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Perry Rhodan Nr. 2334: Im Auftrag der Friedensfahrer

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Kantiran, der entwurzelte "Sternenbastard" ohne echte Heimat, ist wie prädestiniert für eine Aufnahme bei den Friedensfahrern. Deshalb ist er gern bereit, Alaska Saedelaere zu begleiten, als dieser ihn am 16. Juli 1337 NGZ auf Parrakh besucht und ihm ein entsprechendes Angebot macht. Es folgt ein tränenreicher Abschied von Mal Detair, der auf Parrakh zurückbleiben will, wo er in den letzten Jahren zusammen mit Kantiran als Tierheiler gearbeitet hat. Auf dem Weg zum Rosella Rosado - System erfährt Kant vieles über die Organisation der Friedensfahrer, aber seine Neugier geht tiefer: Er versucht, die Aggregate der OREON-Kapsel zu zerlegen, um die dahinter steckende Technologie zu verstehen. Auch im Rosella Rosado - System, wo Alaska einen Initiations-Auftrag für Rhodans Sohn einholt, stellt er die Geduld des Maskenträgers und des Roboters Callebu auf eine harte Probe. Es geht Kant auch darum, festzustellen, wie frei die Friedensfahrer wirklich sind. Tatsächlich werden sie permanent kontrolliert - auch Kants Manipulationen werden sofort weitergemeldet.

Kants Probe-Auftrag führt ihn zusammen mit Alaska und einer bunt zusammengewürfelten Gruppe anderer Friedensfahrer in die Galaxie Zheiranz. Auch der Revisor ist mit seinem Schiff mit von der Partie, zeigt sich jedoch nicht, sondern beobachtet aus dem Hintergrund. Die Shazzorien, die in Zheiranz mit Hilfe der Friedensfahrer ein Sternenreich aufgebaut haben, waren bisher die Hauptlieferanten für die von den Friedensfahrern dringend benötigten Hyperkristalle. Diese Lieferungen sind jedoch seit dem Hyperschock eingestellt worden. Kant soll herausfinden, was der Grund dafür ist. Das gelingt ihm auch recht schnell. Offenbar geht es den Shazzorien nur darum, die Preise für die Hyperkristalle in die Höhe zu treiben.

Allerdings steckt mehr dahinter, als es zunächst den Anschein hat. Kant findet heraus, dass Wilon Vass, ein Friedensfahrer aus seiner Gruppe, schon seit geraumer Zeit die Fäden im Reich der Shazzorien zieht. Sein Plan bestand darin, dieses Reich extrem zu vergrößern und es gleichzeitig enger an die Friedensfahrer zu binden, um diesen auf diese Weise mehr wirtschaftliche Macht zu verschaffen. Wilon Vass hat zwar in bester Absicht gehandelt, aber seine Mittel waren verwerflich. Er hat die Shazzorien zu Taten gezwungen, die sie freiwillig nie begangen hätten, und wäre auch bereit gewesen, andere Sternenreiche mit Gewalt zu unterwerfen, um die Shazzorien zu stärken.

Kant deckt diesen Verrat auf und erneuert die normalen Beziehungen zwischen Shazzorien und Friedensfahrern. Wilon Vass wird vom Revisor "markiert" und aus den Reihen der Friedensfahrer ausgeschlossen. Daraufhin begeht Vass Selbstmord. Wegen seines Erfolges wird Kantiran am 24. Dezember 1337 NGZ zum Friedensfahrer geweiht. Er übernimmt seine eigene OREON-Kapsel, die er auf den Namen THEREME tauft. In den folgenden Jahren übernimmt Kantiran verschiedene Aufträge, bis das Patronat alle Friedensfahrer im März 1339 NGZ zu einer Vollversammlung im Palais Ellega einberuft. Grund ist eine Petition des Friedensfahrers Chyndor, die auch von Kantiran unterstützt wird. Angesichts der Aktivitäten der Chaosmächte in Hangay soll das alte Dogma der Enthonen durchbrochen werden: Alle Friedensfahrer sollen sich des Problems der in Hangay entstehenden Negasphäre annehmen.

Kommentar:

Wieder einige neue Informationen über die Friedensfahrer: Offenbar waren die Enthonen vor langer Zeit Bestandteil eines weit größeren Völkerbundes, welcher auf Seiten der Kosmokraten gegen die Chaotarchen gekämpft hat. Nach einer vernichtenden Niederlage wurde dieser Völkerbund zerschlagen und so ist das heutige Dogma der Nichteinmischung in Angelegenheiten der Hohen Mächte entstanden. Im Bereich der Universalen Schneise sind die Friedensfahrer erst seit ca. 2500 Jahren aktiv.

Das Beispiel des Friedensfahrers Wilon Vass beweist, dass die Kontrollmechanismen dieser Organisation nicht lückenlos greifen, wenn einer Böses tut, um ein gutes Ziel zu erreichen. Vass wird zwar letzten Endes abgestraft, aber bis es soweit ist, hat er schon erhebliche Schäden angerichtet. Das zeigt, wie anfällig die Friedensfahrer mit ihrer angeblichen Laisser-faire-Mentalität (die ja so frei auch nicht ist, wie Kant herausfindet) tatsächlich sind.

Sagte ich nicht in meinem Kommentar zu PR 2332, Leo Lukas hätte in einem vergleichbaren Roman mit Sicherheit den Humor-Holzhammer ausgepackt? Tja, das hat er nun ja tatsächlich getan, wenn auch nicht so oft wie befürchtet. Tatsächlich fand ich einige Passagen sogar richtig amüsant, vor allem die Gegensätze zwischen dem jugendlich-aufmüpfigen Kantiran und dem wortkargen, als Mentor leicht überforderten Alaska Saedelaere. Der Roman enthält einige schöne Charakterstudien der beiden Männer. Auch bei der Beschreibung mancher Friedensfahrer musste ich öfters grinsen. Immerhin dürfte jetzt auch der begriffsstutzigste Leser das Wesen der Friedensfahrer verstanden haben. Sie sind ein leicht anarchischer, in Wirklichkeit aber strenger Kontrolle unterworfener illustrer Haufen von Individualisten, Exzentrikern und anderen spleenigen Gesellen, die alle ganz unterschiedliche Begabungen haben und keine klar definierten Ziele verfolgen, sondern nur irgendwie in ihrem "Zuständigkeitsbereich" für Frieden sorgen wollen.

J. Kreis, 14.05.2006


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