Perrypedia
Online-Lexikon
zur PR-Serie
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2373
Weiter zu Nr. 2375


Perry Rhodan Nr. 2374: Der Trojaner

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Ein gewaltiges Flottenaufgebot der Terminalen Kolonne hat das Arkon-System fest im Griff. Ende November 1345 NGZ erscheinen außerdem sechs Kolonnen-MASCHINEN, so dass fest steht, dass die Planeten des arkonidischen Zentralsystems in Kabinette für den Chaotender VULTAPHER zerlegt werden sollen. Prompt schwärmen Dunkle Marker aus und beginnen mit der Parzellierung der Planeten Arkon I bis III sowie Urengoll. Die Arkoniden bereiten sich auf unterschiedliche Weise auf die Parzellierung vor. Manche sehen diesem Ereignis sogar mit freudiger Erwartung entgegen, aber der im Raumhafen Shulukai arbeitende Ortungstechniker Ashtai gehört zu denen, für die diese ultimative Demütigung das Ende bedeuten würde.

Hilfe ist allerdings schon auf dem Weg. Reginald Bulls Eingreifflotte macht am 26. November im nahe gelegenen Prebon-System Halt und bereitet ein "Trojanisches Pferd" vor. Auch Bostich befindet sich mit seiner Thronflotte dort, er stellt Bull ausgerechnet den verhassten Kralasenen Shallowain zur Seite. Besonders strangeness-resistente Terraner, die Strangeness-Scouts, präparieren den von ihnen gekaperten TRAI-Versorger. Sie richten in dem Schiff ein Versteck ein und installieren neben einem Fluchttransmitter ein von Baldwin Carapol entwickeltes Gerät: Den so genannten Strukturbrenner. Dieses Aggregat soll die von den Kolonnen-MASCHINEN erzeugten hyperenergetischen Schockwellen neutralisieren, mit denen normalerweise die von den Dunklen Markern ausgewählten Bereiche eines Zielplaneten als Kabinette in eigene Miniatur-Universen versetzt werden. Mit anderen Worten: Wenn der Carapol-Strukturbrenner im Arkon-System aktiviert werden kann, dann könnte damit die Vernichtung der Planeten verhindert werden.

Der halbwracke TRAI-Versorger wird ausgesetzt. Die Traitoristas empfangen seinen Notruf und fallen auf den Schwindel herein. Sie nehmen an, es handele sich um eine versprengte Einheit der Flotte, die im Sektor Jamondi aus einem anderen Universum materialisiert ist, und bringen das Schiff ins Arkon-System. Shallowain und die Strangeness-Scouts werden zwar durch die im TRAI-Versorger immer noch herrschende Strangeness schwer beeinträchtigt, dennoch gelingt es ihnen, den Strukturbrenner lange genug laufen zu lassen und dann über den Transmitter zu flüchten, der sich und den Strukturbrenner anschließend selbst vernichtet. Wenig später beobachten Ashtai und seine Kollegen auf Arkon I, wie sich die grauen Parzellen-Nebelwände auflösen.

Kommentar:

Eigentlich war ja klar, dass das Arkon-System nicht fallen würde. Trotzdem entbehrt der Roman nicht einer gewissen Dramatik, denn Hubert Haensel versteht es wieder einmal, die Emotionen der in die Ereignisse verwickelten Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Bullys Probleme mit Bostich und Shallowain sorgen für einige gute Szenen. Nur frage ich mich: Was hindert die Terminale Kolonne daran, einfach gleich noch einmal mit der Parzellierung zu beginnen? Sind die Dunklen Marker zerstört? Wenn ja, könnte einfach ein neuer Dunkler Obelisk entsandt werden, und die Kolonnen-MASCHINEN wurden durch den Strukturbrenner ja wohl nicht geschädigt. Ich würde sagen: Die Terraner und Arkoniden haben höchstens ein wenig Zeit gewonnen, die Entscheidung im Kampf um Arkon haben sie noch nicht erreicht.

A Propos: Strukturbrenner. Wir sollen jetzt also glauben, dass es dem neuesten terranischen Superwissenschaftler innerhalb weniger Wochen gelungen ist, ein Gerät zu konstruieren, das einen Prozess unterbricht, der so kompliziert ist, dass nur die darauf spezialisierten Kolonnen-Geometer ihn überhaupt verstehen können und der von so gewaltigen Objekten wie den Kolonnen-MASCHINEN in Gang gesetzt wird. Oder, anders gesagt: Die Terraner schütteln mal so eben etwas aus dem Handgelenk, was der im ganzen Zyklus als absolut überlegen dargestellten Kolonnen-Technik mindestens ebenbürtig ist. Gut, Carapol hatte die Hilfe der Ex-Mächtigen rund um Nuskoginus. Trotzdem geht mir das alles zu schnell. Es scheint zu einfach zu sein, den übermächtigen Gegner TRAITOR auszutricksen.

Übrigens: Manche Autoren verwenden oft die gleichen Handlungselemente, viele haben auch Lieblingsredewendungen oder -worte. Im Fall von Hubert Haensel sind es der uralte "Held stirbt, aber hinterher war's doch nur ein Traum oder eine virtuelle Realität" - Gag und die meiner Meinung nach nicht ganz korrekte Redewendung "in dem Moment".

J. Kreis, 17.02.2007


Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2373
Weiter zu Nr. 2375