Perrypedia
Online-Lexikon
zur PR-Serie
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Weiter zu Nr. 2329
Zurück zu Nr. 2327


Perry Rhodan Nr. 2328: Mission der SOL

Autor: Frank Borsch

Inhalt

Im Januar 1330 NGZ erreicht die SOL die Großgalaxie Hangay, die vor ca. 1500 Jahren aus dem sterbenden Universum Tarkan ins Einstein-Universum transferiert worden ist. Die Aufgabe der von Ronald Tekener und Dao-Lin-H'ay geleiteten Expedition besteht in der Suche nach Hinweisen auf die Entstehung einer Negasphäre. Die SOL besucht nacheinander verschiedene Reiche der Kartanin und der Karaponiden. Überall finden Tek und Dao Hinweise dafür, dass in Hangay irgendetwas nicht stimmt. Die Völker Hangays rüsten zum Krieg und es herrscht eine eher gedrückte Stimmung, so als würde die Galaxie von einer fremden Macht bedroht. Dies scheint die Folge eines Attentats zu sein, das Unbekannte vor etwa einem Jahr bei einer Konferenz aller wichtigen Völker Hangays verübt haben. Seinerzeit haben unsichtbare Killer fast alle Abgesandten ermordet, unter anderem auch den Kaiser der Karaponiden.

Tek und Dao werden als Freunde empfangen, denn sie haben damals wichtige Rollen beim Transfer Hangays gespielt und gelten als legendäre Helden. Allerdings glaubt ihnen niemand, als sie vor der entstehenden Negasphäre warnen - man will ihnen nicht glauben und verschließt lieber Augen und Ohren, als die Existenz einer weiteren Bedrohung zu akzeptieren. Der neue Kaiser der Karaponiden überlässt den beiden allerdings Daten über fremde Schiffe, die in Hangay beobachtet wurden.

Ab August 1331 NGZ mehren sich die Anzeichen dafür, dass sich große Veränderungen im Universum anbahnen. Ungewohnt heftige Hyperstürme toben durch Hangay, Hyperkristalle laugen aus und die Technik versagt. Man beginnt deshalb damit, die SOL nach und nach auf Low-Tech umzurüsten. Der weiße Haluter Blo Rakane wird mit Hilfe der von ihm und Tess Qumisha verbesserten "Ultra-Giraffe" darauf aufmerksam, dass die SOL beobachtet wird. Das Generationsschiff folgt den Ortungsimpulsen und findet Anfang September im Duff-System in der Nähe des Schwarzen Lochs Athaniyyon eine mehrere Jahrzehntausende alte Station eines unbekannten Volkes. Den von Blo Rakane ausgelesenen Daten zufolge hat dieses Volk schon vor dem Transfer Hangays gewusst, dass hier eines Tages eine Negasphäre entstehen könnte.

Als plötzlich fremde Diskusraumer auftauchen, muss die SOL fliehen. Dies gelingt in letzter Sekunde, bevor die Unbekannten die Station zerstören. Blo Rakane hat weitere Daten erbeuten können. Offenbar hat die unbemannte Station das schwarze Loch schon seit geraumer Zeit beobachtet und starke Flottenbewegungen der Fremden registriert. Kurz vor ihrer Vernichtung hat sie ein starkes Richtsignal ausgestrahlt. Der Haluter ermittelt das Ziel des Signals, es liegt im Halo der Galaxie. Dort kommt die SOL erst am 11.09.1331 an. Der Flug ist mit Schwierigkeiten verbunden, denn die Technik-Aussetzer infolge des erhöhten Hyperwiderstands nehmen zu. Der Zielort ist ein Planet, auf dem es eine kleine Kolonie der Kartanin gibt. Die Welt wird Ultrablau genannt.

Da schlägt der Hyperschock zu. Die Hyperimpedanz erreicht sprunghaft ihren höchsten Wert, schlagartig fallen alle möglichen wichtigen Aggregate der SOL aus. Sie wird zur Notlandung auf Ultrablau gezwungen.

Kommentar:

Tek und Dao können es nicht wissen, aber bei den fremden Schiffen, die in Hangay aktiv sind, handelt es sich definitiv um Einheiten, wie sie in der Milchstraße von der Terminalen Kolonne verwendet werden. Das Attentat vom April 1329 NGZ trägt die eindeutige Handschrift der Mikro-Bestien. Also sind auch in Hangay Kräfte des Chaos tätig - ob es sich um die Terminale Kolonne TRAITOR handelt oder um eine zweite Streitmacht, ist nicht ganz klar. Man kann also annehmen, dass die Chaosmächte schon seit 15 Jahren (zurückgerechnet von der aktuellen Handlungszeit 1344 NGZ) daran arbeiten, Hangay in eine Negasphäre zu verwandeln.

Nicht ganz so lange, aber immerhin gut zweieinhalb Jahre lang, mussten wir Leser auf die Rückkehr der SOL warten. Jetzt erfahren wir endlich, wie es mit dem legendären Schiff weitergeht, aber irgendwie hätte ich mir das Ganze etwas spannender, spektakulärer oder berührender vorgestellt. Frank Borsch schafft es jedenfalls nicht, der Geschichte so etwas wie einen "Sense of Wonder" zu verleihen. Langweilig ist der Roman zwar nicht, aber er wirkt wie Stückwerk, bei dem nichts zusammenpasst. Wahrscheinlich war die Erwartungshaltung einfach zu groß.

J. Kreis, 02.04.2006


Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Weiter zu Nr. 2329
Zurück zu Nr. 2327