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Perry Rhodan Nr. 2358: Pilot der Chaotarchen

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Als die Todesangst abklingt, die Kirmizz beim Kampf gegen die Hauri empfunden hat, droht auch seine Erinnerung an die Vergangenheit wieder verloren zu gehen. Er sucht sich deshalb ein Opfer, das er mental beeinflussen kann. Seine Wahl fällt auf Sgisg Rotker, ein amöbenartiges Wesen, das seinen Lebensunterhalt mit der Abrichtung von Renn-Fejl'n verdient. Das ist für Kirmizz die perfekte Gelegenheit, denn Sgisgs Räumlichkeiten sind für die Folter von Lebewesen bestens eingerichtet. Kirmizz lässt sich von Sgisg mit einer Foltermaschine quälen und erinnert sich aufgrund der schrecklichen Schmerzen in allen Einzelheiten an seine Herkunft.

Kirmizz ist ein Kunstwesen, das in der XIX. Kosmität ausgebildet wird. Die Kosmität ist nach der Flucht ihres vorherigen Schülers Gon-Orbhon in Schwierigkeiten geraten und hat die Seiten gewechselt. Im Auftrag des Chaotarchen Xrayn erschafft sie Kirmizz, indem sie der XX. Kosmität den Körper des dortigen Schülers Untha Myrre entwendet, dessen Bewusstsein löscht und ihm ein neues Bewusstsein einpflanzt, das sie mit falschen Erinnerungen ausstattet. Auf diese Weise spart sie sich die Zeit, ein ganz neues Wesen zu züchten. Während seiner Ausbildung erhält Kirmizz Kontakt zu Resten von Myrres Bewusstsein. Das Myrre-Fragment wird zu seinem Ratgeber. Einige Zeit später begegnet Kirmizz einem zweiten "Insassen" der Kosmität. Diese bildet nämlich auch einen Kosmokratendiener namens Faro Nuun Jasper aus, der seinen Namen stets zu FNJ abkürzt. Die Kosmität hat ihr Inneres in zwei voneinander getrennte Bereiche aufgeteilt, um FNJ und Kirmizz gleichzeitig "betreuen" zu können, doch FNJ ist es gelungen, die Trennung mit seiner Fähigkeit des Dimensionswandelns zu überwinden. Die beiden verbünden sich und absolvieren die weitere Ausbildung gemeinsam.

Eines Tages ist die Ausbildung so weit fortgeschritten, dass Kirmizz und FNJ als Angehörige zweier grundverschiedener Mächte zwangsläufig zu Todfeinden werden. Die Kosmität will sie erneut voneinander trennen, doch sie suchen die Konfrontation. Ihr Kampf zieht sogar die Kosmität in Mitleidenschaft. Letztlich scheint FNJ zu siegen, aber die Kosmität hat die Waffensysteme seines Raumschiffes manipuliert, so dass Kirmizz ihn töten kann. Damit ist die Ausbildung des künftigen Piloten der Chaotarchen zwar noch lange nicht abgeschlossen, aber jetzt kann die Kosmität sich ganz auf ihn konzentrieren. Schließlich macht Kirmizz sich mit seinem Schiff, der BANDA SARI, auf den Weg nach Hangay. Dort gerät er jedoch in Raumnot, was möglicherweise auf die entstehende Negasphäre zurückzuführen ist, und strandet auf Hallie-Loght.

Damit ist Kirmizz wieder "er selbst". Sein nächstes Ziel besteht darin, die BANDA SARI zu finden. Bevor er geht, schnallt er aber noch Sgisg in die Foltermaschine…

Kommentar:

Man könnte Leo Lukas vorwerfen, dieser Roman sei nicht viel mehr als eine leicht abgewandelte Kopie von PR 2267, denn hier wie dort geht es um die Ausbildung eines Kosmokraten- bzw. Chaotarchendieners in ein und derselben Kosmität. Aber zum Glück verläuft die Geschichte dann ja doch ein wenig anders. Durch so manche skurrile Idee wird er amüsant zu lesen - aus Kirmizz zum Beispiel so etwas wie einen SM-Fetischisten zu machen… das hat was.

Die Nebenhandlung mit Sgisg und seinen Renn-Fejl'n ist natürlich nichts anderes als eine Spiegelung der Geschichte von Kirmizz und der Kosmität. Wie die Kosmität richtet auch Sgisg Wesen ohne eigenen Willen ab, die sich für anonyme Mächte abzappeln müssen, deren Ziele sie nicht verstehen. Die Tatsache, dass eine Kosmität einfach mal so für die andere Seite arbeitet, zeigt wieder einmal, dass Kosmokraten und Chaotarchen sich im Grunde nicht voneinander unterscheiden. Die Bewohner der "niederen Sphären" können ihre Ziele nicht begreifen - man sieht nur, wie sie vorgehen und welche unmittelbaren Auswirkungen ihr Konflikt hat. Und die sind eigentlich immer negativ…

FNJ scheint übrigens ein Gyshanian wie Nuskoginus zu sein. Ich glaube aber nicht, dass das irgendwas Besonderes zu bedeuten hat. Kirmizz und FNJ begegnen während ihrer Ausbildung sogar Xpomuls Champions - das ist eine nette kleine Anspielung auf Atlan Intrawelt 3, den Leo Lukas ebenfalls geschrieben hat.

J. Kreis, 29.10.2006


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