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Perry Rhodan Nr. 2347: Die Heiße Legion

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Für Alaska Saedelaere und Kantiran steht fest, dass das alte Patronat der Friedensfahrer abtreten muss, wenn die Organisation geschlossen gegen die Negasphäre kämpfen soll. Damit es nicht zu einer Abspaltung der AGN kommt, soll Chyndor gegen den jetzigen Patron Borgin Sondyselene kandidieren. Der Heesorter ist von dieser Idee allerdings nicht begeistert. Nichtsdestotrotz macht man sich gemeinsam auf den Weg zur Vollversammlung der Friedensfahrer im Rosella-Rosado-System. Wie üblich werden die Ankömmlinge von der Heißen Legion kontrolliert. Auch Cosmuel Kain muss sich dieser Prozedur unterziehen, wenn sie wirklich Friedensfahrerin werden will. Plötzlich verschwindet sie! Scheinbar hat die Heiße Legion einen Feind der Friedensfahrer in ihr erkannt und sie eliminiert. Das glaubt jedenfalls Chyndor. Kantiran, der sich selbst gegenüber gerade erst eingestanden hat, dass er die Cyno liebt, kann das nicht akzeptieren. Er verlangt eine offizielle Untersuchung des Vorfalls, hat mit diesem Ansinnen aber keinen Erfolg, denn die Aktivitäten der Heißen Legion stehen nicht zur Diskussion.

Doch Kantiran lässt nicht locker. Nach dem ersten ergebnislosen Tag der Vollversammlung (Borgin Sondyselene bekräftigt einmal mehr den festen Willen des Patronats, nicht in die aktuellen Ereignisse einzugreifen) überredet Rhodans Sohn seinen Freund Alaska Saedelaere, nach Cosmuel Kain zu suchen. Er glaubt, die Heiße Legion müsse irgendwo in der Mondkette der Friedensfahrer so etwas wie eine Basis haben. Mit Hilfe des Vektor-Helms gelingt es dem Maskenträger tatsächlich, den Weg der Heißen Legion zurückzuverfolgen. Die Spur führt zu einem verbotenen Mond des Systems. Dort entdecken die beiden ein unter Gestein begrabenes, mehrere Kilometer großes Raumschiff, das aus dem gleichen Material besteht wie die OREON-Kapseln. An einer Stelle ist dieses undurchdringliche Material degeneriert und hat sich in Quarzsand verwandelt. Hier können Kantiran und Alaska eindringen. Im Inneren des Schiffes begegnen sie einem Schwarm der Heißen Legion, der die Gestalt Cosmuel Kains annimmt.

Kantiran und Alaska erfahren, dass das von ihnen entdeckte Schiff den Namen YRKADA trägt und seinerzeit gemeinsam mit den Enthonen nach Rosella-Rosado geflohen ist. Es ist ein Schlachtschiff des LICHTS VON AHN - und seine Besatzung hat aus Cynos bestanden. Aus unbekannten Gründen haben diese Cynos sich in die Heiße Legion verwandelt und dabei fast alle Erinnerungen verloren. Erst die Begegnung mit Cosmuel Kain hat diese Erinnerungen teilweise wieder belebt. Jetzt wollen sich die ehemaligen Cynos in ihrer Artgenossin manifestieren, um wieder körperlich werden zu können. Kantiran, der wohl zu Recht befürchtet, dass Cosmuel dann nicht mehr sie selbst wäre, redet der Heißen Legion ins Gewissen. Angesichts der Bedrohung durch die neue Negasphäre darf die Heiße Legion ihre Aufgabe, das Rosella-Rosado-System zu bewachen, nicht vernachlässigen. Nachdem die ehemaligen Cynos Kantirans Angaben überprüft haben, willigen sie ein und geben Cosmuel Kain frei. Sie erholt sich bald wieder.

Währenddessen begibt Chyndor sich zum Kapellenmond und sucht Borgin Sondyselene auf. Chyndor kündigt an, er werde als Kandidat für ein neues Patronat antreten und sei sich aufgrund der Unterstützung des Revisors sicher, Borgin stürzen zu können. Chyndor gibt Borgin jedoch die Gelegenheit, selbst zurückzutreten. Borgin nimmt diese Gelegenheit wahr. Er hat erkannt, dass niemand der Bedrohung durch die Chaosmächte einfach dadurch entgehen kann, dass er die Augen davor verschließt. So erklärt Borgin am Folgetag offiziell die Auflösung des alten Patronats. Er legt die gesamte Friedensfahrertechnik in die Hände seiner Nachfolger, die in den nächsten Tagen mit Zustimmung der Heißen Legion gewählt werden. Erwartungsgemäß wird Chyndor zum neuen Patron ernannt, Kantiran wird zu einem seiner Garanten. Ansonsten ändert sich an der Organisation der Friedensfahrer nicht viel, allerdings kann die Vollversammlung jetzt mit Zweidrittelmehrheit Beschlüsse fassen, die auch für das Patronat bindend sind. Der Patron hat kein Vetorecht mehr.

Borgin Sondyselene nutzt die neu gewonnene Freiheit, um sich auf die Suche nach seiner verlorenen Tochter Samburi Yura zu machen.

Kommentar:

Ich kann mich nur wiederholen: Kantiran ist mir richtig sympathisch geworden. Das liegt daran, dass er sinnvoll eingesetzt wird. Früher war er eigentlich nur eine quengelige Nervensäge voller Selbstmitleid. Man hatte immer den Eindruck, als wüssten die Autoren nicht so recht, was sie mit ihm machen sollten und warum er überhaupt existiert. Jetzt hat er zwar durchaus noch Schwächen, aber die stehen nicht im Vordergrund. Oder sie führen zu guten Ergebnissen. Zum Beispiel hat Kantiran offensichtlich ein Problem damit, fremde Autorität anzuerkennen. Also ist er prädestiniert dafür, die festgefahrenen Strukturen der Friedensfahrer aufzumischen. Diesmal führt seine Sorge um Cosmuel Kain dazu, dass er das Recht der Heißen Legion in Frage stellt, eigenmächtig über Wohl und Wehe eines jeden Besuchers im Rosella-Rosado-System zu entscheiden. Er hakt nach und verlangt, die Heiße Legion solle ihre Entscheidung begründen. Richtig so, würde ich sagen, denn es wäre ja auch noch schöner, wenn irgendeine Ordnungsmacht völlig willkürlich und nach Belieben verfahren könnte, ohne sich jemals für ihre Taten rechtfertigen zu müssen! Dass Kantiran mit seinen Bemühungen keinen Erfolg hat, wirft dann wiederum ein ziemlich schlechtes Licht auf die Enthonen. Immerhin sind die am Ende dann doch zu der Erkenntnis imstande, dass es so nicht weitergehen kann.

Die Heiße Legion (bekloppter Name übrigens, wie ich finde) besteht also aus Cynos, die sich irgendwie in eine andere Zustandsform transformiert haben. Eine Erklärung dafür, wie das geschehen konnte, dürfen wir wohl nicht erwarten. Aber eine Erklärung für das wiederholte Auftauchen von Cynos - und ich rede jetzt nur vom aktuellen Zyklus, über vergangene Zyklen breiten wir besser den Mantel des Schweigens - sollte allmählich aber doch mal geliefert werden. Man bedenke: Die Cynos waren vermutlich schon vor 20 Millionen Jahren zusammen mit ARCHETIM an der Retroversion einer Negasphäre beteiligt und haben selbst vor 2500 Jahren noch gemeinsam mit einer anderen Superintelligenz den Herrn der Elemente bekämpft…

Kleine Frage am Rande: Wer hat Cosmuel Kain eigentlich erlaubt, sich um eine Mitgliedschaft in den Reihen der Friedensfahrer zu bewerben? Die gute Frau ist immer noch TLD-Agentin - wurde sie auf unbestimmte Zeit beurlaubt oder gar entlassen? Ich denke nicht! Eigentlich ist sie also als Deserteurin zu bezeichnen. Vielleicht sollte sie das bei Gelegenheit einmal klären, sonst könnte sie Ärger kriegen, wenn sie nach Terra zurückkehrt.

J. Kreis, 13.08.2006


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