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Perry Rhodan Nr. 2368: Sonderschaltung Tanta

Autor: Rainer Castor

Inhalt

Es gelingt Atlan nicht, auf den Steuerwelten des Tellox-Duos eine Möglichkeit zu finden, wie man doch noch zum Nagigal-Trio gelangen könnte. Er findet aber Hinweise auf die so genannte Sonderschaltung Tanta, die in der Kharag-Stahlwelt aktiviert werden kann. Außerdem wird das Mausoleum des Lemurers Jerim-Varos entdeckt, der seinerzeit am Ausbau der Transmitterstrecke beteiligt war. Der Leichnam trägt einen Armband-Befehlsgeber, den Atlan an sich nimmt.

Zurück auf der Kharag-Stahlwelt sucht Atlan einen bisher nicht erkundeten Schaltraum auf, der mit "Tanta" beschriftet ist. Damit löst er unabsichtlich den Zugriff auf die gleichnamige Sonderschaltung und die Selbstvernichtung der ganzen Anlage aus. Das Steuergehirn gibt ihm eine kurze Frist, innerhalb derer er seine Berechtigung nachweisen soll. Atlan aktiviert den Befehlsgeber und benutzt das Lebensmotto des Lemurers Jerim-Varos, das er in dessen Wohnräumen entdeckt hat, als Passwort: "Gefangen im Körper, aber nicht im Geist".

Atlan hat Glück. Die Befehlssignale und das Passwort werden akzeptiert. Der Countdown wird gestoppt und jetzt wird Atlan endgültig als umfassend befehlsberechtigt anerkannt. Er hat Zugriff auf Geheimdaten, denen zufolge die Tellox-Nagigal-Transmitterstrecke seinerzeit eigens für reiche und angesehene Lemurer eingerichtet worden ist. Außerdem erhält er endlich die benötigten Daten, die zur Erreichung des Nagigal-Trios benötigt werden. Somit macht sich das KombiTrans-Geschwader am 1. Dezember 1345 NGZ erneut auf den Weg.

Kommentar:

Rainer Castors letztes Heft war PR 2239. Im Grunde könnte ich das wiederholen, was ich damals schon geschrieben habe.

Andererseits mag ich Hefte von Castor manchmal doch. Nein - wirklich! Dieses Heft ist zum Beispiel perfekt, wenn man keine Zeit hat. Es eignet sich nämlich perfekt zum Querlesen, ohne dass man was Entscheidendes verpasst. Ich frage mich nur, warum Castor sich die Mühe macht, eine läppische Rahmenhandlung für seine als Roman getarnten Datensammlungen zu stricken, wenn er diese sowieso ständig für endlose Abschweifungen, rückblickende Handlungszusammenfassungen (u.a. der Centauri- und Obsidian-Zyklen, Sardaengar taucht auch mal auf), Technobabble-Exkurse und weitschweifige Beschreibungen unterbricht. Warum deklariert er diese Machwerke nicht gleich als PR-Kommentare in Romanlänge? Am besten mit deutlich erkennbarem Vermerk auf dem Cover? Dann könnte ich mir nämlich die 1,75 Öcken für diese Hefte sparen und in etwas sinnvolles investieren, zum Beispiel eine Cola und eine Brezel. Die hätten dann nämlich 100 Prozent mehr Nährwert als Hefte dieser Art - ich weigere mich, so etwas als "Roman" zu bezeichnen.

Man könnte diesem Heft allenfalls dann etwas abgewinnen, wenn man es als Beispiel für den Zustand der Psyche Atlans betrachten würde. Atlan hat bekanntlich einen Extrasinn und ein absolutes Gedächtnis. Das bedeutet: Er nimmt jedes noch so kleines Detail wahr und kann sich alles merken. Allerdings unterliegt er manchmal dem "Erzählzwang". Dann muss er die vielen in seinem Gedächtnis gespeicherten Informationen irgendwem an den Kopf werfen. In diesem Fall wäre es halt der Leser, der Atlans Geplapper über sich ergehen lassen muss.

Zu den vielen Rückblicken zählt auch ein Abriss der ersten Arbeiten am Kharag-Sonnendodekaeder, mit denen im Jahre 1327 NGZ begonnen worden ist. Man erfährt auch, dass die Terraner jetzt offenbar in der Lage sind, Situationstransmitter zu erzeugen. So verstehe ich das endlose Geschwafel in diesem Heft jedenfalls.

Übrigens: Dass der Rechner des Tellox-Duos auf Feindseligkeiten verzichtet, weil das KombiTrans-Geschwader von außen und nicht aus dem Inneren der Planetoidenfalle heraus angreift, halte ich für kompletten Schwachsinn…

J. Kreis, 07.01.2007


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