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Perry Rhodan Nr. 2321: Schatten über Halut

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Nachdem er die Dunklen Obelisken zu allen wichtigen Welten der Milchstraße entsandt hat, beruft Zerberoff eine Versammlung aller Kommandanten der Kolonnen-Forts ein. Sie findet auf dem Fort TRAICOON 0106 statt, das sich in der Nähe von Halut befindet. Zerberoff, der das ranghöchste Wesen TRAITORS in der Milchstraße ist, beansprucht den Oberbefehl über die Terminale Kolonne, da deren Anführer, die Progress-Wahrer, noch immer nicht eingetroffen sind. Er will die nächste Phase der Eroberung starten: Die Ausbeutung aller Ressourcen der Galaxis. Natürlich erntet er vor allem Widerspruch, doch da erscheint ein Terminaler Herold mit einer Dunkelkapsel.

Das mächtige, aber fragile Wesen, eine riesige geflügelte Kreatur, die lähmende Kälte ausstrahlt, ist den Progress-Wahrern direkt unterstellt. Seiner Autorität hat auch Zerberoff sich zu beugen. Gerüchten zufolge entstammen die Terminalen Herolde einem so genannten protochaotischen Universum. Der Herold befürwortet Zerberoffs Alleingang und gibt ihm Entscheidungsvollmacht. Zerberoff darf den Feldzug der Kolonne auf der nächsten Stufe fortführen. Der Befehlshaber von TRAICOON 0106, Vizekapitän Malikadi (ein Duales Wesen wie Zerberoff), wird ihm als Berater - in Wirklichkeit wohl eher als Beobachter - an die Seite gestellt. Bevor er das Fort verlässt, verkündet der Herold, eine Familie Koda Ariel sei im Solsystem als Beobachter ausgesetzt worden.

Inzwischen ist Icho Tolot mit einem Kantor-Sextanten auf seiner Heimatwelt Halut eingetroffen. Bei der Übermittlungen seiner Nachrichten über die Terminale Kolonne lässt er äußerste Vorsicht walten, da er einerseits annimmt, dass sich Spione auf Halut befinden könnten, und da er andererseits zu Recht befürchtet, die Haluter könnten unter dem Einfluss der Drangwäsche auf die selbstmörderische Idee kommen, das Kolonnen-Fort anzugreifen, dessen Standort mit dem Sextanten ermittelt werden kann. Tolot beruft eine Versammlung der Haluter ein und schlägt den Exodus seines Volkes vor. Die Mehrheit stimmt zu. Da es auf Halut nämlich praktisch keine Rohstoffe oder andere Ressourcen gibt, die von der Terminalen Kolonne ausgebeutet werden könnten, nehmen die Haluter an, sie selbst seien für TRAITOR interessant.

Da sie lieber sterben würden, als sich in die Terminale Kolonne eingliedern zu lassen, fliehen alle Haluter am 11.10.1344 NGZ mit ihren zu Modulraumern umgebauten Kugelschiffen zu geheimen Sammelpunkten. Ihre Flucht wird durch eine Gruppe von Halutern gedeckt, die mitten in der Drangwäsche stecken und sich, angeführt von Tolot selbst, todesmutig zur Ablenkung auf das von einem Chaos-Geschwader geschützte Kolonnen-Fort stürzen. Der Angriff auf das Fort bleibt natürlich wirkungslos. Alle angreifenden Haluterschiffe werden vernichtet, Tolot entkommt nur knapp. Die Ablenkung jedoch hat Erfolg, "nur" 112 Schiffe der fliehenden Haluterflotte werden abgeschossen.

Kommentar:

Wieder so ein seltsamer Begriff, der einfach mal in den Raum geworfen wird: Koda Ariel - ich nehme an, dass wir im nächsten Roman mehr darüber erfahren werden. Mit manchem anderem Begriff oder mit den diversen Völkern und Einrichtungen der Kolonne ist das anders. Es kommt mir so vor, als würden immer wieder mal Dinge am Rande erwähnt werden, die den Leser aufhorchen lassen sollen, die aber nie näher erklärt werden. Oder darf man noch darauf hoffen zu erfahren, was der Ricodin-Verbundstoff eigentlich ist? Oder wie die Dunklen Ermittler, die Kolonnen-Motivatoren usw. aussehen? Oder warum in der Terminalen Kolonne mindestens zwei Völker mit dabei sind, die den Halutern bzw. den Bestien ähneln?

Ich muss sagen, dass auch dieser Roman, wie schon PR 2317, mich relativ kalt lässt. Ebenso wie Arkons Fall vollzieht sich auch der Exodus der Haluter so undramatisch, dass er irgendwie den Charakter einer Nebensache hat, die man mal so eben beiläufig erwähnt, die aber sonst nicht weiter von Bedeutung ist. Ich finde das schade, denn die Haluter gehören zu meinen Favoriten unter den Völkern des Perryversums. Zuviel Wert wird erneut auf Zerberoff gelegt, eine Figur, die ich einfach völlig uninteressant finde. Die Autoren scheinen zu denken, er sei ein faszinierender Charakter, nur weil er aus zwei Körperhälften besteht. Leider machen sie daraus aber viel zu wenig. Von "verschenktem Potential" hatte ich ja schon mehrmals im Zusammenhang mit Romanen des neuen Zyklus gesprochenů

J. Kreis 12.02.2006


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