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Perry Rhodan Nr. 2336: Das Wunder von Terra

Autor: Robert Feldhoff

Inhalt

Während außerhalb des TERRANOVA-Schirms Dutzende von Chaos-Geschwadern eintreffen, bis Tausende von Traitanks für einen Großangriff bereitstehen (dazu kommen noch zahlreiche Prophozeuten-Schiffe), geht das Leben im Solsystem weiter. Gegen den Widerstand der Zivilschutz-Beauftragten für Terrania, Alma Ospital, setzt der Fußballfan Homer G. Adams durch, dass die Solare Fußballmeisterschaft wie geplant in der Zeit vom 11. Januar bis zum 10. Februar 1345 NGZ stattfindet. Schirmherr ist Perry Rhodan persönlich, allerdings bleibt der Solare Resident auf PRAETORIA, um die Aktivitäten der Traitanks zu beobachten.

Das Publikum ist begeistert, als die ersten Spiele stattfinden. Die Presse macht einen Riesenwirbel um die Mannschaften und einzelne Spieler. Besondere Beliebtheit gewinnt das Außenseiterteam "Luna Levitator", dessen herausragendstes Talent der Spieler mit der Nummer 10 ist: Junior Solari. Der junge Mann ist noch unsicher und wird darüber hinaus nicht nur durch diverse Verletzungen beeinträchtigt (die von der modernen Medizin rasch repariert werden können), sondern auch von Schmerzen anderer Art: Er verliebt sich in Catalina Tampa, eine Journalistin des Senders Albion 3D, aber der Trainer verbietet zunächst jeglichen Kontakt. Erst als Junior in ein bedrohliches Formtief gerät, lässt der Trainer zu, dass die beiden sich treffen - diese Art der Motivation funktioniert wunderbar, Junior wächst geradezu über sich hinaus.

Luna Levitator schafft es bis ins Halbfinale. Ausgerechnet während des Spiels gegen Nordstern Terrania, das am 3. Februar stattfindet, nehmen über 8000 Traitanks den TERRANOVA-Schirm unter Punktbeschuss. Mit der Unterstützung durch den Nukleus hält der Schirm stand. Allerdings befiehlt Alma Ospital die Evakuierung der Stadien. Das Spiel muss wiederholt werden - Glück für Luna Levitator, denn Junior Solari hätte sonst mit einer Verletzung ausscheiden müssen. Im Wiederholungsspiel gewinnt die Mannschaft vom Mond und steht somit im Finale. Auch am Tag des Endspiels kommt es zu einem Großangriff TRAITORS. Mehr als 17.000 Traitanks eröffnen das Feuer. Offenbar hat die Terminale Kolonne den Gedanken, das Solsystem als Ressource zu erobern, fallen gelassen. Denn sollte der Schirm unter solch massivem Beschuss aufgebrochen werden, dann wäre das gleichbedeutend mit der Vernichtung des gesamten Solsystems.

Wieder muss der Nukleus den TERRANOVA-Schirm verstärken, wieder wird die Evakuierung befohlen. Diesmal aber sind weder die Mannschaften noch die Zuschauer bereit, das Stadion der Sterne in Terrania zu räumen. So wird das Spiel trotz der drohenden Apokalypse ausgetragen. Perry Rhodan gibt die Erlaubnis zur Übertragung des Spiels in den Schiffen der Solaren Flotte, die ohnehin nichts ausrichten könnten, sollte auch nur einem einzigen Traitank der Durchbruch gelingen. Er veranlasst sogar die Übertragung der Sendung zu den Chaos-Geschwadern. Luna Levitator gewinnt die Solare Meisterschaft durch ein 2:1 gegen Asia Delhi. Der TERRANOVA-Schirm hält stand, das Trommelfeuer endet kurz vor Mitternacht des 10. Februar 1345 NGZ.

Kommentar:

Ein Roman von Robert Feldhoff über Fußball. "Na, Prost Mahlzeit", dachte ich, als ich das zum ersten Mal hörte, denn klang das angesichts der anstehenden Fußball-WM 2006 nicht ganz nach einem peinlichen Versuch der PR-Redaktion, auf den Zug der gerade in diesen Wochen auf beinahe unerträgliche Weise gehypten Fußball-Euphorie aufzuspringen? Hatte ich nicht schon entschieden, dass diese überdimensionale Werbeveranstaltung, die mit Sport kaum noch etwas zu tun hat, für mich gestorben ist? Wollte ich auch noch einen PR-Roman über dieses bzw. ein ähnliches Thema lesen? Die Antwort auf die letzte Frage lautete natürlich "nein".

Nach der Lektüre des Romans muss ich sagen, dass es schlimmer hätte kommen können. Wenn man nicht gerade ein absoluter Fußball-Hasser ist (und das bin ich trotz meines Widerwillens gegen die so genannte WM ja durchaus nicht), dann kann man den Roman durchaus unterhaltsam finden. Schließlich geht es nicht nur um den Sport an sich, sondern in der Hauptsache um die Sorgen und Nöte Junior Solaris. Die werden gut nachvollziehbar geschildert, aber auch die Spiele, an denen er teilnimmt, kommen durchaus spannend rüber. Soweit das bei fiktiven Spielen von Mannschaften, deren Fan man als Leser kaum sein kann, überhaupt möglich ist.

Die Tatsache, dass die Solare Meisterschaft im Roman genauso instrumentalisiert wird, wie die Politik es in der realen Welt mit der WM 2006 macht, halte ich für einen vom Autor nicht beabsichtigten, aber immerhin interessanten Zufall. Was wirklich nervt, sind die Durchhalteparolen nach dem Motto "wir sind Terraner und lassen uns nicht unterkriegen". Dass Perry Rhodan am Ende auch noch Strukturlücken in den TERRANOVA-Schirm schalten lässt, der schon zu 200 Prozent überlastet ist und vor dem Zusammenbruch steht, nur um die Angreifer an dem tollen Spiel teilhaben zu lassen, halte ich für Unsinn - da wurde die Glaubwürdigkeit wieder einmal einem zudem viel zu pathetischen Effekt geopfert. Es wäre immerhin interessant, wie die Leute in den Traitanks das Fußballspiel wohl verstanden haben. Vielleicht dachten sie, es handele sich um ein besonders bizarres Ritual der Terraner, mit dem sie die Kapitulation bekannt geben wollen?

Fawn sagt, die Verstärkung des TERRANOVA-Schirms sei nicht die eigentliche Bestimmung des Nukleus, und er müsse wachsen. Heißt das vielleicht, dass er sich weiter an ARCHETIMS Korpus nähren und sich endgültig zu einer Superintelligenz weiterentwickeln will? Hätte er als SI mehr Möglichkeiten, die Terraner gegen die Terminale Kolonne zu unterstützen? Hmmm…

J. Kreis, 29.05.2006


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