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Perry Rhodan Nr. 2327: Risikoplan Charlie

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Der als Arkonide getarnte USO-Major Raduk Hefner nimmt auf Hayok mit Hilfe des lokalen SENTENZA-Oberhaupts Kontakt mit der Terminalen Kolonne auf. Der Preis für die Hilfe dieser Verbrecherorganisation besteht in der Ermordung eines Arkoniden. Hefner wird zum Kolonnen-Fort des Hayok-Sektors gebracht, wo er dem Dualen Vizekapitän Cardenuk den Standort von Quinto-Center verrät. Der Vizekapitän sichert dem Verräter im Gegenzug zu, Hefners Heimatwelt solle bei der Ressourcenverwertung verschont werden. Cardenuk wittert seine Chance, bei den Führern der Terminalen Kolonne Lorbeeren zu verdienen, und begibt sich mit einigen Dutzend Traitanks zu den von Hefner genannten Koordinaten. Seine Schiffe haben den Sektor Hayok ohnehin schon seit Wochen auf der Suche nach der Geheimbasis der USO durchsucht.

An den von Hefner genannten Koordinaten findet Cardenuk allerdings nur einen kleinen Asteroiden vor - und ein Minenfeld, in dem einige seiner Traitanks explodieren, da sie ihre Schutzschirme deaktiviert hatten, denn von dem Asteroiden war offensichtlich keine Gefahr ausgegangen. Auch Cardenuks Schiff droht zu explodieren. Hefner hält den Vizekapitän lange genug auf, so dass dieser nicht fliehen kann und zusammen mit seinem Schiff vernichtet wird.

Diese ganze Aktion war Teil des "Risikoplans Charlie", benannt nach dem kleinen Asteroiden. Hefner war bei einem früheren Einsatz mit einem Ara-Kontaktgift in Berührung gekommen - verantwortlich hierfür war jener Arkonide, den Hefner für die SENTENZA töten sollte - und hatte nur noch wenige Wochen zu leben. Sein Tod wäre extrem schmerzhaft geworden, schon vorher hatte er unter schrecklichen Anfällen gelitten. Er hatte Monkey deshalb um eine Todesmission gebeten.

Durch Hefners Opfer und ein von Taxit-Raumschiffen geflogenes Ablenkungsmanöver wird zweierlei ermöglicht. Zum einen bleibt genug Zeit für Quinto-Center, um auf Überlichtgeschwindigkeit zu gehen. Der Überlichtflug ist nur möglich, weil Terra eine kleine Menge Salkrit zur Verfügung gestellt hat. Der Flug verläuft zwar nicht ganz reibungslos, dennoch kann der Mond vorläufig an einem Ort in Sicherheit gebracht werden, der nicht von den Streitkräften TRAITORS durchsucht wird. Zum anderen werden die übrigen Traitanks vom Asteroiden "Charlie" weggelockt. So kann Roi Danton, der am 06.11.1344 NGZ nach Quinto-Center zurückgekehrt ist und das Minenfeld vorbereitet hat, die Trümmer der vernichteten Traitanks mit der TRAJAN bergen. Die USO erhofft sich durch die Untersuchung des Schrotts wertvolle Erkenntnisse über den geheimnisvollen Ricodin-Verbundstoff, aus dem alle Einheiten der Terminalen Kolonne bestehen.

Kommentar:

Nett gemacht, diese kleine USO-Aktion, wenn ich auch sagen muss: Wenn die Terminale Kolonne sich schon immer so dumm angestellt hat wie in der Milchstraße, dann ist es absolut unverständlich, wie sie jemals Erfolg haben konnte…

Der Roman enthält einen kleinen Seitenhieb auf das erste PAN-THAU-RA - Paperback, bzw. auf die völlig verfehlte Darstellung des oxtornischen Volks in diesem Spin-Off-Roman, die nicht nur von mir, sondern auch von vielen anderen Rezensenten für absolut bescheuert gehalten wird. Jetzt wird behauptet, das seltsame Benehmen der Oxtorner sei nur eine vorübergehende kollektive Verwirrung als Reaktion auf die Beinahe-Ausrottung dieses Volks in der Monos-Zeit gewesen. Angeblich hat nach dem Ende der Loower-Krise ein Umdenken stattgefunden. Die alten Traditionen sollen wiederbelebt worden sein. Okay: So kann man den groben Patzer, der mit PTR 1 begangen wurde, natürlich auch bereinigen. Ein leichtes Gefühl der Unzufriedenheit bleibt dennoch zurück.

Auch der vorliegende Roman enthält einen kleinen Patzer. Roi Danton kehrt am 06. November nach Quinto-Center zurück. Er denkt über die von TRAITOR vernichtete Kristallbörse nach. Nun, das kann er eigentlich nicht tun, es sei denn, er besäße hellseherische Fähigkeiten. LE-prachtvoll wird nämlich erst am 30. November von einem Traitank vernichtet…

Noch eine Kleinigkeit, die mir nicht gefällt: Warum erhält Roi von Monkey den Befehl, Hefners offensichtlich psychisch labile Freundin auf eine ultra-wichtige Mission mitzunehmen? Welchen Nutzen sollte sie für diese Mission haben? Prompt bringt die Dame den ganzen Risikoplan beinahe zum Scheitern, weil sie versucht, über Funk Kontakt mit Hefner aufzunehmen (auch das ist übrigens eine Aktion, deren Sinn sich mir nicht erschließt), als die TRAJAN sich vor einer TRAITOR-Einheit verstecken muss. Das scheint ein weiterer Beweis für meine These zu sein, der zufolge es auf wichtigen Einsätzen immer mindestens einen Psychopathen geben muss, der unsere Helden in Gefahr bringt, weil den Autoren sonst nicht genug einfallen würde, um für etwas Spannung zu sorgen.

J. Kreis, 25.03.2006


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