Perrypedia
Online-Lexikon
zur PR-Serie
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Weiter zu Nr. 2325
Zurück zu Nr. 2323


Perry Rhodan Nr. 2324: Traitanks über Drorah

Autor: Hans Kneifel

Inhalt

Die Gerüchte über den Machtwechsel im Blauen System der Akonen sind wahr: Der Regierende Rat wurde abgesetzt. Durch ein Bündnis mit 250.000 Baalols ist es dem akonischen Geheimdienst 1340 NGZ gelungen, alle Räte "abzulösen". Drorah und die anderen Welten des Systems sind jetzt in der Hand des Energiekommandos. Eine echte Opposition gibt es nicht, aber nicht alle Akonen sind mit der neuen Situation zufrieden, obwohl es dem Volk auch seit der Hyperimpedanz-Erhöhung recht gut geht - man hat schon frühzeitig auf Alt-Technik umgesattelt, insbesondere werden jetzt Käfigtransmitter mit kurzer Reichweite verwendet, denn im Blauen System ist die Transmittertechnologie ein unverzichtbarer Bestandteil aller Bereiche des täglichen Lebens. Durch Zensur und Nachrichtensperren werden die Akonen ruhig gehalten. So bleibt die Existenz eines Dunklen Obelisken auf Drorah und die Stationierung des Kolonnen-Forts TRAICOON 0031 beim Blauen System für viele Akonen zunächst ein Geheimnis.

Doch dann tritt TRAITORS Eroberungsfeldzug auf Anordnung Zerberoffs in die zweite Phase. Der für die Akonen zuständige Kalbaron Gherzzon lässt Traitanks aufmarschieren, die unter der akonischen Heimatflotte ein Gemetzel anrichten. Dann verkündet er die aus sieben Punkten bestehende TRAITOR-Direktive. Im Wesentlichen laufen diese Regeln darauf hinaus, dass alle Planeten des Blauen Systems mit jeglicher Infrastruktur, sowie alle Raumschiffe und Stationen, Eigentum TRAITORS sind. Den Akonen ist es nicht erlaubt, Ressourcen über den aktuellen Eigenbedarf hinaus abzubauen oder zu verbrauchen. Außerdem dürfen sie sich nur noch in engen Grenzen frei bewegen, dürfen keine kriegerischen Handlungen durchführen und sind jedem Mitglied der Terminalen Kolonne gegenüber weisungsgebunden. Mit anderen Worten: Die Akonen sind Sklaven in ihrem eigenen Heimatsystem.

Der neue Regierende Rat löst sich auf und geht in den Untergrund. Forman tan Porgenia, der Ma'tam des Rates, veranlasst die Verminung aller wichtigen Einrichtungen auf allen Planeten des Systems. Dadurch soll es den Räten, die in Tarnexistenzen schlüpfen wollen, möglich sein, jederzeit unbemerkt Sabotageakte zu verüben. Allerdings ist auf Drorah eine Familie Koda Ariel aktiv. So erfährt auch Gherzzon von Formans Plan. Der Kalbaron schlägt zurück: Mikro-Bestien werden nach Drorah entsandt. Gnadenlos jagen und töten die Assassinen des Chaos alle Räte, bis nur noch Forman übrig ist. Kurz bevor auch er einer Mikro-Bestie zum Opfer fällt, übergibt er ausgerechnet Dorn Tevomor, dem Führer einer Demonstrantenbewegung, einen der letzten Sprengsätze. Über 4000 Ladungen wurden bereits erfolgreich versteckt.

Kommentar:

Eine galaktische Großmacht nach der anderen wird von der Terminalen Kolonne zusammengestutzt. Nur die Terraner nicht - die sind hinter ihrem Kristallschirm zunächst sicher. Wenn das so bleibt, d.h. wenn TRAITOR auf Arkon, auf Drorah und wer weiß wo sonst noch damit anfangen sollte, Ressourcenabbau in dem Stil zu betreiben, den wir ja schon am Beispiel von Caiwan gesehen haben, dann erleben wir in der Perry Rhodan - Serie womöglich eine Renaissance des Solaren Imperiums: Die Wiederkehr der Vorherrschaft der Terraner in der Milchstraße. Ich weiß nicht, ob mir ein solches Szenario heute noch gefallen würde…

Hans Kneifel flicht einige Anspielungen auf den Lemuria-Taschenbuchzyklus in diesen Roman ein. Solina Tormas, Eniva ta Drorar und das Raumschiff LAS-TOÓR werden erwähnt. Solche Querverweise gefallen mir immer gut - genau genommen waren das die einzigen Szenen, bei denen ich richtig "hellhörig" geworden bin. Alles andere verlief allzu sehr nach dem seit dem Fall von Arkon und Halut wohlbekannten Schema. Immerhin: Die knuffigen Mikro-Bestien dürfen mal zeigen, wozu sie wirklich imstande sind.

J. Kreis, 05.03.2006


Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Weiter zu Nr. 2325
Zurück zu Nr. 2323