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Perry Rhodan Nr. 2308 Die Schattenlosen

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Die von ihren ehemaligen Bewohnern verlassenen, ehemals in Hyperkokons verbannt gewesenen Sternhaufen werden unter den Milchstraßenvölkern aufgeteilt. Der Sternenozean von Jamondi wird von Arkoniden und Terranern besiedelt. Neun von der LFT besiedelten Systemen - darunter Tan-Jamondi - stehen 42 Systeme gegenüber, auf denen Arkoniden sich niedergelassen haben. Die Besiedlung verläuft aber friedlich, bislang ist es noch zu keinen Konflikten zwischen den beiden Machtblöcken gekommen. Im Sektor Hayok befindet sich ein Kolonnen-Fort, dorthin hat sich offenbar das von Zerberoff angeführte Chaos-Geschwader zurückgezogen. Reginald Bull startet mit der BUENOS AIRES, dem Flaggschiff der neuen Explorerflotte, zu einer Rundreise in den Sternenozean. Die Empfänge in den Kolonien absolviert er lustlos, denn er wird durch den Kosmopsychologen Jan Shruyver genervt, dessen technologiefeindliche Ansichten und betont hippiemäßige Verhaltensweisen ihn auf die Palme bringen. Sein Vergnügen an dieser inoffiziellen Hochzeitsreise mit Fran Imith ist also nicht ungetrübt.

Am 17. April 1344 NGZ wird ein Sonnensystem entdeckt, das in den Sternenkatalogen der Völker Jamondis nicht verzeichnet ist. Ein desorientierendes Feld hindert alle Nicht-Mutanten und Nicht-Mentalstabilisierten daran, den Planeten wahrzunehmen. Bull, Gucky und einige andere erkunden den Planeten, der den Namen Novatho trägt, und entdecken neun 300 Meter große Obelisken, die keinen Schatten werfen. Ein gewaltiger psionischer Wirbel hat sich über ihnen gebildet. Gucky erhält Kontakt mit den Obelisken - es handelt sich um Cynos, die vor 20 Millionen Jahren vor der Negasphäre aus Tare-Scharm geflohen sind und sich auf Novatho versteckt haben. Die Cynos haben eine mentale Botschaft ihrer Verwandten in Wassermal, den Pangalaktischen Statistikern, erhalten. Die Statistiker haben sie zu sich gerufen, damit sie nicht mit der in Hangay entstehenden Negasphäre untergehen. Das ist ein deutlicher Hinweis für die Galaktiker, dass diese Gefahr bereits akut sein muss.

Die Cynos können Novatho nicht verlassen. Dort hat sich unter ihrem Schutz ein menschenähnliches Naturvolk entwickelt, das jetzt unter dem mentalen Aufruhr, der die Cynos ergriffen hat, stark leidet. Außerdem haben die Cynos die Fähigkeit verloren, telepathisch zu navigieren. Gucky und Shruyver retten Ela, eine junge Novantin, vor drei Vergewaltigern. Shruyver verliebt sich in sie. Ihm gefällt die Naturverbundenheit der Novanten, sie entspricht seiner Lebensphilosophie. Eine Kosmokratenwalze erscheint und scannt den Planeten. Ein Kontakt kommt nicht zustande. Am 20. April starten die Obelisken schließlich doch, denn jetzt ist klar, dass die Existenz Novathos kein Geheimnis mehr ist. Als Navigator dient ihnen der in ihr Kollektivbewusstsein aufgenommene Geist des Emotionauten der BUENOS AIRES - der Mann war unheilbar krank und musste nicht erst lange von Gucky überredet werden, seinen Körper aufzugeben. Zum Dank lassen die Cynos einen Datenkristall zurück, der Koordinaten in der Charon-Wolke enthält. Die BUENOS AIRES nimmt Kurs auf diese Koordinaten. Shruyver bleibt bei Ela auf Novatho, um ihrem Volk zu helfen, über den Verlust der Cynos hinwegzukommen.

Kommentar:

Es kommt mir so vor, als sei für diesen Roman schnell eine Geschichte zusammengestoppelt worden, die lediglich als Vehikel für die Vermittlung einiger Informationen dienen soll. Dementsprechend uninteressant sind die Passagen mit den Novanten auch. Andere Passagen, unter anderem Bullys ständiges Gekabbel mit Jan Shruyver, sind sogar richtig schlecht. Zunächst einmal muss man sich fragen, warum auf der BUENOS AIRES, die ja zunächst mal nur auf politischer Goodwill-Tour ist, gleich zwei Psychologen mitfliegen müssen... Bullys Reaktion auf Shruyver ist unverständlich bzw. unglaubwürdig. Sollte er nach so vielen Jahren nicht etwas abgeklärter sein? Sollte er nicht fähig sein, andere Ansichten zu respektieren oder wenigstens zu tolerieren? Seine Reaktionen wirken ebenso unmotiviert und deplaziert wie Shruyvers für das 14. Jahrhundert NGZ völlig übertriebene, klischeehafte Ansichten. Übrigens spricht Shruyver etwas aus, das ich schon seit langem an der PR-Serie bemängele: Trotz aller Krisen, die die Terraner durchgemacht haben, trotz einer Jahrtausende umfassenden Geschichte (von unserer Realzeit aus gesehen), die vollgestopft war mit den unglaublichsten Ereignissen, haben die Terraner sich nicht weiterentwickelt. Von ihrem viel beschworenen "kosmischen Bewusstsein" ist jedenfalls nie auch nur das Geringste zu spüren gewesen.

Ein paar Fragen, auf deren Beantwortung ich seit den Erfahrungen, die ich mit dem Sternenozean-Zyklus gemacht habe, nicht mehr hoffe: Wieso tauchen jetzt plötzlich Kosmokratendiener auf, wo es doch erst hieß, die Ordnungsmächte seien anderswo gebunden und könnten keinesfalls in der Milchstraße eingreifen? Und wieso erscheinen sie ausgerechnet bei Novatho, einem bislang völlig unbedeutenden bzw. unbekannten Planeten? Warum ist die Kosmokratenwalze nicht im Verzeichnis der bekannten Schiffstypen vorhanden? Mit derartigen Schiffen hatten die Terraner doch nun schon oft genug zu tun! Warum sind ausgerechnet die Besch im Sternenozean geblieben? Die leben doch als fahrende Händler - mit wem wollen sie denn jetzt, unter den Bedingungen der erhöhten Hyperimpedanz, noch Handel treiben? Warum sind die Cynos, obwohl sie ihre Obeliskenform angenommen haben, nicht tot? Warum sind die Obelisken 300 Meter groß (lässt das Rückschlüsse auf die Körpergröße von Cynos aus Tare-Scharm zu?) und wieso können sie überhaupt fliegen? Warum leiden nur Raumfahrer unter der Coldox-Pest? Warum hat jemand, der an dieser Krankheit leidet, einen der wichtigsten Posten auf der BUENOS AIRES? Und warum gibt es auf dem Schiff, wenn man das schon weiß, keinen zweiten Emotionauten als Ersatz für ihn?

Ein langweiliger Roman voller Fragezeichen - zuklappen, Informationen in die Perrypedia übertragen, ansonsten vergessenů


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