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Perry Rhodan Nr. 2363: Atem der Finsternis

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Während die Leute aus der Perella-Klinik von Vhalaum weiter ihre Flucht vorbereiten, naht auf CRULT der Tag des Mordanschlags auf den Progress-Wahrer Antakur von Bitvelt. Dantyren hat Antakur inzwischen gewarnt. Als der unter dem hypnotischen Einfluss eines Kolonnen-Motivators stehende Effremi Algrim Gún die Nanoroboter aktiviert, die Antakurs Kristallkörper zerfressen sollen, befindet der sich schon längst nicht mehr im gefährdeten Bereich der Anthrazit-Sphäre. Er hat sich mit seiner Fähigkeit der "langsamen Teleportation" in Sicherheit gebracht. In der Anthrazit-Sphäre steht nur eine Kopie seines Körpers. Diese wird von den Nanorobotern vernichtet, die sich dabei selbst zerstören.

Da die Attentäter sich jetzt sicher fühlen, folgt Antakur dem Effremi per langsamer Teleportation in den Dunklen Distrikt. Der für den Anschlag verantwortliche Dunkle Ermittler beordert Algrim Gún dort hin, um ihn zu beseitigen. Damit ermöglicht er es jedoch Antakur, den Drahtzieher ausfindig zu machen. Der Progress-Wahrer bringt die anderen Dunklen Ermittler dazu, den Verräter zu vernichten. Als Begleiterscheinung des zwischen diesen geheimnisvollen Wesen entbrennenden Kampfes senkt sich für 93 Minuten eine undurchdringliche Dunkelheit über das Hayok-System, in der auch Ortungssysteme versagen.

Diese Dunkelheit nutzen die Leute von der Perella-Klinik, um mit dem instand gesetzten Schiff GESUNDHEIT VII ins All zu fliehen. Da sie nicht schnell genug auf Überlichtgeschwindigkeit gehen können, bevor die Dunkelheit wieder verschwindet, gehen sie in den Ortungsschutz der Sonne. Von dort aus beobachten sie verzweifelt und hilflos, wie am 13. September 1345 NGZ mit der "Parzellierung" des Planeten Hayok begonnen wird. Zwar greifen am gleichen Tag die vereinigten terranisch-arkonidischen Flotten unter Reginald Bulls Kommando an und schießen mit den verbesserten VRITRA-Geschützen ein paar Traitanks ab, aber damit ermöglichen sie lediglich der GESUNDHEIT VII die endgültige Flucht nach Korphyria. Die Vernichtung Hayoks können sie mit diesem Nadelstich nicht mehr verhindern.

Als Lohn für seine guten Dienste wird Dantyren vom Progress-Wahrer zum Dualen Kapitän ernannt. Antakur von Bitvelt kündigt an, der Chaopressor KOLTOROC, Feldherr des Kriegszugs der Terminalen Kolonne, werde sich jetzt persönlich um die Verräter in den Reihen TRAITORS kümmern. Dantyren bestraft Algrim Gún nicht - er verspricht ihm im Gegenteil sogar, seine nur scheinbar gestorbene Gefährtin Shysarea von den Kolonnen-Anatomen heilen zu lassen.

Kommentar:

Dass ein weiterer Planet parzelliert wird, ist im Interesse der Glaubwürdigkeit des aktuellen Zyklus gut und richtig. Allerdings handelt es sich wieder einmal um eine für die Serie eher unwichtige Welt, auf die man wohl verzichten zu können glaubt. Dass ausgerechnet Hayok das nächste Ziel ist, kann man aber durchaus akzeptieren, wenn man berücksichtigt, dass der Planet (genau wie Drorah) Psi-Materie enthält, die ihm einst von den Lemurern "injiziert" worden ist. Nachzulesen ist das z.B. in der klassischen Atlan-Heftserie, Zyklus "Im Auftrag der Menschheit", Unterzyklus "Der Graue". Vielleicht hat TRAITOR es ja auf die Psi-Materie abgesehen? Aber wann wird es wohl einen Planeten erwischen, bei dem es wirklich weh tut? Etwa Ertrus, Siga, Halut oder gar Arkon I?

Der Roman enthält viel zu viele und viel zu lange Kapitel rund um die Glückspilze, denen es doch tatsächlich gelingt, von Hayok zu fliehen. Nur durch diese völlig überflüssigen Kapitel wird diese Geschichte auf den Umfang eines Doppelromans aufgeblasen. Hätte man das Ganze auf die Geschehnisse rund um CRULT eingedampft und hätte man sich mehr auf Dantyren konzentriert - dann wäre das ein richtig guter Einzelroman geworden. In den Flucht-Kapiteln dagegen werden nur Absatz für Absatz irgendwelche Durchhalteparolen und ähnliches Geschwätz wiederholt. Das geht ungefähr so: "Wir müssen es schaffen! Wir werden es schaffen! Werden wir es schaffen? Wir werden es schaffen! Weil wir es schaffen müssen!" Sorry, aber das ist das Exkrement eines männlichen Hornviehs.

Das Heft enthält als nette Beigabe übrigens zwei Weihnachts-Postkarten mit Gucky-Motiv. Gucky im Weihnachtsmannkostüm, gezeichnet von Swen Papenbrock - nicht schlecht!

J. Kreis, 02.12.2006


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