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Perry Rhodan Nr. 2339: Ein halber Mensch

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Am 24. Februar 1345 NGZ erfüllt der RUFER seinen Zweck: Ein gigantisches, vorerst noch nicht näher erkennbares Objekt erscheint in seiner Nähe. Der RUFER selbst scheint bei diesem Vorgang schwer beschädigt zu werden, er driftet auf die Sonne zu, in deren Orbit er errichtet wurde.

Roi Danton und seine drei USO-Spezialisten werden derweil Zerberoff und dem Terminalen Herold vorgeführt. Roi Danton soll einer besonderen Bestimmung zugeführt werden, man transportiert ihn zu der Skapalm-Bark LUCRIFIR. Seine drei Gefährten haben für die Terminale Kolonne keinen weiteren Nutzen und werden erschossen.

Auf den Skapalm-Barken experimentieren die Kolonnen-Anatomen mit der gentechnischen und chirurgischen Veränderung aller Lebewesen, derer sie habhaft werden können. Die Produkte ihrer gewissenlosen Arbeit betrachten sie als Kunstwerke, aber viele Experimente schlagen fehl und führen zu monströsen Ergebnissen. Auch die Mikro-Bestien werden in den Skapalm-Barken gezüchtet, aber die herausragendste Schöpfung der Kolonnen-Anatomen sind Duale Wesen, wie Zerberoff eines ist. Auch Roi Danton soll zu solch einem unnatürlichen Gebilde umgewandelt werden. Yrendir, ein Mor'Daer - Kalbaron, soll zu seiner "anderen Hälfte" werden.

Während der vorbereitenden Untersuchungen treffen Roi Danton und Yrendir zusammen. Sie sind sich auf Anhieb unsympathisch. Als der Terraner begreift, was die Kolonnen-Anatome mit ihm vorhaben, denkt er über Selbstmord nach, denn eine Flucht scheint unmöglich zu sein. Offenbar haben die Kolonnen-Anatomen aber die Wirkung des Zellaktivators unterschätzt. Roi erwacht früher als geplant aus einer Narkose und kann sich befreien. Es gelingt ihm sogar, zwei Wächter zu überwältigen und mit den Energiemagazinen ihrer Waffen eine Explosion auszulösen, die sein Entkommen einige Zeit lang verschleiert. Danton flieht durch die Skapalm-Bark und erhält unerwartete Hilfe von Untar Gabu, einem Wesen, das einem leicht vergrößerten Haluter gleicht, aber nicht in der Lage ist, seine Körperstruktur zu verhärten. Offenbar haben die Kolonnen-Anatomen versucht, "echte" Bestien zu züchten, was ihnen aber nicht ganz gelungen ist. Untar Gabu ist Müllsammler, außerdem ist er ein trauriges, friedfertiges und sanftes Wesen. Er versteckt Danton in seiner primitiven Unterkunft und will ihm sogar zur Flucht aus der Bark verhelfen.

Derweil setzt Imarit Enkaraqon, Oberhaupt der Kolonnen-Anatomen, einen Trupp Mikro-Bestien auf Dantons Spur. Er steht unter Zeitdruck, denn Zerberoff hat seine Ankunft angekündigt: Der Duale Kapitän will die Entstehung eines neuen Dualwesens persönlich überwachen. Untar Gabu beschafft einen alten Mor'Daer-Schutzanzug für Danton. Er will den Terraner mit einer großen Müllkapsel, auf die niemand achten wird, ins All katapultieren. Als Danton ihm von den Halutern erzählt, bittet er darum, ihn begleiten zu dürfen. Danton ist einverstanden, aber die Flucht der beiden wird jäh durch einen Angriff der Mikro-Bestien gestoppt, die Untar Gabu bei lebendigem Leib zerreißen. Danton wird erneut gefangen genommen und umgehend der Operation zugeführt. Nichts kann ihn jetzt noch vor dem Schicksal bewahren, auseinander geschnitten und mit einem anderen Wesen zusammengefügt zu werden...

Kommentar:

Hui, das ist ja ein echter Knüller, mit dem Hubert Haensel da aufwarten darf. Noch ist Roi zwar nicht endgültig umgewandelt worden, aber der Titel des PR-Romans 2343 ("Dantyrens Qual") lässt den Schluss zu, dass der Ärmste tatsächlich zu einem Dualen Wesen wird. Dummerweise vergessen solche Wesen ihre eigene Vergangenheit vollkommen, wie man an Zerberoffs Beispiel gesehen hat. Man muss also befürchten, dass Danton einmal mehr seine Identität verlieren wird. Er ist wirklich vom Schicksal gebeutelt - kaum hat er sich von seinem "Torric-Trauma" erholt und in der USO eine neue Heimat gefunden, da geht's ihm schon wieder gehörig an den Kragen.

Ich finde es übrigens erstaunlich, dass die Expokraten sich tatsächlich mal wieder an einen der Unsterblichen heranwagen. Auch wenn Roi in den letzten Jahren nicht gerade eine der besten Rollen in der Serie hatte, so wird es doch sicher genug Leser geben, die der alten Zeiten wegen an ihm hängen. Man kann sich natürlich fragen, ob die Veränderung dauerhaft sein wird. Man stelle sich vor: Roi ist tatsächlich nur noch ein "halber Mensch", denn eine Körperhälfte wurde bzw. wird entfernt. Bleibt zu hoffen, dass die Kolonnen-Anatomen die "richtige" Hälfte, also die mit dem Zellaktivator, übrig lassen…

Was mir an diesem Roman gut gefällt, sind die Charakterstudien Zerberoffs und Roi Dantons. Ihre innere Qual wird gut herausgearbeitet. Ansonsten passiert ja eigentlich nicht viel - die Begegnung mit der so genannten "Makro-Bestie" stufe ich mal als Kuriosum ein, denn ich glaube nicht, dass Wesen dieser Art noch eine größere Rolle in diesem Zyklus spielen werden. Es ruft immerhin die Frage wieder in Erinnerung, wo die Terminale Kolonne wohl genug Genmaterial zur Erschaffung der Mikro-Bestien hergenommen hat. Es gibt dazu eine kleine Andeutung im Roman. So haben die Kolonnen-Anatomen offenbar schon seit längerer Zeit auch Experimente mit Terranern durchgeführt, die sie irgendwo geschnappt haben. Es ist sogar von Vivisektionen die Rede. Da könnte ihnen ja auch der eine oder andere Haluter in die Hände gefallen sein.

J. Kreis, 17.06.2006


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