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Perry Rhodan Nr. 2362: Chaos für Hayok

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Auf dem von Streitkräften der Terminalen Kolonne besetzten Planeten Hayok herrscht Chaos. Die öffentliche Ordnung bricht zusammen, teilweise kommt es noch zu Kämpfen. Seit die zweite Welle TRAITORS eingetroffen ist, steht das Schicksal des Planeten fest. Er soll "parzelliert" und dem Chaotender VULTAPHER eingegliedert werden. Doch noch bleiben die Traitoristas seltsam passiv. Sie scheinen auf den Eintritt eines bestimmten Ereignisses zu warten. Einige Mediker einer Klinik in Vhalaum wollen diese Gnadenfrist nutzen. Sie fassen den Plan, mit einem alten Raumschiff von Hayok zu fliehen. Der Fuertone Ethan Endoza, ein Dieb, der in der Klinik behandelt worden ist, hilft ihnen bei der Entwendung eines fehlenden Aggregats für das Schiff.

Auf der Dienstburg CRULT beobachtet Dantyren den Effremi Algrim Gún. Der Effremi versucht zwar, dem Progress-Wahrer besonders gute Dienste zu leisten, um so eventuell die Erlaubnis zu erhalten, seine todkranke Gefährtin behandeln zu lassen. Dantyren bemerkt jedoch, dass der Effremi sich eigenartig verhält. Er beauftragt die Awour mit der weiteren Beobachtung Algrim Gúns und erfährt auf diese Weise, dass der Effremi von einem Kolonnen-Motivator in den Dunklen Distrikt geführt worden ist. Dieser Bereich, der als Sitz der Dunklen Ermittler gilt, ist eigentlich für alle anderen Wesen tabu. Algrim Gún, der vom Kolonnen-Motivator mental beeinflusst wird, erfüllt jedoch einen besonderen Auftrag für mindestens einen Dunklen Ermittler. Dantyren findet heraus, dass der Effremi immer wieder Nanoroboter in seinem Fell mit in die Anthrazit-Sphäre einschleppt. Diese Mikromaschinen sind zwar noch inaktiv, aber wenn sie UV-Licht ausgesetzt werden, beginnen sie damit, alle kristallinen Strukturen in ihrer Nähe zu zersetzen. Für Dantyren ist klar, dass hier ein Mordanschlag auf den Progress-Wahrer Antakur von Bitvelt vorbereitet wird, denn dessen Körper hat eine kristalline Struktur. Um die Gegenseite nicht darauf aufmerksam zu machen, dass er ihre Pläne durchschaut hat, informiert Dantyren den Progress-Wahrer zunächst noch nicht über seine Erkenntnisse.

Derweil bereiten die Terraner und Arkoniden einen Angriff auf die Terminale Kolonne vor. Imperator Bostich hat Reginald Bulls entsprechenden Vorschlag abgesegnet. Kurz vor dem ersten Einsatz der vereinigten Flotten trifft von Terra eine wichtige Nachricht ein. Es ist Dr. Carapol gelungen, die Effizienz der VRITRA-Geschütze um 20% zu steigern. Der schon vorbereitete Angriff wird abgeblasen, damit die Geschütze entsprechend modifiziert werden können.

Kommentar:

In eher beiläufiger Weise wird durch diesen Roman die Information vermittelt, dass Dantyren zu einem loyalen Diener der Terminalen Kolonne geworden ist und seine Vergangenheit vergessen hat. Er ist dem Progress-Wahrer direkt unterstellt und will sich bei ihm profilieren. Er gibt Antakur von Bitvelt wichtige Hinweise auf die Mentalität der Milchstraßenvölker und schlägt vor, ein Zeichen zu setzen: CRULT soll für alle Galaktiker sichtbar bei Hayok stationiert werden. Das ist wohl auch der Grund dafür, warum der Planet nicht schon längst "zerlegt" worden ist. Ich würde nicht sagen, dass Dantyren sich nur verstellt. Roi Danton wurde also wohl tatsächlich "umgedreht". Ob das je wieder rückgängig gemacht werden kann? Bei Zon Facter ist es ja gelungen…

Offensichtlich gehören nicht nur Dunkle Ermittler zu den Verschwörern, die insgeheim gegen TRAITOR arbeiten, sondern auch Kolonnen-Motivatoren. Auch über diese seltsamen Wesen weiß man noch sehr wenig. Es bleibt also völlig unklar, welche Ziele sie wirklich haben. Vielleicht wollen die Dunklen Ermittler, für die der Aufenthalt in einem "normalen" Universum scheinbar eine ständige Qual bedeutet, einfach nur nach Hause zurück?

Ich frage mich, wie lange uns die Autoren noch mit langweiligen Geschichten quälen wollen, in denen irgendwelche Niemande versuchen, der Terminalen Kolonne zu trotzen - und damit lächerlicherweise sogar Erfolg haben. So wie in diesem Roman mit der Nebenhandlung um die Narren, die meinen, sie könnten von einem Planeten entkommen, der von Kolonnen-Raumschiffen praktisch eingekesselt wurde. Dieses "Kleine Leute wehren sich und können alles schaffen, wenn sie nur einig sind" - Szenario finde ich so penetrant nervtötend und trivial, dass es wehtut. Man sollte es allmählich ad Acta legen. Was soll damit überhaupt erreicht werden? Soll damit der Ausweglosigkeit der Situation, die die Expokraten mit der Einführung des ultimativ übermächtigsten Gegners aller Zeiten selbst verschuldet haben, die Schärfe genommen werden? Oder soll damit all jenen Lesern, die in wirtschaftlich schlechten Zeiten zu leben glauben, Hoffnung gemacht werden? Ersteres wäre sinnlos, letzteres wäre in seiner Naivität schon fast wieder zum Lachen.

J. Kreis, 25.11.2006


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