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Perry Rhodan Nr. 2330: Spur ins Nichts

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Das auf Rothger abgestürzte Schiff gehört zur Terminalen Kolonne TRAITOR, es ist allerdings kein Traitank, sondern ein nur leicht bewaffneter TRAI-Versorger. Das Frachtschiff wurde zwar wie alle Einheiten TRAITORS auf die Bedingungen der erhöhten Hyperimpedanz umgerüstet, aber dabei ist etwas falsch gemacht worden - dieser Fehler hat zum Absturz geführt. Das Schiff ist nur noch ein Wrack und liegt immer noch auf Rothger, wurde aber von der Absturzstelle entfernt und getarnt. Die Überlebenden benutzen abwechselnd die Kryotanks des Schiffs, um darauf zu warten, dass sie von einem anderen Schiff der Terminalen Kolonne gerettet werden. Durch einen Defekt verbringt Fartyze, der letzte überlebende Offizier des Schiffs, nicht nur wenige Monate im Kälteschlaf, sondern elf Jahre. Als er wieder erwacht, ist der größte Teil seiner Besatzung tot.

In diesen elf Jahren verändert sich einiges bei den auf Ultrablau gestrandeten Solanern. Es werden noch mehrere Versuche unternommen, das auf Rothger abgestürzte Schiff zu finden, doch die bleiben erfolglos. Benjameen da Jacinta erhält nur schwachen Zerotraum-Kontakt zu den Überlebenden. Immerhin weiß man jetzt, dass das fremde Schiff tatsächlich noch auf Rothger sein muss. Auf Ultrablau werden die Überreste einer im Eis versunkenen uralten Stadt untersucht. Die Solaner werden von Fay-Vani-D'au, einer alten Graukartanin, die den Planeten wie ihre Westentasche kennt, dort hingebracht. Die Eisstadt trägt den Namen Vaccao. Sie scheint völlig verlassen zu sein, es werden keinerlei Hinweise auf ihre ehemaligen Bewohner oder ihren Verwendungszweck gefunden.

Blo Rakane treibt die Umrüst- und Reparaturarbeiten auf der SOL voran. Das UHF-Messwerk wird verbessert, endlich können auch die Antigravs wieder in Betrieb genommen werden, so dass das Generationenraumschiff sicher an seinem Landeplatz verankert werden kann. Am 20. Juni 1332 NGZ gelingt erstmals die Trennung der SOL-Zelle-1 vom Mutterschiff. Die SZ-1 fliegt zum Mond und zurück, aber es ist klar, dass man mit dem Schiff unter den jetzigen Bedingungen keinesfalls wieder in die Milchstraße oder auch nur nach Hangay zurückkehren kann. Dao-Lin-H'ay lebt immer noch mit Ron-Sha-R'itt zusammen. Immer mehr Solaner folgen ihrem Beispiel und siedeln sich in U'Hartu an. Arlo Kellind eröffnet einen florierenden Betrieb, der Skier und Schlittschuhe herstellt…

Am 12. Juli 1342 NGZ empfängt man auf der SOL einen Hyperfunkspruch. Es stellt sich heraus, dass das Signal von Rothger kommt. Der wieder erwachte Fartyze hat es als Notruf ausgesandt. Mit dem Kreuzer SUSHI folgt Ronald Tekener dem Signal. Fartyze versucht, den TRAI-Versorger zu sprengen, denn er darf den Galaktikern unter keinen Umständen in die Hände fallen. Blo Rakane kann dies im letzten Moment verhindern, wird aber von Fartyze schwer verwundet, bevor dieser von anderen Solanern erschossen werden kann.

Kommentar:

Irgendwie hatte ich gehofft, doch noch eine halbwegs plausible Erklärung für Dao-Lin-H'ays befremdliches und verantwortungsloses Verhalten in diesem Roman zu lesen, aber Fehlanzeige. Stattdessen wird fast die ganze erste Hälfte des Romans für die Beschreibung der schwierigen Bedingungen ver(sch)wendet, mit denen die Überlebenden des abgestürzten TRAI-Versorgers zu kämpfen haben. Man bekommt nur ein paar Zeilen geliefert, die darauf hinauslaufen, dass die Liebe ein seltsames Spiel sei. Nur Blo Rakane darf der Kartanin mal deutlich sagen, dass sie als Expeditionsleiterin auch noch eine Verpflichtung den Solanern gegenüber hat. Auch das, was mit den Solanern in den folgenden elf Jahren geschieht, wird quasi im Zeitraffer abgehandelt. Ich finde das alles ziemlich enttäuschend.

Den Sinn von Blo Rakanes Aktion, die dazu geführt hat, dass jetzt zwei seiner drei Augen blind sind und dass er mit dem Tod ringt, habe ich nicht verstanden. Warum meinte er, seinen Schutzschirm ausschalten zu müssen? Dachte er, der mit einem Dunkelfeld getarnte Fartyze würde sonst nicht auf ihn schießen? Rakane konnte doch auch gar nicht wissen, dass Fartyze der letzte Überlebende ist und dass ausgerechnet er eine Fernsteuerung haben würde, mit der die Selbstzerstörung des TRAI-Versorgers ausgelöst werden konnte. Übrigens verstehe ich auch nicht, warum Fartyze den Hyperfunkspruch überhaupt ausgesandt hat, wenn ihm doch so viel daran liegt, dass das Wrack niemandem in die Hände fällt. Ich finde, das passt alles nicht so recht zusammen.

Die Eisstadt Vaccao wurde aus einem glasartigen Material errichtet, das mich ein wenig an die Substanz erinnert, aus der die Schiffe und Bahnhöfe der Friedensfahrer bestehen. Ob es da einen Zusammenhang gibt?

J. Kreis, 17.04.2006


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