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Perry Rhodan Nr. 2371: Der Sternenfindling

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Die Versetzung des Planeten Kharmuu durch den Kharag-Sonnentransmitter ins Nagigal-System erfolgt am 01.01.1346 NGZ mit Hilfe der für solche Zwecke eingerichteten lemurischen Technik. Atlan gibt als Hochrang-Bevollmächtiger den Befehl dazu. Day-Drazins Drokarnam-Sphäre wurde zuvor mit Desintegratoren aus der Planetenoberfläche geschnitten und zu einer anderen Welt des Sonnendodekaeders transportiert. Es kommt zwar zu diversen Naturkatastrophen auf Kharmuu, aber die sind insgesamt vernachlässigbar. Somit steht den Raphanen fast das Doppelte ihres bisherigen Lebensraums zur Verfügung.

Durch die wiederholten Strukturschocks, die bei jeder Benutzung des Sonnentransmitters entstehen, wird ein lemurerähnliches Wesen namens Immentri Luz aus einem jahrtausendelangen Tiefschlaf erweckt. Luz kommt in einer Überlebenskapsel zu sich, die in den Trümmerwolken der einstigen anderen Welten des Nagigal-Systems schwebt. Prospektoren, die die Asteroiden nach Hyperkristallvorkommen durchsuchen, nehmen Luz an Bord. Er kann sich zunächst nicht an seine Vergangenheit erinnern. Er verfügt über Suggestivkräfte, mit denen er die Raphanen beeinflusst, damit seine Existenz geheim bleibt. Allerdings werden die Prospektoren schnell zu echten Freunden. Luz hat ein besonderes Gespür für Hyperkristalle und hilft seinen neuen Freunden damit bei der Arbeit. Gleichzeitig forscht er nach der Vergangenheit der Raphanen und des Nagigal-Systems. Aber seine Erinnerungen bleiben blockiert. Verzweifelt stürzt er sich allein mitten in einen mit Hyperkristallen durchzogenen Asteroidenschwarm. Dabei wird er von Gesteinstrümmern getroffen, die seinen Körper durchlöchern.

Luz wird von seinen Freunden geborgen und den Medikern übergeben. Die können ihm zwar nicht mehr helfen, aber das ist auch gar nicht nötig: Luz ist nicht tot. Sein total zerstörter Körper regeneriert sich mit rasender Geschwindigkeit selbst, bis er völlig wiederhergestellt ist. Für die Mediker steht fest, dass Luz ein Androide sein muss. Durch den übergroßen Strukturschock, der mit der Versetzung Kharmuus einhergeht, gewinnt Luz einen Teil seiner Erinnerungen endlich zurück. Luz ist ein Aktivierungswächter, der im Auftrag der Sphero dafür sorgen sollte, dass nichts Böses über die Sonnentransmitter zu deren Lebensraum vordringen kann. Dafür stand ihm die von den Galaktikern so genannte "Spektrale Technik" zur Verfügung. Vor 50.000 Jahren wurde Luz Zeuge, wie die ins Nagigal-System geflohenen Lemurer sich gegenseitig bekämpften. Bei diesen Bruderkriegen wurden die Planeten Erontis und Sepdelen vernichtet. Luz sperrte daraufhin den Sonnentransmitter, so dass die Lemurer im Nagigal-System isoliert waren, und begab sich in Tiefschlaf.

Wer die Sphero sind, weiß Luz nicht. Er zieht Erkundigungen über die Galaktiker ein. Da er sie für positive Wesen hält, deren Kampf gegen TRAITOR wichtig ist, beschließt er, ihnen zu helfen. Luz nimmt Kontakt mit Atlan auf, berichtet ihm alles, was er weiß, und aktiviert die Spektrale Technik. Endlich kann der Kontakt zu den anderen Sonnentransmittern hergestellt werden. Atlan bereitet den baldigen Aufbruch des KombiTrans-Geschwaders vor. Luz will die Galaktiker begleiten, um sie weiter zu unterstützen und gleichzeitig das Geheimnis seiner Herkunft zu enträtseln.

Kommentar:

Schon wieder ein neuer Helfer, dem die Galaktiker "zufällig" begegnen. Wie oft hatten wir das in letzter Zeit? Aber das Geheimnis um Immentri Luz ist viel zu interessant - wir wollen also mal nicht so kritisch sein. Außerdem gefällt mir, wie Horst Hoffmann seine anfängliche Orientierungslosigkeit und seine inneren Nöte schildert. Erst dachte ich, Luz könne vielleicht ein Androide wie Homunk sein, d.h. ich hatte vermutet, ES könne seine Hand im Spiel haben. Aber wer könnten die Sphero sein? Keine Ahnung. Zweifellos wird Atlan auf dem langen Weg nach Hangay noch auf sie stoßen. Oder wenigstens auf ihre Hinterlassenschaften. Sie müssen sich bei einem der anderen Sonnentransmitter befinden, sonst hätte es keinen Sinn, dass Luz über diesen Transportweg wachen sollte.

Ich habe es ja schon mehrmals gesagt und ich kann mich nur wiederholen: Wenn die Erhöhung der Hyperimpedanz eingeführt wurde, um der Gigantomanie im Perryversum einen Riegel vorzuschieben, dann ist das ein Schuss in den Ofen gewesen. Jetzt wird sogar ein ganzer Planet versetzt und an genau die richtige Position gebracht - ein Vorhaben, das in der Geschichte der Galaktiker absoluten Seltenheitswert besitzt, und das darüber hinaus auch noch innerhalb weniger Tage abgeschlossen wird. Okay - man redet sich diesmal mit der lemurischen Supertechnik heraus, die angeblich für genau diesen Zweck ausgelegt ist. Aber warum funktioniert das alles auch nach der HI-Erhöhung immer noch so perfekt? Das scheint mir nicht plausibel zu sein. Ich hatte immer angenommen, der Technologielevel der Lemurer sei jenem der LFT in der Prä-Hyperschock-Ära gar nicht mehr so sehr überlegen gewesen.

Jedenfalls weckt dieser Roman wieder meine Neugier auf die nächsten Ereignisse, und das will nach der Durststrecke der letzten Wochen schon was heißen.

J. Kreis, 28.01.2007


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