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Perry Rhodan Nr. 2313: Das Goldene System

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Unter großen Schwierigkeiten nähert sich die VERACRUZ, geschützt von den Strukturpiloten der DORYNA, dem Goldenen System im Zentrum der Charon-Wolke. Je näher die Schiffe dem verbotenen Sonnensystem kommen, desto schwieriger wird es für die Strukturpiloten, die ruhige Zone im Strukturgestöber aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig kommt es zu immer schwereren Störungen der Schiffssysteme. Am 13 Juli 1344 NGZ erreichen die Schiffe endlich die Randbereiche des Goldenen Systems, aber weiter können sie nicht eindringen - zu schwer wiegen die Beeinträchtigungen durch starke hyperenergetische Felder und andere Effekte. Auch Guckys Parafähigkeiten werden dadurch gelähmt. Die Sonne des Goldenen Systems ist ein Roter Riese mit nur einem einzigen Planeten, die den Namen "Gold" erhält. Zehntausende von verschieden großen Asteroiden umkreisen die Sonne, dazwischen herrscht eine ungewöhnlich hohe Materiedichte: Praktisch das gesamte System scheint von Feinstaub erfüllt zu sein, der auch durch den Strahlungsdruck der Sonne nicht auseinander getrieben wird. Wie es scheint, wird dieser Staub von außen angesogen, er materialisiert aus unbekannter Quelle und konzentriert sich in der Umlaufbahn der Asteroiden.

Man ist also zunächst auf Messungen mit dem Kantor-Sextanten angewiesen. Dabei tut sich ein mit diesem Gerät an Bord gekommener Wissenschaftler namens Dr. Gregorian hervor, der ein solch sonderbarer Kauz ist, dass er permanent mit seinen Kollegen aneinanderrasselt und der so einzelgängerisch lebt, dass niemand seinen Vornamen kennt. Atlan hält jedoch große Stücke auf ihn, denn er hat im Team von Malcolm S. Daellian einen legendären Ruf erworben und ist angeblich ein Nachkomme Sato Ambushs. Auf über 26.000 Asteroiden werden starke Quellen von Hyperstrahlung angemessen. Wie es scheint, hat man damit die noch verbliebenen Salkritvorkommen des Goldenen Systems identifiziert. Atlan führt ein Team zu einem "tauben" Asteroiden, der in der Nähe der VERACRUZ vorbei treibt, da die echten "Hotspots" zu weit entfernt sind. Dabei wird ein neuer Schiffstyp verwendet: Zwei Beiboote der SKARABÄUS-Klasse. In diesen kleinen Schiffen, die aus einer Trägerplattform mit Prallfeldkuppel und angeflanschter Kugelzelle bestehen, wurde nur die einfachste, störungsunanfälligste Technologie verbaut.

Auch auf dem "tauben" Asteroiden, der an einen grobporigen Schwamm erinnert, wird noch Salkrit entdeckt, aber die dortigen Vorkommen scheinen schon vor langer Zeit fast völlig ausgebeutet worden zu sein. Es zeigt sich, dass das Salkrit mit herkömmlichen Schürfmethoden nicht abgebaut werden kann, da es bei Berührung wie Paratau oder Schaumopal deflagriert, allerdings ohne irgendwelche Psi-Effekte zu verursachen. Nur unter größter Vorsicht und mit Hilfe von Ynkelonium-Skalpellen kann es zerteilt werden. Das Salkrit ist keine normale Materie, sondern eher eine Art Materieprojektion bzw. Psi-Materie, die sich um Goldatome herum kristallisiert hat. Dieses Material ist ein überstarker Hyperstrahler, dessen Wirkungsgrad alles in den Schatten stellt, was bisher bekannt ist. Da Atlan im Salkrit eine neue Hoffnung für die hyperimpedanzgeschädigte Raumfahrt sieht, fliegt er einen der echten Hotspots an. Auch dieser Asteroid besteht aus porösem Material. Dort werden Fossilien von großen Vogelwesen entdeckt, und wie es scheint, haben diese Wesen Herzen aus Salkrit besessen.

Während der Untersuchung dieser Skelette wird Atlans Gruppe von Techniten angegriffen. Außerdem erscheinen rechteckige Schiffe, die die SKARABÄUS-Boote angreifen. Die fremden Schiffe sind Gitterkonstruktionen, in die diverse Module eingehängt sind. Atlan erhält unerwartete Hilfe von einer dritten Gruppe, die lang gestreckte, keilförmige Schiffe mit weißer Außenhülle verwendet. Die Neuankömmlinge identifizieren sich als Seecharan und lotsen Atlans SKARABÄUS-Boot zu einem Planetoiden, der eine Basis der Seecharan zu sein scheint. Sie nennen ihn GRAANWATAH, die letzte Zuflucht. Kaum ist Atlans Boot gelandet, da wird der Planetoid von über hundert Techniten-Gitterschiffen belagert.

Kommentar:

Wären nicht die Informationen über das Goldene System, das Salkrit und die Seecharan, dann wäre dieser Roman total uninteressant. Dr. Gregorian ist wieder eines jener klischeehaft-schrulligen Supergenies, die aus dem Nichts auftauchen und von Stund an bei den Terranern für die Problemlösung verantwortlich sind. Die Verwandtschaft zu Sato Ambush wird als fadenscheinige Begründung für Gregorians phänomenalen Fähigkeiten herangezogen - jedenfalls ist das bis jetzt die einzige Begründung, die geliefert wird. Mal sehen, mit welchen auf Rainer Castors Mist gewachsenen technischen Gimmicks der gute Mann uns in Zukunft noch beglücken wird.

Das gesamte Szenario mit der Charon-Wolke, den Charonii und dem Salkrit ähnelt so frappierend den ersten Romanen des Sternenozean-Zyklus mit Hyperkokon, Heiligem Berg, Schaumopal und Motana, dass man sich fragen muss, für wie dumm die Expokraten ihre Leser eigentlich halten oder ob sie glauben, kaum einer der Leser des neuen Zyklus habe den Sternenozean-Zyklus gelesen oder könne sich noch an ihn erinnern. Innerhalb von nur hundert Heften kopiert die Serie sich mittlerweile selbst - die Halbwertszeit von Ideen wurde also nochmals drastisch herabgesetzt.

Die Seecharan sind wohl eines jener Völker, mit denen das Charon-Korps vor langer Zeit befreundet war. Auch für die Vogelwesen, von denen es scheinbar nur noch Fossilien gibt, könnte das gelten. Es wäre interessant zu wissen, warum diese Wesen Herzen aus Salkrit hatten. Ich nehme doch nicht an, dass die Asteroiden nichts anderes sind als gigantische Friedhöfe dieser Wesen, und dass die Charonii für die Schutzherren mit dem Abbau des Salkrits eine besondere Art der Grabräuberei betrieben haben? Vielleicht hat sich das Salkrit ja in den Herzen der Vogelwesen abgelagert und vielleicht haben sie dadurch besondere Fähigkeiten gewonnen?


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