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Perry Rhodan Nr. 2372: Plan der Phantome

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Kopty Pekking, ein Swoon, ist gerade erst zum Zweiten Manufaktor der Produzierenden Abteilungen der Manufakturflotte Faladur ernannt worden. Damit hat er die zweithöchste Position innerhalb einer Organisation erreicht, die von Swoon und Springern gemeinsam betrieben wird. Die Springer stellen Raumschiffe und technische Anlagen, und die Swoon entwickeln High-Tech, die dann von den Springern verkauft wird. Neueste Entwicklung sind Präzisionsmessgeräte, die so leistungsfähig sind, dass es dem Standard der Prä-Hyperschock-Zeit entspricht. Diese Zusammenarbeit funktioniert hervorragend, so dass die Leute von der Manufakturflotte es zu bescheidenem Wohlstand gebracht haben. Sorgen bereiten Kopty nur seine zwei missratenen Söhne Siru und Wirgal. Die jungen Swoon schlagen völlig aus der Art. Als Kopty herausfindet, dass die beiden sich den Lebensgewohnheiten der Hagu angepasst haben, die darin bestehen, dass man sich gegenseitig bestiehlt, versteht er die Welt nicht mehr.

Am 2. November 1345 NGZ, die Flotte befindet sich zurzeit im Hagu-Errico-System, trifft ein Traitank der Terminalen Kolonne ein. Nur wenig später erhalten die Schiffe eine Warnung Reginald Bulls, doch für eine Flucht ist es jetzt zu spät. Das System wird für TRAITOR annektiert, die Manufakturflotte wird aufgefordert, praktisch all ihre Erzeugnisse abzuliefern. Das bedeutet zwar den Todesstoß für Swoon und Springer, aber TRAITORS Macht ist zu groß - an Widerstand ist nicht zu denken. Koptys Söhne sehen das allerdings anders. Sie sagen den Truppen der Terminalen Kolonne den Kampf an, schmuggeln sich auf einen Container, der zum Traitank gebracht werden soll, und schicken ihrem Vater eine Abschiedsbotschaft. Kopty macht sich sofort auf die Suche nach den Bengeln und findet sie sogar, aber im gleichen Moment wird der Container ins All gestoßen und vom Traitank aufgenommen.

Kopty ist zwar vor Angst zunächst fast außer sich, seine Söhne bleiben jedoch unerschrocken. Ihre Überraschung ist groß, als sie feststellen, dass die Besatzung des Traitanks offenbar aus Terranern besteht. Die Swoon finden schnell heraus, dass der angebliche Traitank nicht echt ist. Es handelt sich um eine Fälschung, und die Besatzung besteht aus Piraten. Diese Verbrecher nutzen die übergroße Angst aller Galaktiker vor TRAITOR aus, um sich zu bereichern. Die Swoon können entkommen. Sie warnen ihre Leute, die Piraten werden festgenommen, die wirtschaftliche Existenz der Manufakturflotte ist gerettet. Da trifft eine weitere Warnung Reginald Bulls ein: Es ist tatsächlich ein echter Traitank auf dem Weg ins Hagu-Errico-System! Es ist erneut zu spät. Der Traitank und einige TRAI-Versorger erscheinen wenig später, erneut müssen Swoon und Springer die Herausgabe all ihrer Waren vorbereiten.

Plötzlich erscheinen schattenhafte Raumschiffe, denen die Potenzial-Werfer des Traitanks nichts anhaben können. Sie vernichten das Kampfschiff TRAITORS und verschwinden wieder. Die TRAI-Versorger fliehen. Eine dritte Funkbotschaft Reginald Bulls geht bei der Manufakturflotte ein. Sie wird aufgefordert, sich zur Charon-Wolke zu begeben.

Zur gleichen Zeit erhält Imperator Bostich I. die Nachricht, TRAITORS nächstes Ziel sei das Arkon-System. Bostich ruft den Krisenfall Echodim aus, denn es besteht kein Zweifel daran, dass die Zentralwelten des arkonidischen Imperiums ebenso "parzelliert" werden sollen wie Drorah und Hayok…

Kommentar:

Ein köstlicher Roman, den ich mit größtem Vergnügen gelesen habe. Die Überkorrektheit der Swoon wird durch die für Kopty verwendete Sprache und viele kleine Details sehr gut und vor allem auf wirklich amüsante Weise vermittelt, Kopty und seine Jungs wachsen einem sofort ans Herz. Sie nehmen es vermeintlich mit der übermächtigen Terminalen Kolonne auf und erringen dabei sogar einen Sieg, allerdings auf ganz andere Weise als angenommen. Alles andere wäre ja auch völlig unglaubwürdig gewesen. Die Idee der Swoon, TRAITOR existiere gar nicht wirklich, sondern sei nur ein von den Terranern erdachter Betrug zur Ausschaltung der politischen Konkurrenz, ist so verblüffend und genial, dass ich mir fast wünschte, es sei tatsächlich so!

Die Terraner vernichten den Traitank offensichtlich mit Schiffen, die über Paros-Schattenschirme und vermutlich über VRITRA-Geschütze verfügen. Es war ja abzusehen, dass die Terraner irgendwann Waffensysteme entwickeln würden, mit denen sie den Kampf gegen die Terminale Kolonne aufnehmen können. Solange diese Waffen nur für kleine Guerilla-Einsätze wie diesen hier verwendet werden, halte ich das noch für akzeptabel. Man darf jetzt gespannt sein, ob die Expokraten sich wirklich ans Arkon-System heranwagen. Das wäre zwar einerseits nur logisch, denn die Arkoniden sind ja eines der mächtigsten Völker der Milchstraße und damit unentbehrlich für VULTAPHER. Aber für die Terraner wäre es doch gar zu praktisch, wenn ihr schärfster Konkurrent seine Existenzgrundlage verlieren würde...

Schade nur, dass der Roman so viele Schreibfehler enthält. Selbst das "Montillon'sche Begebenheiten-Problem" fehlt nicht. Lieber Herr Montillon. Bitte lesen Sie doch mal im Duden nach, was "Begebenheiten" und was "Gegebenheiten" sind.

J. Kreis, 04.02.2007


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