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Perry Rhodan Nr. 2345: Im Clateaux der Zeiten

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Alaska wird von Kalvare gerettet - die Gefährtin des jüngst aus dem Leben geschiedenen Báalols Amba Vatony hatte die Friedensfahrer ins Archiv begleitet, jetzt verstärkt sie ihre Schutzschirme mit ihren Anti-Kräften. So erklärt sich auch die Überaktivität des Cappin-Fragments. Nach dieser Episode fliegen die Gefährten mit der FORSCHER die Position der Welt an, die sie für Oaghonyr halten, den Sitz der Superintelligenz ARCHETIM. Der Schohaake Mengo Soffix ist aufgeregt wie ein Kind. Am Ziel angekommen, erwachen sogar verschüttete Erinnerungen an längst vergangene Zeiten in ihm. Curcaryen Varantir ist weniger zuversichtlich. Die zunächst erfolglose Suche nach dem Clateaux der Zeiten scheint ihm Recht zu geben, aber dass es sich bei dieser Welt tatsächlich um Oaghonyr handelt, ist unübersehbar: ARCHETIMS HORT, das gewaltige schraubenförmige Bauwerk, ist schnell gefunden.

Während Kantiran und Mengo nach dem Clateaux der Zeiten suchen, wagen Alaska und Curcaryen den Aufstieg auf den HORT. Sie kommen allerdings nicht weit, denn unerklärliche hyperenergetische Einflüsse nehmen ihnen die Orientierung. Dann wird endlich auch das Clateaux der Zeiten entdeckt; die Planetenoberfläche hat sich in den letzten 20 Millionen Jahren verändert und das Bauwerk steht jetzt an einem anderen Ort. Die Ernüchterung folgt auf dem Fuße: Die Inkarnationen sind stumm, Mengo erhält keinen Kontakt zu ihnen. Curcaryen nimmt Messungen vor und findet die Erklärung für das Schweigen der "versteinerten" Schohaaken: Das ganze Clateaux liegt unter einer Art Schutzfeld, das den Zerfall der Anlage verhindert. Dieses Feld scheint den Inkarnationen in einer Art Wechselwirkung die psionische Energie zu entziehen. Die Gefährten haben keine Wahl - sie müssen das Feld deaktivieren. Damit werden die Inkarnationen zwar zugänglich, gleichzeitig beginnen sie und das gesamte Clateaux jedoch rasend schnell zu zerfallen.

Mengo gewinnt keine entscheidenden Informationen. Anders sieht es mit Curcaryen aus, der Kontakt zu einer von drei Algorrian-Inkarnationen erhält (die beiden anderen bleiben für ihn stumm). So werden ihm die Lebenserinnerungen des Potenzial-Architekten Fendérlen Kószondyr zuteil. Er war einer von vielen Algorrian und anderen Wesen, die im Auftrag ARCHETIMS an der Erschaffung des Vektor-Helms gearbeitet haben. Dieser Helm, konstruiert von dem Algorrian Gorgerain Varantir und erschaffen aus einem hyperenergetischen Potenzialfeld, sollte Bestandteil der Nachtlicht-Rüstung werden. Den Verwendungszweck dieser Rüstung kannten die Algorrian allerdings nicht. An dieser Stelle wird Curcaryen von Kantiran aus der Trance gerissen, denn Alaska ist verschwunden. Der Maskenträger ist von einer seltsamen Erscheinung, die die Gestalt einer kleinen Windhose hat und die ein Wächter des Clateaux zu sein scheint, in eine andere Dimension gebracht worden.

Alaska erhält Kontakt zu dem Wesen. Sein Name ist Alparaxxon-im-Dämmer, und er ist möglicherweise so etwas wie die Summe des Psi-Potentials aller Inkarnationen, die ihm gleichzeitig als "Anker" dienen. Jetzt, da die Inkarnationen zerfallen, geht dieser Anker verloren. Das wäre Alparaxxons Ende. Es gelingt Alaska, das geheimnisvolle Wesen mit den Ausstrahlungen seines Cappin-Fragments zu ARCHETIMS HORT zu lotsen. Dort kann es sich weiterhin halten. Im HORT droht Alaska die Orientierung zu verlieren, doch Alparaxxon rettet ihn. Dabei stößt Alaska auf den Vektor-Helm und nimmt ihn an sich. Derweil werden Kantiran und Curcaryen Zeuge, wie die Algorrian-Inkarnationen zerfallen. Jetzt begreift Curcaryen, warum er bei zweien keinen Kontakt erhalten hat: Es scheint sich um Cynos zu handeln, denn nach dem Zerfall bleiben zwei Obelisken zurück, die keinen Schatten werfen…

Da weitere Erkenntnisse nicht zu gewinnen sind, machen die Gefährten sich auf den Rückweg nach Devolter II.

Kommentar:

Durch diesen Roman werden einige interessante Fragen aufgeworfen. Wofür brauchte ARCHETIM zum Beispiel eine ausgerechnet für Humanoide zugeschnittene Rüstung, deren Helm es Lebewesen des drei- bzw. vierdimensionalen Kontinuums ermöglicht, sich in einer höherdimensional erweiterten Umgebung zurechtzufinden? Haben wir es wieder mal mit einer Zeitschleife zu tun, d.h. wusste ARCHETIM vielleicht schon vor 20 Millionen Jahren, dass ein Terraner die Rüstung einmal gut gebrauchen können würde? Kann man mit so einer Rüstung möglicherweise in eine Negasphäre eindringen? Man beachte, dass die Algorrian aus den hyperenergetischen Potenzialfeldern, die offenbar zur Herstellung wenigstens des Helms benötigt wurden, auch die Zeitbrunnen erschaffen haben… Außerdem wird für die Produktion ein Verfahren eingesetzt, das als "Vakupressur" bezeichnet wird. Erinnert uns das nicht an die Vakupressor-Dome in den Kosmischen Fabriken, in denen Ultimater Stoff gewonnen wird?

A propos Negasphäre. Wo mag Tare-Scharm, ehemalige Wirkungsstätte ARCHETIMS, wohl liegen? Nennt man diese Galaxie heute womöglich Hangay und ist dort schon einmal beinahe eine Negasphäre entstanden?

Weiter wäre es interessant zu wissen, ob die Tatsache von Bedeutung ist, dass ein Urahn Curcaryen Varantirs an der Erschaffung der Nachtlicht-Rüstung beteiligt war, und in welcher Beziehung die Cynos zu ARCHETIM gestanden haben. Dumm nur, dass für die Terraner derzeit keine Cynos "greifbar" sind.

Abgesehen von diesen Fragen, über die ich noch ein wenig nachdenken muss, bietet der Roman kaum Unterhaltungswert. Der Cliffhanger wird in typischer Weise aufgelöst. Rettungen in letzter Sekunde von dieser Art kennt man aus den alten TV-Serials mit Buck Rogers und Flash Gordon. Curcaryen ist ruppig wie eh und je - eins der wenigen Highlights des Romans. Was mir nach wie vor gut gefällt, ist der "neue" Kantiran. Er ist definitiv erwachsen geworden und könnte zu einer meiner Lieblingsfiguren werden.

J. Kreis, 30.07.2006


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