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Perry Rhodan Nr. 2346: Chyndors Weg

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Alaska Saedelaere und Kantiran kehren nach Terra zurück und berichten dem Nukleus von ihrem Fehlschlag. Der Nukleus ist entsetzt und spricht von einer Katastrophe, denn sollte es nicht gelingen, die Retroversion der Negasphäre einzuleiten, wäre die Milchstraße verloren. Der Nukleus fordert, die gesamte Organisation der Friedensfahrer müsse sich auf die Seite der Terraner stellen. Alaska und Kantiran sollen das veranlassen. Die beiden glauben zwar nicht, dass sie Aussicht auf Erfolg haben, machen sich aber auf den Weg. Vor ihrem Aufbruch werden sie von der TLD-Agentin Cosmuel Kain angesprochen. Die junge Frau will Friedensfahrerin werden und versucht, die beiden Männer um den Finger zu wickeln. Alaska erkennt, dass sie ein Geheimnis hat: Sie ist eine Cyno. Deshalb nimmt er sie zu Kantirans Ärger mit auf die FORSCHER. Cosmuel berichtet, sie habe bisher nichts von ihrer Abstammung geahnt. Diese sei ihr erst bewusst geworden, als sie im Trivid die Worte ARCHETIM und Negasphäre gehört habe. Kantirans anfängliche Abneigung verwandelt sich allmählich in etwas anderes - Cosmuel erinnert ihn an seine verlorene Liebe Thereme…

Nachdem sie vom Bahnhof Devolter II aus eine Vollversammlung der Friedensfahrer einberufen haben, erfahren Alaska und Kantiran vom vermeintlichen Tod ihres Kollegen Chyndor. Er und einige andere Friedensfahrer haben seltsame Vorfälle im Fantamagula-System beobachtet. Das System liegt in einer Kleingalaxie in der Nähe von Andromeda. Dort leben die Dinath, ein Volk von Lemurerabkömmlingen, welches die Friedensfahrer unterstützt. In der Nähe des Systems haben sich zwei unbekannte Raumschiffe bekämpft. Eines wurde dabei vernichtet, das andere ist auf der Zentralwelt der Dinath abgestürzt. Seitdem bekämpfen sich die Dinath mit beispielloser Brutalität untereinander, außerdem erscheinen in dem System immer wieder wandernde Zonen absoluter Schwärze, die ganze Flottenteile verschwinden lassen. Chyndor ist offenbar bei dem Versuch, in das System einzufliegen, von einer dieser Schwarz-Zonen verschlungen worden. Tatsächlich musste er aber auf dem Planeten Dina Baca notlanden, seine OREON-Kapsel wurde vernichtet. Als Alaska und Kantiran im Fantamagula-System eintreffen, versucht Chyndor gerade vergeblich, zur Absturzstelle der fremden Einheit vorzudringen. Die desorientierende und aggressiv machende "Wahnsinnsstrahlung" ist aber selbst für ihn zu viel. Es gelingt ihm lediglich, mit seiner Paragabe eine kleine Zone der Ruhe zu schaffen, in der die Dinath wieder zu sich selbst kommen.

Alaska fühlt sich angesichts der Schwarz-Zonen sofort an das Element der Finsternis erinnert, das einst von Kazzenkatt entfesselt worden ist und den Zeroträumer danach verschlungen hat. Zusammen mit Kantiran und Cosmuel Kain landet er auf Dina Baca. Alaska dringt mit Hilfe des Vektor-Helms bis zu dem fremden Wrack vor. Er erkennt, dass er es mit einem Dunklen Ermittler zu tun hat, und dass diese Wesen Abkömmlinge des Elements der Finsternis sind. Der Dunkle Ermittler kann ohne sein Schiff nicht existieren, und nur sein Schiff kann die von ihm emittierte Wahnsinnsstrahlung blockieren. Währenddessen nähert sich ein zweiter Dunkler Ermittler dem System. Es ist Cosmuel Kains Eingreifen zu verdanken, dass die Friedensfahrer rechtzeitig fliehen können - die Cyno wird von der Ausstrahlung des Dunklen Ermittlers nicht beeinträchtigt. Bevor die FORSCHER die Flucht in den Hyperraum antritt, kann noch beobachtet werden, wie der gerade eingetroffene Dunkle Ermittler seinen abgestürzten Artgenossen vernichtet. Damit endet auch das im Fantamagula-System ausgebrochene Chaos.

Kommentar:

Auf der LKS wird Christian Montillon, der Autor dieses Romans, im Autorenteam begrüßt. Das heißt wohl, dass er kein Gastautor ist, sondern zu den Stammautoren gehört. Man kennt ihn aus der zu Ende gehenden neuen Atlan-Serie. Sein Einstand dort war der 7. Roman des Lordrichter-Zyklus. Sein erster PR-Roman ist gut lesbar, vor allem schafft auch Montillon es, Kantiran weiter zu einer Figur auszubauen, die mir immer sympathischer wird. Wie es scheint, hat Rhodans jüngster Sohn Gefallen an Cosmuel Kain gefunden. Kein Wunder, wo sie als Cyno-Frau doch vermutlich in seinen Augen so aussieht, wie es seinem Idealbild von einer Frau entspricht.

Ich frage mich übrigens, warum in den letzten drei Zyklen immer wieder Cynos auftauchen mussten. Haben wir es hier wieder einmal mit einem der berüchtigten "Langzeitpläne" irgendeiner höheren Instanz zu tun? Es ist jedenfalls schon auffällig, dass Cosmuel Kain ausgerechnet in Terras schwärzester Stunde plötzlich bemerkt, dass sie kein Mensch ist.

Alaska setzt den Vektor-Helm ein, um den Dunklen Ermittler zu erreichen. Dabei ist mir eingefallen: Wenn der Helm es ihm schon ermöglicht hat, sich in ARCHETIMS HORT zu orientieren, warum hat er diese Gelegenheit dann nicht genutzt, um weiter in dieses Gebäude vorzudringen? Wer weiß, welche wichtigen Informationen er dort hätte gewinnen können!

Dass die Dunklen Ermittler ein Geheimnis haben, wussten wir ja schon. Neu ist, dass sie offenbar untereinander zerstritten sind, und dass sie sich vermutlich aus dem Element der Finsternis entwickelt haben. Warum sie den Terranern helfen, kann ich mir noch nicht recht vorstellen.

J. Kreis, 06.08.2006


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