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Perry Rhodan Nr. 2365: Die Drokarnam-Sphäre

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Während Trim Marath und Startac Schroeder sich nach Kharmuu begeben, um dort Hinweisen auf den Lemurer Inday Anuun-Drazin nachzugehen, suchen Atlan und Icho Tolot nach aktiven Gegenstationen, die vom Kharag-Sonnentransmitter aus erreicht werden können. Atlan lässt die Zentralpositronik der Kharag-Stahlwelt nach einer alternativen Route Richtung Hangay suchen, und tatsächlich gibt es eine "Abkürzung": Anstelle der Hohlwelt Horror kann der Sonnentransmitter Nagigal-Trio als erste Station für die Transmitterstrecke benutzt werden. Diese Ausweichstrecke wäre tatsächlich erreichbar, aber dagegen hat die Entität Day-Drazin etwas einzuwenden.

Day-Drazin, der sich aufgrund seiner jahrzehntausendelangen Gefangenschaft in der Drokarnam-Sphäre seines eigenen Mausoleums kaum noch an seine frühere Identität als lemurischer Wissenschaftler erinnert und immer wieder Phasen geistiger Verwirrung durchleidet, kann erst nach dem Hyperimpedanzschock des Jahres 1331 NGZ aus seinem Gefängnis ausbrechen. Die Explosion eines Aggregats verursacht einen Haarriss im PEW-Metall, durch den Day-Drazins Geist entkommen kann. Er breitet sich über das Gebiet des Sonnendodekaeders aus und ist mit seiner Existenz zufrieden, doch dann erscheinen Terraner und Haluter, um am Transmitter zu arbeiten. Day-Drazin weiß nichts von der geschichtlichen Entwicklung der letzten Jahrtausende und hält die Haluter immer noch für Feinde, die es zu bekämpfen gilt. Dies umso mehr, als er erkennt, dass die Reaktivierung des Sonnentransmitters ihm schadet. Der erste Transport eines Objekts durch den Transmitter wäre gleichbedeutend mit seinem Tod. Day-Drazins Geist hat nur eine Möglichkeit, gegen die vermeintlichen Feinde vorzugehen: Er verursacht schnell wuchernde Tumore in ihren Körpern.

Dies alles erfahren Trim und Startac, als ihr kleines Einsatzteam die Drokarnam-Sphäre entdeckt und öffnet. Darin liegt immer noch der durch unzählige Geschwüre monströs entstellte Körper Inday Anuun-Drazins. Als Startac die Leiche berührt, da er einen Lebensfunken in ihr wahrzunehmen glaubt, transferiert Day-Drazin (der diesen Funken nur simuliert hat, um Startac anzulocken) seine ganzen Erinnerungen in den Geist des Monochrom-Mutanten. Auf diese Weise wird das Einsatzteam lange genug abgelenkt, so dass Day-Drazin sich vor der Drokarnam-Sphäre manifestieren kann. In der Nähe so großer Mengen dieses Hyperminerals ist er so stark, dass selbst HÜ-Schirme keinen Schutz mehr bieten. Trim, Startac und ihre Begleiter werden zu Geiseln Day-Drazins, mit denen er Atlan unter Druck zu setzen versucht.

Atlan behauptet, er werde die Geiseln notfalls opfern. Er aktiviert den Sonnentransmitter, wodurch Day-Drazin geschwächt wird, so dass die Geiseln sich befreien können. Sie bieten Day-Drazin ein Abkommen an. Er soll die Arbeiten am Sonnentransmitter nicht mehr stören. Im Gegenzug soll er immer rechtzeitig gewarnt werden, bevor der Transmitter in Betrieb genommen wird. Er soll sich dann in die Drokarnam-Sphäre begeben, wo er vor den für ihn tödlichen Emissionen sicher sein müsste. Obwohl Day-Drazin die Gefangenschaft in der Sphäre fürchtet, geht er auf den Handel ein. Somit kann sich das aus mehreren Großraumern, Haluterschiffen und Tendern bestehende KombiTrans-Geschwader am 1. November auf den Weg durch den Transmitter machen. Mit an Bord sind Atlan, Tolot, Trim und Startac. Day-Drazin übersteht die Prozedur unbeschadet und wird danach von Cornor Lerz befreit, der Atlan in dessen Abwesenheit vertritt. Day-Drazin ist dennoch nicht von der Rechtschaffenheit der Haluter überzeugt. Er will sich weiterhin still verhalten, plant aber, die "Schwarzen Bestien" irgendwann zu vernichtenů

Kommentar:

Ein bis auf die schon im vorherigen Band vorhandenen sprachlichen Schwächen (jemand sollte Montillon mal den Unterschied zwischen "Begebenheiten" und "Gegebenheiten" erklären) gut lesbarer Roman. Auch bei diesem Doppelroman könnte man die Handlung aber - wie so oft in letzter Zeit - durchaus ohne Qualitätsverlust auf ein einziges Heft "eindampfen". Besonders Atlans Hindernislauf auf der Suche nach Informationen über die Ausweich-Transmitterstrecke kommt mir ein wenig wie Seitenschinderei vor. Man kann die Reflexe des Arkoniden nur bewundern. Es gelingt ihm sogar, schneller zu schießen als ein Kampfroboter. Schieben wir es mal auf das Alter der Maschine - vielleicht war sie ja ein wenig eingerostet.

Schade übrigens, dass die Reise nun doch nicht über Horror nach Hangay geht. Es ist auch ein wenig seltsam, dass man in diesem Roman gar nichts mehr über den Koda Ariel - Agenten liest. Vielleicht hat er sich ja an Bord eines Schiffes des KombiTrans-Geschwaders geschmuggelt?

J. Kreis, 17.12.2006


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