Perrypedia
Online-Lexikon
zur PR-Serie
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Weiter zu Nr. 2312
Zurück zu Nr. 2310


Perry Rhodan Nr. 2311 Die Explosive Kraft

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Nur dem beherzten Eingreifen Kempo Doll'Aryms ist es zu verdanken, dass die Strukturdolbe, an deren Flug er eigentlich nur als Kadett hätte teilnehmen sollen, nicht in einem Struktursturm vernichtet wird. Es zeigt sich, dass Kempo einer der begabtesten Strukturpiloten ist, die sein Volk je hervorgebracht hat. Er hat in den folgenden Monaten deshalb großen Zulauf, als er das Kommando über die DORYNA übernimmt. Seine geliebte Auhara und sein alter Freund Sheerdurn gehören ebenfalls zur Mannschaft. Nach einigen offiziellen Pendelflügen verwirklicht Kempo seinen alten Traum und durchdringt mit der DORYNA die Charon-Schranke - ein ungeheuerliches Ereignis. Noch beunruhigender sind aber die Entdeckungen, die Kempo bei seinem kurzen Aufenthalt in der von den meisten Charonii geleugneten Außenwelt macht: Dort untersuchen gigantische Raumschiffe das Strukturgestöber, ohne jedoch in dieses eindringen zu können. Kempo erfährt, dass diese Schiffe den unbekannten Völkern der Arkoniden und Terraner gehören. Der Rat aller Charonii verbietet die Veröffentlichung dieser Erkenntnisse, Kempo und seine Leute werden mundtot gemacht.

Durch die Hinweise eines alten Freunds Sheerdurns entdecken sie jedoch auf dem angeblich unbewohnbaren Planeten Stolp einen riesigen Turm, von dem aus auf ein Netz aus Beobachtungssatelliten, das sich außerhalb des Strukturgestöbers befindet, zugegriffen werden kann. Diese Einrichtungen sind die Hinterlassenschaften des so genannten Charon-Korps, einer untergegangenen Organisation, die aus der Elite der Strukturpiloten bestanden hat. Außerdem befinden sich auf Stolp Dutzende von einsatzbereiten Strukturdolben. Es finden sich auch Aufzeichnungen über die Ankunft eines Bionischen Kreuzers. So erfahren die Charonii, dass es tatsächlich noch Schutzherren gibt, dass diese sich aber auf die Suche nach dem Ahandaba begeben haben. Kempo beschließt, das Charon-Korps wieder zu beleben und rekrutiert zu diesem Zweck vor allem Charonii, die entweder schon wegen Tabuverletzungen verbannt worden waren oder unzufrieden mit der isolationistischen Politik des Rats sind. Der Rat setzt sich vermutlich zumindest teilweise aus ehemaligen Mitgliedern der Charon-Loge zusammen. Dieser Geheimbund war seinerzeit verantwortlich für den Untergang des Charon-Korps und hält auch jetzt noch die wahre Macht in der Charon-Wolke in Händen.

Ausgerechnet Khal Pif'Deran, Ratsvorsitzender und alter Gegenspieler Kempos, stimmt der Wiederbelebung des Charon-Korps zu. Dessen Mitglieder sollen die Charon-Schranke überwachen. Kempo denkt aber bereits weiter: Er hat erkannt, dass man unter den Fremden neue Freunde suchen muss und dass man gegen jene, die sich feindlich verhalten, eine Waffe braucht. Da die Strukturdolben über keine Offensivbewaffnung verfügen, experimentiert Kempo mit der Explosiven Kraft, die es möglich macht, das Strukturgestöber als Waffe einzusetzen. Es zeigt sich jedoch, dass diese nur schwer beherrscht werden kann. Deshalb bricht Kempo ein weiteres Tabu seines Volks und veranlasst die Einrichtung von Akademien, an denen der Umgang mit der Explosiven Kraft geübt wird. Auf Stolp werden derweil Aufzeichnungen entdeckt, aus denen hervorgeht, dass die Charonii in der Vorzeit nicht allein in der Charon-Wolke waren. 30 Meter lange Vogelwesen und aufrecht gehende Riesenkalmare scheinen zu ihren befreundeten Völkern gehört zu haben. Am schwersten wiegt aber die Information, dass die Explosive Kraft nur eingesetzt werden kann, wenn dabei ein Strukturpilot sein Leben opfert. Dieser muss die zerstörerischen Kräfte des Hyperorkans mit einem Letalimpuls binden.

Es bleibt keine Zeit, lange über diese Information nachzugrübeln, denn zwei Prospektoren-Raumer TRAITORS dringen ins Strukturgestöber ein und vernichten dabei eine Strukturdolbe. Kempo greift mit der DORYNA an, entfesselt die Explosive Kraft und kann die Eindringlinge zurückschlagen. Doch eine Person aus Kempos Mannschaft musste ihr Leben opfern - Auhara, die Liebe seines Lebens.

Außerhalb der Charon-Wolke unternimmt Marc London ein gewagtes Experiment. Er nähert sich dem Strukturgestöber mit einer Space-Jet und tritt mit seiner Paragabe in "Korrespondenz" mit einem Strukturpiloten. Auf diese Weise kann die Space-Jet ungefährdet ins Strukturgestöber eindringen. Bald verlässt ein kleines Raumschiff die Wolke und nimmt Funkkontakt auf. Es ist die DORYNA…

Kommentar:

Ich habe beschlossen, dass ich die Art und Weise, wie Leo Lukas die Charonii eingeführt hat, gut finden will. Einfach war es nicht, denn auch in diesem Roman verzichtet er nicht auf unpassendes Herumgealbere. Darüber hinaus wird die Kultur einiger Clans der Charonii derart übertrieben geschildert, dass wieder einmal jegliche Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt. Leo Lukas baut lieber irgendwelche aberwitzigen, völlig irrealen Abstrusitäten in seine Romane ein, als auch nur auf einen einzigen schalen Gag zu verzichten. Er kann es besser, wie er mit dem Roman Der erste Unsterbliche (Lemuria-Taschenbuchzyklus) bewiesen hat. Es wäre schön gewesen, wenn er es geschafft hätte, dieses Niveau zu halten. Aber das ist ihm leider nicht gelungen.


Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Weiter zu Nr. 2312
Zurück zu Nr. 2310