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Perry Rhodan Nr. 2309 Die Augen von Charon

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Vor dem Start der Ahandaba-Karawane hat Gon-Orbhon die Terraner auf die Charon-Wolke im Zentrum der Milchstraße aufmerksam gemacht. Sie enthält nur 28 Sonnen und war - wie der Sternenozean von Jamondi - mehrere Millionen Jahre lang in einem von ES erzeugten Hyperkokon verborgen. Dort scheint sich das vierdimensionale Raum-Zeit-Kontinuum in "etwas anderes" zu verwandeln. Da es noch niemandem gelungen ist, in diesen Bereich vorzustoßen, wollte es auch die Ahandaba-Karawane nicht versuchen. Gon-Orbhon hatte mitgeteilt, in Charon sei das Volk der Charonii im Goldenen System beheimatet. Die Schutzherren hätten ein Netz aus Überwachungssatelliten in Charon installiert und das überaus wertvolle Material Salkrit dort gewonnen. Atlan macht sich im April 1344 NGZ mit einem Verband aus zwei 1500-Meter-Raumern dorthin auf den Weg, später stößt noch der 800-Meter-Raumer AUBERG zu dem kleinen Verband hinzu, der als Kurierschiff genutzt werden kann. Atlans Schiff ist die VERACRUZ. Auch die Arkoniden sind mit einigen schweren Einheiten im Umfeld der Charon-Wolke tätig.

Eine genaue Erforschung des Sternhaufens ist nicht möglich, denn er wird von einer Art Wolke umgeben, die man mangels besserer Erklärung als Strukturgestöber bezeichnet. Die Wolke sieht aus wie ein wild wirbelndes Schneegestöber und verhindert jegliche Ortung. Sonden, die ins Innere dieser Zone geschossen werden, werden innerhalb kürzester Zeit völlig zerfetzt. An einzelnen Stellen bilden sich Verdickungen im Strukturgestöber, die wie Augen wirken. Atlan nimmt an, dass es sich um Schiffe oder etwas ähnliches handelt, die mit dem Strukturgestöber interagieren. Da er die Existenz psi-begabter Wesen im Inneren Charons vermutet, fordert Atlan den Psi-Korresponder Marc London an. Dieser trifft, begleitet von Hajmo Siderip, am 10. Juni 1344 NGZ mit der AUBERG ein. Die AUBERG bringt auch einen Kantor-Sextanten mit, der in die VERACRUZ eingebaut wird.

Auch TRAITOR interessiert sich für die Charon-Wolke. Zwei Schiffe der Kolonnen-Prospektoren sind vor Ort. Diese 1400 Meter langen, aus je zwei raketenförmigen Einheiten und einem verdickten Mittelteil bestehenden Schiffe, die von haluterähnlichen, aber 4,50 Meter großen Wesen aus dem Volk der Charnaz Bakr bemannt sind, haben die Aufgabe, Abbaumöglichkeiten des Salkrits als Rohstoff für die Terminale Kolonne zu erkunden. Sie vernichten die arkonidischen Schiffe mit ihren Potenzialwerfern und bauen gewaltige Gravitationsfelder auf, mit denen es ihnen tatsächlich gelingt, das Strukturgestöber zu durchdringen. Im Inneren der Charon-Wolke werden sie jedoch angegriffen. Ein Prospektorenschiff wird vernichtet, das zweite entkommt schwer beschädigt.

Atlan, der diese Geschehnisse mit Hilfe des Kantor-Sextanten beobachten konnte, leitet persönlich eine Erkundung des Wracks. Das Erkundungsteam wird von den Charnaz Bakr angegriffen - eigentlich waren diese Wesen bereit, sich den Terranern zu ergeben, aber durch den hypnosuggestiven Einfluss eines Kolonnen-Motivators werden sie zum Kampf gezwungen. Allerdings sind sie nur schwach bewaffnet und können Atlans Leute nicht in Bedrängnis bringen. Die Terraner müssen dennoch fliehen, denn die Charnaz Bakr haben die Selbstzerstörung ihres Schiffs eingeleitet. Atlan erbeutet einen Speicherkristall, aus dem hervorgeht, dass die Kolonnen-Prospektoren Kenntnis vom Salkrit haben. Messergebnisse deuten darüber hinaus darauf hin, dass die riesigen Einheiten der Prospektoren nur Beiboote viel gewaltigerer Trägerschiffe gewesen sein müssen.

Wenig später erhält Marc London einen vagen Kontakt zu irgendetwas, das sich im Inneren der Charon-Wolke befindet…

Kommentar:

Nach 10 Wochen (wie auch Atlan selbst immer wieder betont) erfährt man endlich mal, was der alte Arkonidenhäuptling eigentlich so treibt. Er hat im neuen Zyklus gar einen eigenen Handlungsschauplatz erhalten und scheint dort erheblich sinnvoller eingesetzt zu werden als im Sternenozean-Zyklus, wo er eigentlich eher ein Statist war und sogar einmal für einen ganz billigen Schockeffekt missbraucht wurde (siehe PR 2269). Mir gefällt, wie Atlan bei seinem Einsatz im Bereich von Charon vorgeht und wie er charakterisiert wird. Der Roman bezieht seinen Reiz zwar hauptsächlich daraus, dass man wieder ein bisschen mehr über die Terminale Kolonne erfährt und dass ein geheimnisvoller neuer Schauplatz eingeführt wird, aber er ist unterhaltsam und angenehm zu lesen. So langsam kann man sich fragen, warum ausgerechnet Haluter- bzw. Bestienähnliche Wesen in der Terminalen Kolonne zu finden sind. Und: Ob es ein Zufall ist, dass bisher nur diese Wesen zur Loyalität gezwungen werden mussten. Vielleicht rückt ja in diesem Zyklus noch die Galaxie M87 in den Blickpunkt? Schließlich wurden die Bestien dort ja aus dem Genmaterial der Skoars gezüchtet und es gab eine ganze Menge von Abkömmlingen dieser Wesen…

Ich bin mir nicht so recht klar darüber, was es mit Charon auf sich hat. Hat dieser Sternhaufen nun zur Einflusssphäre der Schutzherren gehört oder nicht? Jedenfalls haben sie dort das Salkrit abgebaut, aber außer den Charonii scheint dort niemand gelebt zu haben. Warum also hat ES es für nötig gehalten, auch Charon in einen Hyperkokon zu stecken? Etwa, um das Salkrit vor fremdem Zugriff zu bewahren? In diesem Zusammenhang sollte auch ARCHETIMS Sitz, der Planet Oaghonyr, nicht unerwähnt bleiben. Auch Oaghonyr soll sich ja im Milchstraßenzentrum befinden und ist nie entdeckt worden… Man kann sich auch fragen, warum die Cynos von Novatho Kenntnis von der Charon-Wolke (oder von irgendeinem Ort im Inneren dieser Wolke) haben. Jedenfalls darf Atlan sich wahrscheinlich bald über Verstärkung freuen, schließlich hat sich in PR 2308 Bully mit der BUENOS AIRES auf den Weg nach Charon gemacht - und mit an Bord ist Gucky.

Noch ein paar Worte der Kritik: Auch die Charnaz Bakr reihen sich ein in die lange Kette stereotyper Bösewichte. Wie die Kybb sind sie rechte Schmutzfinken. Was lernen wir daraus? Das Böse stinkt…


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