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Perry Rhodan Nr. 2352: Griff nach Drorah

Autor: Hans Kneifel

Inhalt

Das akonische Reich ist fest im Griff der Terminalen Kolonne. Drorah wurde von Mor'Daer besetzt, alle Ratsmitglieder sind entweder tot oder im Untergrund. Es gibt keine Regierung, die Bevölkerung muss improvisieren, um zu überleben. Seit der Verkündung der TRAITOR-Direktive geht es mit Gesellschaft und Wirtschaft im Blauen System rapide bergab. Nur noch Reste des Energiekommandos leisten Widerstand und liefern sich heftige Kämpfe mit den Besatzern, wobei sie keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nehmen. Am 26. Juli 1345 NGZ stirbt Solina Tormas bei einem dieser Gefechte - sie ist als Unbeteiligte zugegen, als ein Gleiter abstürzt und sie tödlich verletzt. Ihr Kommandant Jere tan Baloy, dessen Schiff LAS-TOÓR nach der Verkündung der Direktive zur Landung auf Drorah gezwungen worden ist und der seitdem zu Nichtstun und Langeweile verurteilt war, kann Solina nicht retten. Ihr Tod und die Grausamkeit TRAITORS wecken in ihm Hassgefühle und den Wunsch nach Rache.

Jere und einige andere Schiffskameraden werden von Dorn Tevomor aufgesucht. Der Führer einer Protestbewegung hat seit etwa neun Monaten ein geheimnisvolles Päckchen in Besitz, das der Ma'Tam des akonischen Rates ihm übergeben hat. Jere, Eniva ta Drorar und andere ehemalige Besatzungsmitglieder der LAS-TOÓR untersuchen das Objekt. Es stellt sich heraus, dass es sich um einen Signalgeber für mehr als 4000 Sprengladungen handelt, die an allen wichtigen Punkten Drorahs gelegt worden sind. Als Jere das Gerät testet, vernichtet er auf diese Weise unabsichtlich eine High-Tech-Fabrik, wobei viele Akonen sterben. Damit sich so etwas nicht wiederholt, benötigt er vollen Zugriff auf alle Funktionen des Geräts, aber das ist nur mit einem Code des Energiekommandos möglich. Praktischerweise hat Eniva vor kurzem den Agenten Taje Karoon-Baal kennen gelernt, der sich seit einer im Einsatz erlittenen Verletzung in einer Rehaklinik befindet.

Eniva spielt den Lockvogel, so dass Taje entführt werden kann. Er ist allerdings auch freiwillig bereit, Jeres Gruppe zu helfen und sich ihr anzuschließen. Mit Tajes E-Kom-Code hat Jere die Möglichkeit, 4419 Zielobjekte auf Drorah nach Belieben zu vernichten. Gelegenheit dazu bekommt er, als der Dunkle Obelisk am 2. August seine eigentliche Tätigkeit aufnimmt. Eine drei Kilometer durchmessende kuppelförmige Zone absoluter Finsternis entsteht um ihn herum, außerdem emittiert er Impulse, die eine suggestive, desorientierende und Schmerz verursachende Wirkung haben. Dorn, der schon seit Tagen auf dem Platz vor dem Ratspalast demonstriert hat (jedoch ignoriert worden ist), verliert durch diese Impulse sein Leben. Jere versucht den Ratspalast zu sprengen, in dessen Nähe der Obelisk steht, aber die Impulse des Signalgebers können die Dunkelzone offenbar nicht durchdringen. Jere wählt ein anderes Ziel: Einen Turm, in dem die erst jüngst auf Drorah eingetroffenen Kolonnen-Geometer sich befinden. Der Anschlag ist erfolgreich: Der Turm wird völlig vernichtet.

Jeres Leute können sich nicht lange freuen, denn noch am selben Abend materialisieren 20 gigantische Objekte im Blauen System. 14 davon sind Kolonnen-Fähren, die Abertausende Traitanks an Bord haben…

Kommentar:

Ich muss gestehen, dass ich erwartet hatte, einen völlig verkneifelten Roman ertragen zu müssen. Ich wurde jedoch angenehm überrascht: Die Geschichte ist gut lesbar, was möglicherweise zu einem Großteil daran liegen kann, dass es sich bei den Hauptpersonen des Romans um gute alte Bekannte aus dem Lemuria-Taschenbuchzyklus handelt, die auch schon PR 2324 (der ebenfalls aus Kneifels Feder stammt) erträglich gemacht haben. Nur schade, dass Solina ins Gras beißen musste.

Man weiß zwar immer noch nicht so recht, was die Traitoristas denn eigentlich für Pläne mit Drorah haben, d.h. was konkret mit dem Planeten passieren soll. Immerhin - das Fernziel (die Erschaffung eines Chaotenders) ist ja jetzt bekannt. Dass die TRAITOR-Direktive zur allmählichen Verarmung der Betroffenen führen würde, war ebenfalls klar. Stellt sich nur die Frage: Welches Interesse kann TRAITOR haben, dass ein Planet, der mal in einen Chaotender eingegliedert werden soll, zugrunde gerichtet wird? Das scheint mir unlogisch zu sein.

J. Kreis, 16.09.2006


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