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Perry Rhodan Nr. 2337: Unter Prophozeuten

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Im Hauptquartier der Neuen USO werden die erbeuteten Traitank-Trümmer untersucht. Da die Technologie der Terminalen Kolonne nach dem "Black-Box-Prinzip" gekapselt ist, konnte bisher kein Durchbruch erzielt werden. Es wurden jedoch vier völlig unbeschädigte, für Mor'Daer zugeschnittene Raumanzüge gefunden - und diese Anzüge sind mit Dunkelfeld-Projektoren ausgestattet. Getarnte Erkundungen sind dennoch nicht möglich, da jede Einheit der Terminalen Kolonne in der Lage ist, ein Dunkelfeld zu orten. Jetzt zahlen sich die Erkenntnisse aus, die im Jahre 1337 NGZ beim Antares-Riff gemacht worden sind, denn es wird beobachtet, dass Schiffe der Prophozeuten beim Bau eines riesigen, kugelförmigen Objekts beteiligt sind, das aufgefangenen Funksprüchen zufolge als RUFER bezeichnet wird. Die Prophozeuten besitzen nicht die Mittel, ein Dunkelfeld zu orten. Deshalb entwickelt Monkey einen Plan, vier seiner Leute bei den Prophozeuten einzuschleusen.

Der RUFER wird auf Anweisung eines Terminalen Herolds errichtet. Angeblich ist der Progress-Wahrer Antakur von Bitvelt auf dem Weg in die Milchstraße. Er kommt aus einem Proto-Chaotischen Universum und ist auf die Signale des RUFERS angewiesen, um den Weg zu finden. Zum Bau dieses Objekts werden gewaltige Mengen an Hyperkristallen benötigt. Die Prophozeuten werden damit beauftragt, einen Teil dieser Kristalle zu liefern. Einer der Lieferanten ist Elraum Prinz Murál, der gerade mitten in einem Thronfolgekampf steckt. Sein Vater, derzeitiger "Abgott" seiner Rauke (d.h. seines Familienverbunds), liegt im Sterben, und Elraum muss sich gegen seine machtgierige, intrigante Schwester durchsetzen. Unterwegs zur Kolonnen-Fabrik TRAIGOT-0313, die er mit Hyperkristallen beliefern soll, stößt er auf das Wrack eines kleinen terranischen Schiffes. Als er es untersucht, um sich alles Verwertbare unter den Nagel zu reißen, taucht plötzlich die TRAJAN auf und verjagt die Prophozeuten. Elraum ahnt nicht, dass ihm vier Terraner aus dem nur als Wrack hergerichteten Schiff im Schutz der Dunkelfelder folgen - Roi Danton und drei weitere USO-Spezialisten gehen als blinde Passagiere auf das Prophozeutenschiff.

Dort werden sie Zeuge, wie Attentäter sich anschicken, Elraum im Auftrag seiner Schwester zu ermorden. Der Prinz behält zwar die Oberhand, aber einer der Attentäter kehrt in den Hangar zurück, in dem Roi und seine Leute sich verstecken, und versucht dort eine Bombe zu zünden. Roi hat keine Wahl, er muss den Prophozeuten paralysieren. Dieser Waffeneinsatz bleibt Elraums Leuten nicht verborgen, und so werden die Leute der USO entdeckt. Allerdings sind die Raumanzüge so umgebaut worden, dass der Eindruck erweckt wird, es würden wirklich Mor'Daer in ihnen stecken. In der Rolle eines solchen Echsenwesens stellt Roi den Prinzen unverfroren zur Rede - er gibt sich als Inspektor der Terminalen Kolonne aus und fordert Rechenschaft für den Attentatsversuch. Elraum lässt sich einschüchtern und erklärt sich bereit, die vermeintlichen Mor'Daer zu der Baustelle zu bringen, an der der RUFER entsteht. Außerdem wird Stillschweigen über die Vorfälle an Bord des Prophozeutenschiffes vereinbart. Als Elraum endlich zu seiner Rauke zurückkehren kann, ist der alte Abgott bereits tot. Elraum besteigt den Thron, konfrontiert seine Schwester mit dem schändlichen Mordversuch und entehrt sie auf diese Weise, wodurch er sie nach den Regeln seines Volkes gleichzeitig zu einer wichtigen Verbündeten macht.

Kommentar:

Endlich darf Zerberoff aufatmen: Einer derjenigen, von deren Befehlen alles innerhalb der Terminalen Kolonne abhängt, soll bald ankommen. Bekanntlich ist in der Milchstraße derzeit nur ein Bruchteil der wahren Macht TRAITORS präsent. Vielleicht rückt der Rest ja jetzt endlich nach? Sollte das der Fall sein, bekommen die Autoren aber Probleme. Schließlich sind ja schon die vergleichsweise geringen Kräfte TRAITORS, die die Milchstraße jetzt besetzen, praktisch unbesiegbar. Wie soll man diesen Feind wieder loswerden, wenn er erst seine volle Kraft entfalten kann? Ich bin gespannt, ob den Autoren diesbezüglich eine plausiblere Auflösung einfällt als damals im Sternenozean-Zyklus.

Was es mit den Progress-Wahrern (der Name Antakur von Bitvelt sagt mir zunächst einmal gar nichts) und dem so genannten Proto-Chaotischen Universum auf sich hat, ist mir noch nicht ganz klar. Proto-Chaotische Zellen sind die Vorstufe zu einer Negasphäre. Ist ein Proto-Chaotisches Universum also die Vorstufe zu einem Negasphären-Universum? Die Kälte, die der Terminale Herold ausstrahlt, verbunden mit dem seltsamen Effekt, dass dieses Wesen zunächst winzig klein zu sein scheint, und dann dieses Universum "hineinwächst", erinnert mich ein wenig an die Minuswelt bzw. an den Mikrokosmos der Varganen. Mal sehen, ob da Zusammenhänge bestehen.

Roi Danton entwickelt Interesse an einer jungen Quin-Tech namens Ernana Soltic. Die schlanke Frau mit den kurzen roten Haaren und der etwas kessen Art beeindruckt Rhodans Sohn durch ihre Offenheit, ihre Kompetenz und ihr unergründliches Lächeln. Er trifft sich mehrmals mit ihr und genießt das Zusammensein. Mir scheint, er hat sich ordentlich verliebt. Die arme Frau! Wenn man bedenkt, welches üble Schicksal viele Frauen erleiden müssen, die sich mit den Unsterblichen einlassen, dann muss man das Schlimmste für die nette Ernana befürchten.

Den Prophozeuten sind wir zwar in der eigentlichen PR-Serie noch nicht begegnet, sie sind aber dennoch nicht neu. Sie wurden mit PR-Extra 2 eingeführt, erhalten in diesem Roman aber erstmals ein richtiges "Gesicht", d.h. zuvor wusste man nicht viel über ihre Gesellschaftsform und ihre Stellung innerhalb der Terminalen Kolonne. Sie gehören eigentlich nicht dazu, entrichten TRAITOR aber Tribut und dürfen im Gegenzug die Technologie (insbesondere Antriebsaggregate) der Terminalen Kolonne nutzen. Sie folgen der Kolonne als Resteverwerter und werden geduldet. Ob es Inkonsistenzen bezüglich der Beschreibung gibt, kann ich nicht genau sagen. Jedenfalls ist jetzt im Gegensatz zu PR-Extra 2 keine Rede mehr davon, dass sie sich im Kampf absolut synchron bewegen und dass sie sich nach ihrem Tod rasend schnell zersetzen. Außerdem war der "Abgott", dem wir in PR-Extra 2 begegnet sind, nicht so verfettet, wie es das Oberhaupt einer Rauke eigentlich sein müsste...

J. Kreis, 05.06.2006


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