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Perry Rhodan Nr. 2366: Unter dem Kristallgitter

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Das KombiTrans-Geschwader kommt nicht wie geplant im Sonnentransmitter Nagigal-Trio an. Die Schiffe werden von einem lemurischen Situationstransmitter abgefangen, der sich in Omega Centauri befindet. Der uralte Steuercomputer dieser Anlage setzt die Schiffe mit Fesselfeldern fest, weil ihr Ziel, wie er Atlan wissen lässt, ein verbotener Transmitter ist. Atlan soll sich als Berechtigter identifizieren, aber das gelingt ihm nicht - auch die Hochrang-Bevollmächtigung, die er innehat, nützt ihm nichts. Die Steueranlage strahlt das gesamte KombiTrans-Geschwader in den Hyperraum ab, um die Schiffe auf diese Weise zu vernichten.

Atlan kommt auf einer grasbewachsenen, hügeligen Ebene wieder zu sich, in der sich mehrere primitive Dörfer und Städte um ein Gebirgsmassiv herum gruppieren. Sie sind durch eine einfache Schienenbahn, der Ligne, miteinander verbunden und werden hauptsächlich von Lemurer-Nachkommen bewohnt. Es gibt aber auch ein Mograk-Dorf in dieser Welt, die von ihren Bewohnern Anghur Al-Tare genannt wird. Atlan wird von den Lemurern freundlich begrüßt. Es zeigt sich, dass sie Nachkommen von Raumfahrern sind, die es auf die eine oder andere Weise in den Hyperraum verschlagen hat. Da ein Leben dort normalerweise unmöglich ist, sind die Lemurer davon überzeugt, sich in einer Art Totenreich zu befinden. Eine geheimnisvolle Entität, der Konvergente Denker, scheint all diese Wesen vor dem Tod im Hyperraum bewahrt zu haben. Ein Energiefeld, das an ein Kristallgitter erinnert, scheint den Planeten zu umgeben. Im Orbit scheinen sich auch zahlreiche Raumschiffe zu befinden. Atlan hofft deshalb, dass seine Leute noch am Leben sein könnten.

Atlan begibt sich auf die Suche nach seinen Kameraden und findet den schwangeren Haluter Elfah Komo, der so geschwächt ist, dass die unmittelbar bevorstehende Geburt möglicherweise zuviel für ihn wäre. Atlan hilft ihm, wo er kann. Die beiden treffen auf einen lemurischen Abenteurer namens Kirkazon, der ihnen bei ihrer Suche nach dem Konvergenten Denker hilft. Überall dort, wo Komo auftaucht, sorgt er für Entsetzen und Aggression - die Lemurer scheinen immer noch von der alten Angst ihres Volkes vor den "Bestien" besessen zu sein. Mehr als einmal wird die Situation kritisch. Jedes Mal tauchen insektoide Wesen auf, die so genannten Konvergenzlehrer, und besänftigen die Lemurer auf suggestivem Wege. Die Konvergenzlehrer scheinen Energieprojektionen zu sein, die der Konvergente Denker aussendet. Atlan findet heraus, dass auch Kirkazon in Wahrheit eine solche Projektion ist.

Während der Reise mit der Ligne bringt Komo sein Kind zur Welt. Atlan und Kirkazon machen sich deshalb allein auf den Weg zum Berg des Konvergenten Denkers. Dieser hat erkannt, dass Atlan eine Ritteraura trägt. Deshalb ist er dem Arkoniden gegenüber misstrauisch - anscheinend hat der Konvergente Denker schlechte Erfahrungen mit den Ordnungsmächten gemacht. Dennoch ist Atlan davon überzeugt, dass es sich um ein positives Wesen handeln muss. Mit der A-COM, einem fragilen Gebilde aus Glas und Energiefeldern, machen Atlan und Kirkazon sich auf den Weg zur "Welt jenseits der Nebelmauer", dem eigentlichen Sitz des Konvergenten Denkers.

In Omega Centauri plant Cornor Lerz, der vergeblich auf eine Nachricht von Atlan wartet, derweil die Aussendung eines Einsatzkommandos, das dem KombiTrans-Geschwader zur Hilfe eilen soll.

Kommentar:

Irgendwie habe ich das Gefühl, diesen Roman schon x-mal gelesen zu haben. Gerade in den Minizyklen der neuen Atlan-Heftserie hat es immer wieder ganz ähnliche Situationen gegeben: Atlan allein und ohne technische Hilfsmittel in einer völlig fremden Umgebung. Ganz besonders auffällig scheinen mir die Parallelen zum Intrawelt-Zyklus zu sein. Auch da befand Atlan sich zunächst innerhalb eines total von der Außenwelt abgeschotteten Miniatur-Universums, musste sich mit primitiven Bedingungen herumschlagen, erhielt undurchsichtige Gefährten, hinter denen mehr steckte, als er zunächst ahnte, und reiste per Bahn von A nach B, um allmählich zum Zentrum des Geschehens vorzustoßen. Dieses Handlungsschema ist schon ziemlich abgenutzt…

Nette Idee, Atlans Vorhaben schon im ersten Anlauf scheitern zu lassen. Tja, da hat er mal wieder zuviel gewagt und ist prompt von einer alten Sicherheitseinrichtung abgefangen worden. Sein Glück, dass es in Omega Centauri eine wohlmeinende Entität gibt, die Raumfahrer davor bewahrt, im Hyperraum zu verwehen. Wer oder was könnte der Konvergente Denker sein und was sind seine Absichten? "Konvergent" heißt so viel wie übereinstimmend oder zusammenlaufend. Was das wohl zu bedeuten hat? Für Elfah Komo und sein Kind sehe ich ja ziemlich schwarz, auch wenn's schade um die beiden wäre. Ansonsten kann man noch nicht viel zu der Geschichte sagen. Man muss abwarten, was die zweite Hälfte des Doppelbandes bringt.

Ach, und übrigens: Fröhliche Weihnachten allerseits!

J. Kreis, 24.12.2006


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