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Perry Rhodan Nr. 2344: Die Rebellen von Trakarat

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Der Nukleus hat sich erholt und spricht zu den auf der Isla Bartolomé versammelten Terranern. Er macht ihnen klar, dass es nur einen Weg gibt, TRAITOR wieder loszuwerden. Die Entstehung der Negasphäre muss verhindert oder rückgängig gemacht werden. Dann wird die Terminale Kolonne das Interesse an der Lokalen Gruppe verlieren und abziehen. Der Nukleus selbst weiß nicht, wie dieser Plan verwirklicht werden soll. Er hat vor einiger Zeit sogar bei den Pangalaktischen Statistikern vergeblich nachgefragt. Aber es gibt jemanden, der selbst an einer solchen Retroversion beteiligt war: ARCHETIM, die tote Superintelligenz, deren Korpus in der Sonne Sol ruht. Möglicherweise kennen einige der "Inkarnationen" im Clateaux der Zeiten auf dem Planeten Oaghonyr, ARCHETIMS Sitz, die Antwort. Allerdings gibt es zwei Probleme: Niemand weiß, wo Oaghonyr sich befindet, und die Inkarnationen geben ihre Erinnerungen nur an gleichartige Wesen weiter.

Alaska Saedelaere richtet eine Suchanfrage an NATHAN, aber auch das Mondgehirn kennt die Position Oaghonyrs nicht. NATHAN meint jedoch, die gesuchten Informationen könnten bei den Báalols zu finden sein, denn die so genannten Antis sind bekannt dafür, dass sie seit Jahrtausenden alle möglichen alten Mythen, Legenden und Informationen sammeln und archivieren. Das zweite Problem kann leicht gelöst werden, denn auf Terra leben ja viele Schohaaken. Allerdings gibt es im Clateaux der Zeiten bekanntlich auch die versteinerte Version eines Algorrian - und wenn jemand wirklich Bescheid wissen kann, wie eine Retroversion einzuleiten ist, dann ein Potenzial-Architekt. Also machen Alaska Saedelaere, Kantiran und der Schohaake Mengo Soffix sich mit der OREON-Kapsel zunächst auf den Weg ins Devolter-System, wo sie den alten Stinkstiefel Curcaryen Varantir einsammeln. Als Gegenleistung wird seiner Frau Le Anyante, die mit dem inzwischen auf 10 Kinder angewachsenen Nachwuchs auf Devolter II zurückbleibt, Zugriff auf die technischen Einrichtungen des Friedensfahrer-Bahnhofs gewährt.

Dann erkaufen Alaska und Kantiran sich mit einigen Hyperkristallen eine Passage auf einem Springerschiff nach Trakarat. Dort herrscht eine angespannte Situation vor, denn ein Kolonnen-Fort ist im Aptut-System stationiert und einige Familien Koda Ariel sind auf der Zentralwelt der Antis tätig. Als Alaska und Kantiran ankommen, wird das Cappin-Fragment des Maskenträgers plötzlich zu heftiger Aktivität angeregt. Grund dafür sind Experimente einer Gruppe von Báalols um Amba Vatony. Diese Gruppe besitzt einige mit dem geheimnisvollen IPEV-Psikolon durchzogene Anzüge, die die Psi-Kräfte der Antis enorm verstärken. Amba Vatony hat hochfliegende Pläne. Er glaubt, die Antis seien im Psi-Block stark genug, ganze Einheiten der Terminalen Kolonne zu übernehmen oder zu vernichten. Er will diese Dienste allen galaktischen Völkern anbieten und die Milchstraße auf diese Weise von der Terminalen Kolonne befreien. Während Alaska und Kantiran die Erlaubnis erhalten, die Archive zu durchsuchen, und dabei tatsächlich einen Hinweis auf die galaktische Position Oaghonyrs finden, schicken 20 Báalols sich an, die Besatzung eines Traitanks unter ihre mentale Kontrolle zu bringen.

Anfangs haben Amba Vatonys Leute tatsächlich Erfolg. Es gelingt ihnen, den Traitank zu betreten und ihn zum Kolonnen-Fort zu steuern. Sie wollen das Fort mit den Waffen des Traitanks vernichten. Doch dann erliegen die Báalols selbst einem Psi-Angriff. Möglicherweise werden sie durch einen Kolonnen-Motivator außer Gefecht gesetzt. Das Kolonnen-Fort schießt den Traitank ab. Ein zweiter Traitank nimmt den Bezirk Trakarats unter Feuer, an dem das andere Schiff gekapert worden ist - und genau dort befinden sich gerade Alaska und Kantiran. Rhodans Sohn entkommt, aber Alaska scheint von den Flammen eingeholt zu werden. Gleichzeitig spielt das Cappin-Fragment wieder verrückt. Alaska hat den Eindruck, als würde es sein Gesicht zerfressen…

Kommentar:

Ich weiß nicht - irgendwie kann ich mich mit diesem Roman nicht recht anfreunden. Ob es daran liegt, dass der Text mit vielen Fehlern, fehlenden Worten und ähnlichem gespickt ist? Oder stört mich die an manchen Stellen irgendwie holprig wirkende Erzählweise? Vielleicht ist auch der teils infantil-simple Schreibstil schuld daran. Die Lektüre war jedenfalls kein besonders großes Vergnügen, spannend war die Geschichte auch nicht gerade. Der Cliffhanger ist überflüssig, denn dass Alaska nicht gerade jetzt sterben wird, dürfte wohl klar sein. Wenigstens kommen die eigenwilligen Algorrian, meine Lieblings-Nebenfiguren, endlich mal wieder vor. Und sie benehmen sich auch gleich wieder so ruppig, wie ich es mag.

Übrigens: Hat schon jemals ein PR-Roman nicht mit "ENDE", sondern mit "FORTSETZUNG FOLGT" aufgehört? Kann mich nicht erinnern. Vielleicht ist das ja eine Premiere.

Der Nukleus spricht das aus, was ich schon vermutet habe. TRAITOR kann nicht besiegt werden. Ein Kampf gegen die Terminale Kolonne, der die Vertreibung oder Vernichtung dieses Feindes zum Ziel hat, ist zum Scheitern verurteilt. Nein, die Milchstraßenbewohner müssen sich klarmachen, dass ihre Position in den Plänen TRAITORS nicht so bedeutend ist, wie sie vielleicht dachten. Die Milchstraße ist nur eine Ressourcengalaxie von vielen - TRAITORS wahre Ziele liegen woanders. Priorität hat die Erzeugung der Negasphäre in Hangay. Wenn dieses Ziel nicht mehr erreicht werden kann, dann werden auch die Ressourcengalaxien nicht mehr benötigt. Bleibt zu hoffen, dass die Terminale Kolonne dann auch wirklich einfach so abziehen wird, ohne sich an den Galaktikern zu rächen. Immer vorausgesetzt natürlich, dass es gelingt, eine Retroversion einzuleiten. Und dass diese Retroversion dann auch endgültig ist, d.h. dass es dann definitiv nie wieder zur Entstehung einer Negasphäre kommen kann.

J. Kreis, 23.07.2006


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