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Perry Rhodan Nr. 2333: Die Universale Schneise

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Alaska Saedelaere folgt dem Friedensfahrer Xa-Va-Riin Qaar auf dessen Schiff, die FORSCHER. Er begleitet den alten Artuchen auf einer Friedensmission, bei der ein Konflikt zwischen zwei verfeindeten Völkern beigelegt wird, und wird schließlich zur Basis der Friedensfahrer mitgenommen. Unterwegs erfährt er einiges über diese Gruppe. Die Friedensfahrer sind ein eher lockerer Zusammenschluss von Idealisten und Individualisten, die sich selbst als Geheimbund verstehen. Sie haben keine straffe militärische Organisationsstruktur und keine fest definierten Regeln bis auf eine: Wo die Mächte der Ordnung und des Chaos selbst aktiv sind, greifen die Friedensfahrer nicht mehr ein. Die Friedensfahrer wollen in ihrem Einflussbereich für ein friedliches Miteinander aller Völker sorgen, sie dienen den Hohen Mächten zwar nicht, kämpfen aber auch nicht gegen sie. Die Friedensfahrer treten für "das Leben an sich" ein.

Die Friedensfahrer wurden von den Enthonen und einer legendenumrankten Gründermutter (die jetzt nicht mehr aktiv ist) gegründet. Die Enthonen stehen auch jetzt noch an der Spitze der Hierarchie. Die Friedensfahrer nutzen die Technologie dieses Volkes, können sie aber nicht nachbauen. Es gibt zurzeit ca. 4500 Friedensfahrer. Es stehen noch ca. 8100 jener typischen Raumschiffe zur Verfügung, die man OREON-Kapseln nennt. 550 "Bahnhöfe" sind entlang der Universalen Schneise zu finden. Nur entlang dieser kosmischen Region, die sich über die Galaxien Erranternohre, Norgan-Tur und Algstogermaht sowie die Milchstraße und den Mahlstrom der Sterne erstreckt, können die Friedensfahrer tätig werden, denn nur in diesem Bereich wirkt die Quartale Kraft - und nur mit dieser Kraft, über die die normalen Friedensfahrer nichts zu wissen scheinen, funktioniert die überlegene Technik der Enthonen. Befreundete Völker unterstützen die Friedensfahrer, sind aber nicht von ihnen abhängig.

Die Basis der Friedensfahrer befindet sich in der Galaxie Altasinth, welche im Virgo-Haufen liegt, und dort im Rosella-Rosado-System. Auf mehreren Monden dieses Systems, die sich alle auf einer gemeinsamen Umlaufbahn befinden und deshalb Mondkette genannt werden, befinden sich die verschiedenen Einrichtungen, Werften, Wohnbereiche und so weiter. Nur hier werden neue Friedensfahrer geweiht und nur Wesen mit positiver Gesinnung können in das Sonnensystem einfliegen. Die so genannte Heiße Legion prüft jeden, der sich der Mondkette nähert. Wer die Prüfung nicht besteht, wird abgewiesen oder vernichtet. Was diese Legion eigentlich ist, wissen die Friedensfahrer nicht. Es scheint sich um Energiewesen oder etwas Ähnliches zu handeln, die im All leben. ES ist den Friedensfahrern nicht unbekannt: Die Superintelligenz hat ihnen vor langer Zeit einige Tausend Androiden zur Verfügung gestellt.

Obwohl Alaska nicht mit allem einverstanden ist, was die Friedensfahrer betrifft - zum Beispiel werden alle Friedensfahrer vom "Revisor" kontrolliert und wenden zur Verwirklichung ihrer Ziele Mittel an, die nicht immer mit ihren Idealen übereinstimmen - stimmt er seiner Aufnahme in den Geheimbund zu. Xa-Va-Riin ist sehr erleichtert, denn er erkennt Alaskas großes Potential. Außerdem sehnt er sich nach einer Ablösung, um endlich in seine Heimat zurückkehren und dort sterben zu dürfen. Aktiven Friedensfahrern ist es verboten, zum Ort ihrer Geburt zurückzukehren. Alaskas Initiation erfolgt am 21. März 1313 NGZ. Kurz zuvor begegnet Alaska einem Enthonen. Zu seiner grenzenlosen Überraschung erkennt er, dass auch Samburi Yura diesem Volk entstammen muss. Xa-Va-Riin zieht sich bald zurück, um sein Leben zu beenden. Alaska erfüllt einige weniger wichtige Missionen für die Friedensfahrer. Er übernimmt die FORSCHER, deren Zentralrechner MIRKET ebenso über ein eigenes Bewusstsein zu verfügen scheint wie der eigenwillige Medoroboter Callebu.

Im Jahre 1314 NGZ stellen die Friedensfahrer fest, dass die Quartale Kraft in Hangay nicht mehr wirkt. Dieser Bereich des Kosmos bleibt ihnen also verschlossen. Sie erkennen jedoch, dass die Terminale Kolonne TRAITOR dort an der Errichtung einer Negasphäre arbeitet. Als der Nocturnenstock Satrugar die Friedensfahrer auf Kantiran aufmerksam macht, holt Alaska Rhodans Sohn im Juli 1337 NGZ von Parrakh ab.

Kommentar:

Nun kommen sie endlich, die Informationen über die Friedensfahrer, und zwar in ziemlich geballter Form. Detailliertere Beschreibungen findet ihr in der Perrypedia. Immer dann, wenn solche Geheimnisse gelüftet werden, verschlingt man die entsprechenden Hefte geradezu, obwohl sie, wie auch der vorliegende Roman, sehr handlungsarm sind. Es gibt bedenklich viele Übereinstimmungen zwischen den Friedensfahrern und der von ihnen genutzten Quartalen Kraft mit den Gängern des Netzes und dem von ihnen genutzten Psionischen Netz. Auch Parallelen zu den Rittern der Tiefe sind erkennbar. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich vermute, all diese Gruppierungen könnten in irgendeiner Beziehung zueinander stehen. Vielmehr meine ich, dass die Autoren sich wieder einmal selbst zitieren oder sogar plagiieren. All das, was wir jetzt über die Friedensfahrer erfahren, ist in sehr ähnlicher Form schon einmal da gewesen. Fällt den Expokraten denn wirklich nichts Neues mehr ein?

Der Roman strotzt nur so vor Fehlern. Grammatik scheint nicht MMTs Stärke zu sein, aber auch logische Fehler kommen vor. Nur ein Beispiel: An einer Stelle heißt es, Alaskas Mentalstabilisierung habe zeitverzögert gegriffen. Das ist natürlich Unsinn. Die Mentalstabilisierung ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem bestimmte Nervenstränge im Gehirn durchtrennt werden. Danach ist man "taub" für Psi-Angriffe. Das funktioniert entweder, oder es funktioniert nicht. Es ist aber kein Prozess, der erst in Gang gesetzt werden muss und "zeitverzögert greifen" kann.

Alaska tut meiner Meinung nach gut daran, den Friedensfahrern nicht völlig zu vertrauen. Zum einen mischen die Friedensfahrer sich offensichtlich in die internen Angelegenheiten aller möglichen Völker ein, ohne die Gegebenheiten genau zu kennen. Dann bringen sie diese Völker dazu, das zu tun, was die Friedensfahrer für gut und richtig halten. Die Friedensfahrer zwingen also allen Völkern, denen sie angeblich helfen wollen, die eigenen Werte und Moralvorstellungen auf. Zum anderen wenden die Friedensfahrer teilweise durchaus fragwürdige Mittel an. Xa-Va-Riin verwendet zur Beilegung eines bewaffneten Konflikts beispielsweise den so genannten LICHT-Generator. Das ist eine Art Psi-Waffe, deren Effekt mit dem Shifting der Galornen vergleichbar ist. Und welche negativen Effekte so etwas haben kann, haben wir ja seinerzeit gesehen.

Der Roman enthält auf Seite 58 übrigens eine Anspielung auf die "Rahmenhandlung" von PR-Extra 1. Darin geht es nämlich um das Schicksal von Beauftragten der Friedensfahrer, die seit 1325 NGZ in der Milchstraße unterwegs waren, um Perry Rhodan und Kantiran zu beobachten.

Die Frage, warum Alaska als aktiver Friedensfahrer in die Milchstraße zurückkehren darf, was ihm ja eigentlich verboten sein müsste, wird wahrscheinlich im nächsten Roman beantwortet. Alaska deutet ja schon an, dass er Rhodans Sohn etwas Bestimmtes verdankt.

J. Kreis, 07.05.2006


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