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Perry Rhodan Nr. 2359: Das stumme Gesicht

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Kirmizz wird weiterhin von den Hauri verfolgt. Die Ay'Va, eine Mafia-ähnliche Verbrecherorganisation, hat sich auf seine Spur gesetzt und intensiviert ihre Bemühungen, seiner habhaft zu werden. Auch die Friedensfahrer stellen ihm inzwischen nach. Kirmizz reagiert, indem er zahlreiche Kartanin und andere Wesen unter seine mentale Kontrolle bringt und in seinem Sinne tätig werden lässt. Nach und nach gelingt es ihm auch, die Hauri zu beeinflussen - bisher hatten diese sich der Beeinflussung aufgrund ihres zweigeteilten Bewusstseins entziehen können. Seine unfreiwilligen Helfer schleusen eine an die BANDA SARI gerichtete Botschaft in das planetare Funknetz ein, und wenig später antwortet das Schiff tatsächlich. Es ist in den Ortungsschutz einer Sonne gegangen und hat sich mittlerweile weitgehend selbst repariert. Kirmizz verbirgt sich unter dem Schalenpanzer eines Uhm. Diese riesigen, schneckenartigen Wesen bestehen unter ihrer Schale praktisch nur aus einer von Muskelgewebe und Organen durchzogenen Gehirnmasse. Da die Uhm weitgehend ignoriert werden, bildet der von Kirmizz übernommene ein perfektes Versteck.

Als Kirmizz auf Polm Ombar und Cosmuel Kain aufmerksam wird, die getrennt voneinander nach ihm fahnden, versucht er sie geistig zu beeinflussen. Der Revisor wird durch das Siegel der Heißen Legion vor der Übernahme geschützt, aber Cosmuel hat dieses Siegel noch nicht. Allerdings fällt es Kirmizz aufgrund ihres Cyno-Erbes trotzdem schwer, sie vollständig zu kontrollieren. Deshalb erfährt er von ihr zwar von der Existenz der Friedensfahrer, aber er kommt nicht an ihre vollständigen Erinnerungen heran. Mit seiner Armee geistig versklavter Hauri greift Kirmizz die Ay'Va-Festung an. So lockt er unwissentlich auch die Friedensfahrer auf seine Spur, denn Kantiran, der vor Sorge um Cosmuel außer sich ist, erkennt, dass der von Kirmizz beeinflusste Uhm sich stets in der Nähe der Festung aufhält - ein völlig untypisches Verhalten für diese Wesen. Es gelingt den Friedensfahrern, ebenfalls in die Festung einzudringen. Alaska Saedelaere tritt Kirmizz entgegen. Es kommt zu einer Wechselwirkung zwischen dem Cappin-Fragment und den Paragaben des Chaotarchen-Piloten. Kirmizz setzt den Schmerzruf ein, Alaska nimmt seine Maske ab. Cosmuel, die Zeuge dieser Auseinandersetzung ist, überlebt erstaunlicherweise beides.

Die Ausstrahlungen des Cappin-Fragments setzen Kirmizz zwar matt, aber da trifft die BANDA SARI ein. Die OREON-Kapseln der Friedensfahrer haben diesem Schiff nichts entgegenzusetzen. Sie können nicht verhindern, dass die BANDA SARI mit ihren Desintegratoren einen Rettungstunnel in die Ay'Va-Festung schießt und Kirmizz mit einem Energiekokon herausholt, kurz bevor die Friedensfahrer ihn gefangen nehmen können. Somit ist Camp Sondyselene nicht mehr sicher und muss schnellstens evakuiert werden. Tatsächlich erscheinen wenig später einige Traitanks, die die Reste des Lagers vernichten. Allerdings verzichten sie auf Repressalien gegen die Planetenbevölkerung.

Nach diesem wenig erfolgreichen Abenteuer überwindet Kantiran endlich seine Hemmungen und kommt mit Cosmuel zusammen - ihre Initiierungsaufgabe hat sie ja ohnehin erfolgreich abgeschlossen. Alaska bricht am 8. August 1345 NGZ Richtung Terra auf.

Kirmizz hat noch eine Rechnung mit dem Maskenträger zu begleichen…

Kommentar:

Der Roman bietet gute Unterhaltung mit einigen typischen MMT-Ideen (die Uhm zum Beispiel), einigen weiteren netten Szenen mit Kantiran, Cosmuel und Alaska, einer gar nicht mal so uninteressanten Nebenhandlung mit den Hauri und einer wiederum gut gelungenen Charakterisierung des Chaotarchen-Piloten. Über die in letzter Zeit wieder vermehrt auftretenden Rechtschreibfehler sieht man deshalb gern hinweg.

Die Errichtung von Camp Sondyselene bzw. die Jagd nach Kirmizz war ein Schlag ins Wasser. Das war eine sehr leichtsinnige Aktion. Besser wäre es gewesen, die Friedensfahrer hätten sich doch weiterhin mit passivem Beobachten zufrieden gegeben, denn jetzt wissen die Chaosmächte, dass es sie gibt, und dass sie im Umfeld von Hangay aktiv sind. Sollten sie also versuchen, dort einen zweiten Stützpunkt einzurichten, dann dürfte es schwer werden, den vor den Truppen TRAITORS geheim zu halten.

Endlich haben Kant und Cosmuel sich "gekriegt". Wurde ja auch Zeit. Der arme Kantiran - er konnte ja nicht ahnen, dass Cosmuel schon seit geraumer Zeit keinen anderen Wunsch hatte, als mit ihm in die Falle zu hüpfen… Übrigens: Habe ich in den letzten Romanen etwas verpasst oder warum heißt es jetzt plötzlich, Cosmuel sei eine Halb-Cyno? War es bisher nicht eher so, dass man gar nichts über ihre Herkunft wusste? Als Halb-Cyno müsste also ein Elternteil ein Mensch gewesen sein. Woher kommt diese Information? Übrigens: Auf dem Titelbild wird Cosmuel als Spiegelung in Alaskas Maske dargestellt (seit wann spiegelt die Maske eigentlich?). So, d.h. mit einem solchen Pferdegesicht, hätte ich mir die Gute allerdings nicht vorgestellt.

J. Kreis, 05.11.2006


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