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Perry Rhodan Nr. 2315: Kampf ums Salkrit

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Der Hainrat der Charonii weigert sich hartnäckig, ein Bündnis mit Atlan und den Terranern einzugehen oder zur Kenntnis zu nehmen, dass es im Goldenen System ein befreundetes Volk gibt, das auf fremden Schutz angewiesen ist. Atlan darf gar nicht erst vor dem Rat sprechen. Die Charonii würden am liebsten bis in alle Ewigkeit ihr abgeschiedenes Dasein im Strukturgestöber führen. Doch das ist unmöglich, denn die Streitkräfte TRAITORS greifen erneut nach der Charon-Wolke. Es wird beobachtet, wie 22 TRAICAH-Fabriken ins Strukturgestöber eindringen. Diese Basisschiffe der Charnaz Bakr bestehen aus zylinderförmigen, 40 Kilometer durchmessenden und 8 Kilometer hohen Hauptkörpern, an deren beiden Flachseiten je eine 25 Kilometer durchmessende und 4 Kilometer durchmessende Scheibe angeflanscht ist. Auf der Ober- und Unterseite des Hauptkörpers erheben sich Städte aus mehreren hundert Meter hohen Gebäuden. Die TRAICAH-Fabriken erzeugen überstarke Gravitationsfelder, mit denen sie das Strukturgestöber verdrängen können, und nehmen direkten Kurs auf das Goldene System.

Gegen den Willen des Hainrats mobilisiert Kempo Doll'Arym die Strukturdolben des Charon-Korps, um den Charnaz Bakr entgegenzutreten. Atlan unterstellt die VERACRUZ seinem Kommando, ist aber alles andere als glücklich über Kempos Geheimniskrämerei, denn der junge Strukturpilot verrät dem Arkoniden nicht, welchen Preis die Charonii für den Einsatz der Explosiven Kraft zahlen müssen. Immerhin lässt Kempo zu, dass die Mitglieder des Charon-Korps von Atlan und den Terranern in Kampftechniken geschult werden, denn über derartige Fertigkeiten verfügen die Charonii nach all den Jahrtausenden der friedlichen Isolation nicht mehr. Unterwegs zum Abfangpunkt wird ein Mordanschlag auf Kempo verübt, der jedoch nicht erfolgreich ist. Der Attentäter gesteht, dass er im Auftrag der Charon-Loge gehandelt hat. Wieder einmal steckt Khal Pif'Deran dahinter. Das Ratsmitglied will nicht nur den Störenfried aus dem Weg räumen, sondern auch den Tod seiner Tochter Auhara rächen, für den er Kempo völlig zu Recht verantwortlich macht. Zu seinem Entsetzen erfährt Kempo, dass sein eigener Vater einst Mitglied der Charon-Loge gewesen sein muss…

Als es zum Kampf gegen die TRAICAH-Fabriken kommt, erzielen die Charonii zwar große Erfolge, erleiden aber auch schwere Verluste, denn für jeden Einsatz der Explosiven Kraft muss ein Charonii sein Leben lassen. Außerdem können die TRAICAH-Fabriken ihre Schwerkraftfelder auch zielgerichtet einsetzen und damit einige Strukturdolben vernichten. Dennoch werden alle TRAICAH-Fabriken bis auf eine einzige vernichtet. Auf Kempos Strukturdolbe DORYNA sind nur noch drei Besatzungsmitglieder - darunter sein alter Freund Sheerdurn - am Leben. Da nutzt Kempo eine geringe Menge Salkrit, die sich auf der DORYNA befindet. Durch die Ausstrahlungen dieser Substanz kann Kempo das eigentlich schon viel zu weit entfernte Schiff der Charnaz Bakr vernichten - und kein einziger Charonii musste sein Leben opfern, um den Letal-Impuls zu liefern!

Nach der Schlacht schließen Kempo und Atlan eine Abmachung. Ohne Wissen des Hainrats überantwortet Kempo der LFT das unbewohnte Jonathon-System in der Charon-Wolke und richtet einen permanenten Fährdienst zum Goldenen System ein, außerdem wird das Ersatz-Handelsdock in Betrieb genommen. Die LFT verpflichtet sich im Gegenzug, die Charonii im Kampf gegen die Terminale Kolonne zu unterstützen und Technologie zur Verfügung zu stellen. Kempo will außerdem alle Informationen über die Machenschaften der Charon-Loge und über die Bedrohung durch TRAITOR öffentlich machen, um die Charonii vielleicht doch noch aus ihrer Lethargie zu reißen.

Kommentar:

Michael Marcus Thurner darf wieder mal seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen und eine viel zu übertriebene Darstellung einer in Bürokratie erstarrten Gesellschaft abliefern. Da aber wohl nicht der Hainrat, sondern die Charon-Loge die wichtigen Entscheidungen innerhalb der Charon-Wolke trifft, ist das noch zu verschmerzen. Ebenfalls nicht so schön fand ich das etwas allzu rotzige Verhalten Kempos, denn das widerspricht der bisherigen Darstellung dieser Figur. Kein Wunder, dass er Atlan zur Weißglut treibt, und wegen den entsprechenden Szenen, die ich recht amüsant fand, sind diese Schwächen gerade noch verzeihlich.

Es werden einige Parallelen zwischen Kempo und Perry Rhodan aufgebaut. So löst Kempo am Ende des Romans die Strukturpiloten-Abzeichen von seiner Kombination, um sich symbolisch von den Mächtigen der Charonii zu distanzieren - genau wie Rhodan es damals, in Roman Nr. 1 der Serie, mit seinen Rangabzeichen gemacht hat. Ob diese Parallelen nun angebracht sind oder nicht, lasse ich mal dahingestellt. Eine nette Anspielung für Altleser ist es durchaus.

Jetzt kennen wir wenigstens einen Verwendungszweck für das Salkrit: Man kann mit seiner Hilfe die Explosive Kraft einsetzen und braucht niemanden, der sich für den Letal-Impuls opfert. Das kann aber nicht alles sein, denn außerhalb des Strukturgestöbers ist diese Eigenschaft des Salkrits nutzlos.

Verstehe übrigens nicht, warum die VERACRUZ beim Kampf gegen die TRAICAH-Fabriken nicht eingreift. Wozu ist sie denn überhaupt mitgeflogen? Da die Strukturpiloten das Riesenschiff zusätzlich vor dem Strukturgestöber schützen müssen, kann sie nichts anderes als ein nutzloser Klotz am Bein gewesen sein.


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