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Perry Rhodan Nr. 2331: Die Eisstadt von Vaccao

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Ronald Tekener leitet die Untersuchung des auf Rothger abgestürzten TRAI-Versorgers. In den Containern des Schiffs werden einige verwertbare Rohstoffe gefunden, aber mit der Technologie des Wracks können die Solaner nichts anfangen. Praktisch alle Aggregate sind nach dem so genannten "Black-Box"-Prinzip eingekapselt. Versucht man, sie zu öffnen, zerstören sie sich selbst. Als Blo Rakane einigermaßen von seinen schweren Verwundungen genesen ist, macht er sich an die Auswertung der Funde. Dabei entdeckt er 20 Gramm einer goldfarbenen Substanz, die für die Fremden sehr wichtig sein muss, denn sie war in einem Safe versiegelt. Der Haluter weckt in Tekener die Hoffnung, dass man mit Hilfe dieser Substanz die Hypertakt-Triebwerke der SOL wieder in Betrieb nehmen kann. Es gelingt Rakane, das provisorische Funkgerät des TRAI-Versorgers zu aktivieren und Fartyzes Aufzeichnungen auszulesen. Auf diese Weise erfährt er von der Existenz der Terminalen Kolonne TRAITOR.

Dao-Lin-H'ay, die immer noch mit ihren widerstreitenden Gefühlen und mit der ablehnenden Haltung der Solaner ihr gegenüber zu kämpfen hat, untersucht zum wiederholten Mal die leere Eisstadt von Vaccao. Sie entdeckt den getarnten Eingang zu einer Kammer, der bei den bisherigen Untersuchungen übersehen worden ist. Diese Kammer hat den gleichen Aufbau wie die Station, durch deren Funkspruch die Solaner nach Ultrablau geführt worden sind. Offenbar handelt es sich bei dieser Anlage um die Zentrale eines weit verzweigten Netzes aus Beobachtungsstationen, die schon lange vor der Versetzung Hangays ins Standarduniversum erkannt haben, dass die Galaxie sich infolge der Machenschaften der Superintelligenz THOREGON in eine Negasphäre verwandeln könnte. In jüngerer Zeit haben die so genannten Sonnenlicht-Stationen die höchste Gefahrenstufe für Hangay ausgerufen. Es wurde festgestellt, dass TRAITOR dabei ist, im Auftrag der Chaosmächte Proto-Chaotische Zellen zu errichten, die als Vorstufe zur Entstehung einer Negasphäre gelten.

Darüber hinaus liegen Aufzeichnungen vor, denen zufolge Abertausende von Schiffen und Raumstationen der Terminalen Kolonne schon seit Jahren völlig unerkannt in Hangay agieren. Eines dieser Schiffe folgt dem von Fartyze ausgestrahlten Notruf und untersucht die Absturzstelle sowie die SOL und die Stadt U'Hartu. Es scheint nichts Verdächtiges zu entdecken und zieht wieder ab. Mit der modifizierten Ultra-Giraffe können die Solaner das Schiff beobachten und mit Fartyzes Funkgerät fangen sie einen Funkspruch ab, mit dem die Fremden melden, dass das Material, aus dem die SOL besteht, für TRAITOR von Interesse sein könnte. Außerdem wird ein Verband der Awour zur weiteren Aufklärung angefordert. Tek will nicht abwarten, bis dieser Verband eintrifft, und befiehlt den Start der SOL. Er plant, das Generationenraumschiff im Halo Hangays zu verstecken. Die SOL wird mit ziemlicher Sicherheit nicht nach Ultrablau zurückkehren.

Jetzt müssen die nach U'Hartu umgesiedelten Solaner entscheiden, wie sie sich weiter verhalten wollen. Nur ungefähr die Hälfte kehrt zur SOL zurück, darunter auch Dao-Lin-H'ay. Unter den Zurückgebliebenen ist auch Fee Kellinds Sohn Arlo. Es gelingt der SOL, den Schiffen TRAITORS zu entkommen. Die Fremden unternehmen nichts weiter - die Menschen und Graukartanin von Ultrablau bleiben unbehelligt. Die SOL befindet sich jetzt, Ende Juli 1342 NGZ, irgendwo im Halo Hangays. Nach Ultrablau kann sie nicht zurückkehren und Hangay liegt weit außerhalb ihrer Reichweite…

Kommentar:

Durch die Rekapitulation "kosmischer Zusammenhänge" erhält dieser Roman durchaus einen gewissen Reiz. Man wusste ja schon seit geraumer Zeit (vgl. unter anderem PR 2147 und PR 2197), dass die Superintelligenz THOREGON so einiges in Gang gesetzt hat, um die Kosmokraten abzulenken. Eine dieser Aktionen bestand darin, Hangay zu einer Negasphäre zu machen. Offenbar hat THOREGON hierbei nur Entwicklungen ausgenutzt oder beschleunigt, die bereits in Gang waren. Erstmals wird in diesem Roman erwähnt, dass Negasphären "multiverselle Zugänge" haben. Man könnte durch sie also wahrscheinlich von einem Universum zum anderen wechseln. Wer weiß - vielleicht kommt auf diese Weise ja auch noch mal das Universum Tarkan ins Spiel?

Bei der Substanz, die Blo Rakane im Safe des TRAI-Versorgers entdeckt, handelt es sich zweifellos um Salkrit. Da stellt sich natürlich die Frage, woher die Terminale Kolonne diese Substanz hat. Aus der Charon-Wolke? Unwahrscheinlich. Das hätten die Charonii oder die Seecharan bemerkt. Man beachte auch, dass der TRAI-Versorger schon 1331 NGZ abgestürzt ist, also zu einer Zeit, als Charon noch in einem Hyperkokon eingelagert war. Warum waren 20 Gramm Salkrit auf diesem TRAI-Versorger, d.h. wohin hätte diese extrem wertvolle Substanz gebracht werden sollen? Wird das Salkrit vielleicht sogar für die Erzeugung der Proto-Chaotischen Zellen benötigt?

Ich frage mich auch, wie es überhaupt geschehen konnte, dass dieser TRAI-Versorger falsch umgerüstet worden ist. Wo er doch eine solch wertvolle Fracht an Bord hatte. Das klingt mir ein wenig zu sehr nach diesen "geplanten Zufällen", die unseren Helden immer wieder mal in die Hände spielen…

Dao ist also wieder auf die SOL zurückgekehrt. Hat sie das wegen Tek gemacht oder wegen ihrer Verantwortung für die Solaner? Diese Frage wird jetzt noch nicht beantwortet. Die Wankelmütigkeit der Kartanin gefällt mir nicht. Die Dame ist eine Unsterbliche. Sollte sie da nicht einen etwas gefestigteren Charakter haben?

J. Kreis, 23.04.2006


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