Perrypedia
Online-Lexikon
zur PR-Serie
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2353
Weiter zu Nr. 2355


Perry Rhodan Nr. 2354: Kolonnen-Geometer

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Jaghiro Ackan vom insektoiden Volk der Oahm'Cara wird zum Kolonnen-Geometer ausgebildet. Die Kolonnen-Geometer bereiten die Zielobjekte der Terminalen Kolonne für die Endverwertung vor. Andere Aufgaben haben sie nicht, weshalb man sie an Bord der Kolonnen-Fabriken, in denen sie praktisch ihr gesamtes Leben verbringen, als nutzlosen Ballast oder sogar als Schmarotzer betrachtet. Sie leben in labyrinthartig verzweigten Gangsystemen aus organischem Material, sind in verschiedene Stämme untergliedert und stammen alle von der "Mutter aller Eier" ab, einer Matriarchin, die 30 Generationen lang als einziges Weibchen für Nachwuchs sorgt. Die Oahm'Cara werden erst aktiv, wenn die so genannten Nega-Ziele der Kolonne erreicht sind. Dann setzen sie ihre Paragabe ein: Den Geometer-Sinn, der sie befähigt, sich in jeder Situation und in jedem Kontinuum - selbst im Hyperraum - perfekt zu orientieren.

Jaghiro ist jung und muss noch viel lernen. Während der aus 88 Kolonnen-Fabriken bestehende Schiffsverband, in dem sein Volk seit unzähligen Generationen lebt, sich dem Nega-Ziel Hangay nähert, erprobt Jaghiro seine Fähigkeiten bei verschiedenen Trainingsmissionen, die unter anderem auch von den Awour überwacht werden - Agenten der Kosmokraten werden in den Reihen der Terminalen Kolonne vermutet. Jaghiro macht sich über die Galaxien der Lokalen Gruppe kundig, deren Bewohner als besonders gefährlich gelten, weil es ihnen vor einigen Jahrhunderten gelungen ist, eine schnelle Eingreiftruppe TRAITORS zu besiegen: Den Dekalog der Elemente. Jaghiro wird immer wieder von Arfyss E'lhacc drangsaliert, einem Außenseiter in seinem Alter, der sich für etwas Besseres hält und auch vor unlauteren Mitteln nicht zurückschreckt, um bei den Prüfungen besser abzuschneiden als Jaghiro. Arfyss wird auch zum Nebenbuhler um die Gunst einer jungen weiblichen Oahm'Cara, in die Jaghiro sich verliebt hat.

Nach der Hyperimpedanz-Erhöhung kommt für Jaghiros Volk endlich der Einsatzbefehl. Die Kolonnen-Geometer sollen sich zur Milchstraße begeben, um dort den ersten Probelauf zur Umwandlung der am besten geeigneten Himmelskörper in Kabinette des Chaotenders VULTAPHER durchzuführen. Ihr Ziel ist Xölyar, ein Mond des Planeten Drorah. Das gesamte Fabrik-Ensemble fliegt ins Akon-System, doch Jaghiro erreicht das Ziel nicht. Arfyss lockt ihn in einen Hangar, dessen Tor er dem Vakuum öffnet. Jaghiro wird ins All gewirbelt und stirbt.

Kommentar:

Die ganze Geschichte um Jaghiro und seinen Widersacher Arfyss ist ebenso langweilig wie undurchsichtig. Ich verstehe die Motive des Außenseiters nicht (vielleicht hat ja jemand der geneigten Leserschaft eine Idee und kann mich aufklären) und ich habe auch nicht so recht begriffen, welche Rolle Ovo (Jaghiros Angebetete) in dieser Farce spielt. Hat sie sich mit Arfyss verbündet oder wurde sie von diesem gezwungen, Jaghiro in die Falle zu locken? Ist Arfyss vielleicht der Verräter, d.h. der Agent der Kosmokraten, den die Awour offensichtlich bei den Kolonnen-Geometern vermuten?

Wenn der Roman nicht völlig durchfällt, dann liegt das nur an den neuen Informationshäppchen. So wird der Dekalog der Elemente als schnelle Eingreiftruppe TRAITORS bezeichnet. Das passt ins Gesamtbild, denn bei der Ausdehnung der Terminalen Kolonne wäre es ja sehr ungewöhnlich, wenn die Terraner ihr nie zuvor begegnet wären. Man erfährt auch, dass die Terminale Kolonne schon lange vor dem Hyperschock in Hangay zumindest präsent gewesen sein muss.

Übrigens frage ich mich, wie die Terminale Kolonne - die doch sonst so bedacht auf die perfekte Ausbeutung aller denkbaren Ressourcen ist - es sich leisten kann, ein ganzes Volk für Tausende von Jahren durchzufüttern, nur um es dann das eine oder andere Mal für kurze Zeit und für ganz bestimmte Tätigkeiten einzusetzen. Da wäre es doch einfacher und effizienter, die Oahm'Cara auf Eis zu legen und sie erst kurz (also vielleicht eine Generation) vor Erreichen eines Nega-Ziels aufzuwecken. Oder sie dann zu klonen. Na, egal.

Nach PR 2352 erwartet die Kolonnen-Geometer auf Drorah übrigens ein böses Schicksal. Wenn ich den genannten Roman richtig verstanden habe, kommen alle Kolonnen-Geometer, die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Planeten befinden, beim Anschlag auf den Impuri-Turm ums Leben.

J. Kreis, 30.09.2006


Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2353
Weiter zu Nr. 2355