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Perry Rhodan Nr. 2357: Camp Sondyselene

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Kantiran und Cosmuel Kain errichten mit Hilfe einiger Androiden den subplanetaren Friedensfahrer-Stützpunkt Camp Sondyselene auf Vibe-Lotoi. Sie ahnen nicht, dass Kirmizz ganz in ihrer Nähe ist: Er hat den Planeten etwa zur gleichen Zeit als Passagier eines Hauri-Schiffes erreicht. In der Hauptstadt La Untique muss er sich mit allerlei dubiosen Typen herumplagen: Der Hauri Ushekka will ihm seinen Vorrat wertvoller Hyperkristalle rauben. Der Gleitertaxipilot Cajanthas hängt wie eine Klette an Kirmizz und wird fast zu einem Gefährten für ihn - soweit das bei dem emotionslosen "Stolzen Herrn" überhaupt möglich ist. Kirmizz sucht die Gefahr, denn er hat erkannt, dass er nur in extremen Stresssituationen Zugang zu seinen Paragaben und zu seinen verlorenen Erinnerungen hat. Und Gefahr ist schon im Anzug, denn Ushekka erhält Unterstützung durch einen Hauri-Wasserträger. Die Hauri werden nach dem Genuss von Wasser, das für ihren Metabolismus eine starke Droge ist, zu unaufhaltsamen Kampfmaschinen. Sie überfallen Kirmizz und bringen ihn trotz seiner enormen Körperkräfte in Lebensgefahr. Nicht einmal durch den "Schmerzruf" kann Kirmizz sie aufhalten. Nach hartem Kampf entkommt er - und durch die Todesangst hat er seine Erinnerungen zurückgewonnen.

Nach der Fertigstellung von Camp Sondyselene treffen weitere Friedensfahrer auf Vibe-Lotoi ein, darunter auch einige alte Bekannte Kantirans wie Polm Ombar. Der Revisor bringt die anderen Friedensfahrer auf den aktuellsten Stand der Ereignisse in der Milchstraße. So erfährt Kantiran vom grausigen Schicksal seines Halbbruders Roi Danton. Auch Alaska Saedelaere erscheint und berichtet von seinen Beobachtungen. Die Friedensfahrer beschließen, dass sie nach Kirmizz suchen wollen, denn durch seine Gefangennahme könnten wichtige Erkenntnisse über TRAITOR gewonnen werden. Allerdings suchen auch die Chaosmächte bereits nach dem künftigen Piloten VULTAPHERS: Ein Chaos-Geschwader erscheint über Vibe-Lotoi. Camp Sondyselene bleibt unentdeckt, denn die starken energetischen Ausstrahlungen der nahen Hauptstadt überdecken die Emissionen des Stützpunkts. Als das Chaos-Geschwader wieder abgezogen ist, machen die Friedensfahrer sich auf die Suche nach Kirmizz. Die Nachricht über die vielen Todesfälle, die er durch den Schmerzruf verursacht hat, ist ein wichtiger Hinweis auf seinen Aufenthaltsort.

Kommentar:

Die Handlung dieses Romans lässt sich kurz zusammenfassen, aber das heißt nicht, dass der Roman inhaltslos oder langweilig wäre. Das Gegenteil ist der Fall, denn der Roman bezieht seinen Unterhaltungswert nicht so sehr durch die geschilderten Ereignisse, sondern durch die Darstellung der Hauptpersonen. Dabei finde ich die Kirmizz-Kapitel trotz aller Thurner-typischen (teilweise vielleicht etwas übertriebenen) Exotik von Schauplätzen und Charakteren weniger interessant. Ich frage mich allerdings, warum die Hauri so sehr hinter Kirmizz her sind. Geht es wirklich nur um die paar Hyperkristalle, die er dabei hat, oder ist mehr im Spiel? Immerhin waren die Hauri vor einigen Jahrhunderten selbst Diener der Chaosmächte…

Viel schöner finde ich auch diesmal wieder die Kapitel mit den Friedensfahrern, insbesondere mit Kantiran und Cosmuel Kain. Der arme Kant versinkt schon gleich zu Anfang des Hefts im Anblick der Angebeteten, die es aber gar nicht leiden kann, so angestarrt zu werden. Dann muss er sich bei ihr unbeliebt machen, indem er ihre Entscheidung über den Standort des Camps revidiert. Zu allem Überfluss erscheint auch noch Ejdu Melia, eine Friedensfahrerin, mit der Kant mal eine Affäre hatte. Ich finde das Hin und Her der Gefühle zwischen Kant und Cosmuel sehr amüsant - allerdings wird es Zeit, dass das Verhältnis der beiden mal geklärt wird, sonst könnte genau dieses Geplänkel auch bald langweilig werden.

Es gibt noch eine ganze Reihe kleiner Szenen, die zeigen, wie man den Charakter einer Figur mit wenigen Worten treffend beschreiben kann. Zum Beispiel tritt Alaska nur einen ganz kleinen Schritt zur Seite, als Cosmuel ihn umarmen will. Da muss man nicht zeilenlang erklären, dass der Maskenträger ein etwas kontaktgestörter Eigenbrötler ist, dem körperliche Nähe nicht behagt…

J. Kreis, 21.10.2006


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