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Perry Rhodan Nr. 2325: Der verbotene Krieg

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Seit dem Hyperimpedanzschock haben die Blues sich in der Eastside gegen den Rest der Galaxis abgeschottet. Auch hier sind Hyperkristalle plötzlich zum wertvollsten aller Güter geworden. Zwar ist es den Gatasern gelungen, mittels des von jungen Blues erzeugten B-Hormons sowohl Khalumvatt- als auch Criipas-Kristalle so weit zu stabilisieren, dass mit dem neuen Kristall (der Tlynosiim genannt wird) 54,3 Prozent des Prä-Hyperschock-Wirkungsgrades erreicht werden können, aber dies sind nur erste Erfolge. Noch kämpfen die verschiedenen Brudervölker der Jülziish erbittert um die wichtigsten Hyperkristall-Vorkommen und um die Vorherrschaft in der Eastside. Ständig werden neue Bündnisse geschlossen, die schon kurze Zeit später wieder gebrochen werden, Raumschlachten und Überfälle auf Planeten sind an der Tagesordnung. Für noch mehr Verwirrung sorgen Gerüchte, denen zufolge der Urgott Tlyünosmun wiedergekehrt sei. In Wirklichkeit handelt es sich um einen Koda Ariel - Gestaltwandler.

Mitten in dieses Gewirr hinein platzt Trester, ein Kalbaron der Terminalen Kolonne, dessen Fort TRAICOON 0355 beim Sonnensystem der Gataser stationiert ist, mit seiner Verkündung der TRAITOR-Direktive. Weitere Kolonnen-Forts stehen bei allen wichtigen Systemen der Eastside, Dunkle Obelisken sind auf allen Blues-Hauptwelten aufgestellt worden. Bisher haben die Blues alle Nachrichten über die Terminale Kolonne ignoriert, doch jetzt können sie nicht mehr so tun, als lebten sie in ihrem eigenen, sicheren Universum. Einer der wichtigsten Männer im Reich der Gataser, Admiral Fylynder Veyt, wird von einem Kolonnen-Motivator zu einem willigen Diener TRAITORS gemacht. Ebenso ergeht es zahlreichen anderen wichtigen Persönlichkeiten, doch der Geheimdienst schaltet all diese Personen aus (auch Veyt wird erschossen), bevor sie dafür sorgen können, dass die Blues sich als Hilfsvolk in die Terminale Kolonne integrieren.

Die blindwütigen Angriffe der Blues gegen die unbesiegbaren Traitanks lassen nach, als Trester das Regierungsviertel auf Gatas vernichten lässt. Einzelne Blues-Völker wollen die neue Situation nutzen, um ihre Brudervölker zu schwächen. Zum Beispiel greifen die Mantam die Welten des Verth-Systems an. Diese Verschwendung von Ressourcen wird von Trester nicht geduldet. Er greift durch, lässt die Schiffe solcher Aggressoren vernichten und sorgt auf diese Weise zum ersten Frieden unter den Blues-Völkern seit Jahren - allerdings ist es ein aufgezwungener Frieden, eine Situation, mit der die Blues sich nicht abfinden wollen. Der Widerstand formiert sich im Untergrund.

Kommentar:

Arndt Ellmer kann sich rühmen, den Roman mit den meisten Ypsilons, "Ü"s und "I"s der letzten Jahre geschrieben zu haben. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Die Bluesvölker sind nicht mehr als weitere Dominosteinchen, die unter dem Druck der Terminalen Kolonne umfallen. Ellmer beschreibt die Tellerköpfe immerhin genau so, wie man sie von früher kennt. Sie sind etwas durchgeknallt, unter sich zerstritten, und haben seltsame Eßgewohnheiten. Mehr war aus dem Exposé für den Roman wahrscheinlich nicht herauszuholen.

Die Materialschlachten und die sich ständig ändernden Bündnisse halte ich vor dem Hintergrund der Hyperimpedanz-Erhöhung für unglaubwürdig. Wie sollten solche Kämpfe wohl möglich sein, wenn Raumschiffe Monate oder Jahre brauchen, um von einem Sonnensystem zum anderen zu kommen? Wie sollten die Bluesvölker schnelle Koalitionen untereinander schließen und wieder brechen können, wenn Nachrichten genauso lange unterwegs sind? Man sollte nicht vergessen, dass die Eastside zwar der Hinterhof der Milchstraße sein mag, dass sie aber keineswegs klein ist.

Die Nebenstory mit dem angeblichen Blues-Gott halte ich für überflüssig. Warum halten die Blues den Gestaltwandler für einen Gott? Nur weil er es nicht schafft, sich einen ordentlichen Tellerkopf wachsen zu lassen?

J. Kreis, 12.03.2006


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