Es kommt zur Konfrontation, doch als beide Gruppen durch Angriffe Dantyrens und die beginnende Parzellierung unter Druck geraten, müssen sie gezwungenermaßen wieder kooperieren. Gemeinsam verstecken sie sich im Tunnel-Labyrinth unterhalb des Raumhafens Shulukai - dummerweise befinden sie sich damit innerhalb der neu entstehenden "Nebelwände" der Parzellen.

Reginald Bulls "Schattenschiffe" vereinigen sich mit der kürzlich eingetroffenen arkonidischen Thronflotte und greifen die im Arkon-System stehenden Einheiten TRAITORS an. Bull verfügt noch über 12 weitere Strukturbrenner-Prototypen, und die arkonidischen Schiffe sollen ihm die Zeit verschaffen, die er benötigt, um einen davon innerhalb des Arkon-Systems zu aktivieren. Der Plan gelingt, wenn auch unter großen Verlusten auf Seiten der Arkoniden. Erneut brechen die Nebelwände zusammen, und diesmal ist der dadurch gewonnene Zeitgewinn größer, denn jetzt ist die Energie des Dunklen Obelisken erschöpft. Die für den zweiten Durchlauf verwendeten Dunklen Marker waren eigentlich für die Parzellierung der Planeten Iprasa, Naat und Bhedan vorgesehen, und jetzt wird es Monate dauern, bis der Obelisk wieder genügend Energie für einen dritten Durchlauf akkumuliert hat.

Dantyren schlägt Antakur von Bitvelt vor, die Milchstraße als Ressourcengalaxie aufzugeben, doch der Progress-Wahrer denkt in ganz anderen zeitlichen Zusammenhängen. Er hält die Vorgänge im Arkon-System nur eine unbedeutende Verzögerung des großen Plans. Dantyren will sich wieder auf die Jagd nach den Terranern begeben, diesmal mit zwei Familien Koda Ariel als Unterstützung…

Kommentar:

Terras neue Wunderwaffe sorgt wieder einmal für die Lösung aller Probleme, diesmal sogar dauerhaft. Ich muss zugestehen, dass eigentlich nichts davon wirklich überraschend kommt, wenn man die bisherigen Erkenntnisse berücksichtigt. Wir wissen, dass Salkrit Hyperenergien freisetzt, wenn es deflagriert. Die Terraner konnten die Parzellierung zweier Planeten und eines Mondes beobachten und dabei Daten sammeln. Es klingt auch überzeugend, dass die Dunklen Obelisken über einen längeren Zeitraum Energie akkumulieren mussten, um den Prozess der Parzellierung in Gang zu setzen. Man kann also nicht sagen, dass die jetzige Situation gänzlich unglaubwürdig sei - ich finde aber weiterhin, dass das alles zu schnell geht. Ein fehlgeschlagener Testeinsatz des Strukturbrenners, der damit verbundene Verlust eines weiteren Planeten und eine auf den so gewonnenen Erkenntnissen beruhende Weiterentwicklung des Geräts hätten der Glaubwürdigkeit vielleicht ganz gut getan.

Jetzt sieht es ja fast so aus, als könnten die Terraner jeden weiteren Parzellierungsversuch TRAITORS unterbinden. Jetzt könnte man einwenden, die Terminale Kolonne müsse doch einfach nur alle Dunklen Obelisken gleichzeitig in Betrieb nehmen, denn dann wäre es den Terranern unmöglich, überall rechtzeitig einzugreifen. Aber auch das geht nicht, denn so wie ich es verstanden habe, gibt es nur ein einziges Team von Kolonnen-Geometern. TRAITOR kann also immer nur einen Planeten nach dem anderen parzellieren. Wie überaus hilfreich für die Terraner, nicht? Und wie unerhört praktisch, dass es ausgerechnet (und ausschließlich) in der Milchstraße dieses tolle Salkrit gibt, auf das die Terraner gerade noch rechtzeitig gestoßen sind! Was sie niemals geschafft hätten, wäre die Hyperimpedanz nicht erhöht worden, weil die Charon-Wolke dann nämlich noch immer in einem Hyperkokon eingelagert wäre! Na, wenn da mal nicht wieder ein Jahrmillionenplan der Kosmokraten dahinter steckt!

Noch ein paar Worte zu Dantyren. Anders als viele PR-Fans halte ich ihn für eine der interessantesten Figuren des Zyklus. Nur machen die Autoren nicht genug daraus. Dass Dantyren wegen der Laboratenkralle loyal zu TRAITOR steht, ist klar. Aber seine Hass- und Abscheugefühle den Terranern gegenüber finde ich übertrieben. Da gibt es keinen inneren Konflikt, Dantyren ist einfach nur ein weiterer Feind - und Schluss. Doch halt! Vielleicht irre ich mich ja? Vielleicht ist Dantyrens übertriebener Hass ja gerade ein Ausdruck eines verdrängten psychischen Konflikts? Eine Überreaktion darauf, dass er so grausam verstümmelt und "umgedreht" worden ist? Vielleicht ist sein allzu voreiliger Vorschlag, die Milchstraße aufzugeben, ja ein unbewusster Versuch des "alten " Roi Danton, seinem Volk zu helfen?

Erwähnte ich nicht letzte Woche, der "Held stirbt, aber dann war's nur ein Traum"-Gag sei eines von Hubert Haensels Steckenpferden? Nun - in diesem Roman hier verwendet er diesen uralten Trick schon wieder…

J. Kreis, 25.02.2007


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