Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Weiter zu Nr. 2308
Zurück zu Nr. 2306


Perry Rhodan Nr. 2307 Der Psi-Korresponder

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Marc Londons Mutantengabe lässt sich durch keine herkömmliche Methode analysieren. Der junge Mann wird Guckys Obhut übergeben, doch der Mausbiber kann Londons Gedanken nicht lesen. Er kann ihn auch nicht telekinetisch festhalten. Als er mit ihm teleportiert, stellt er fest, dass er sich dafür nicht mehr anstrengen muss, als wenn er allein teleportieren würde. Gucky nimmt London mit auf den Mond, wo der Mausbiber die Belegschaft von HWG-01 telepathisch aushorchen soll, um die dort vermuteten Spione feindlicher Mächte ausfindig zu machen. HWG-01 ist ein besonderer Bestandteil der Industriekomplexe und Werften im Zwiebus-Krater auf der erdabgewandten Seite des Mondes. Hier wird das so genannte HS-Howalgonium hergestellt. Normales, seit dem Hyperschock billig erhältliches Howalgonium wird mit hoher Pulsfrequenz ent- und rematerialisiert. Im Moment der Entstofflichung wird der Kristall um eine Winzigkeit gedreht und gleichzeitig mit Quintronen beschossen. Das führt zu einer Hyperladungsstabilisation des Howalgoniums, das danach 83 Prozent des Wirkungsgrads hat, den es vor dem Hyperschock hatte - und dieser Wirkungsgrad liegt deutlich über jenem des roten Khalumvatt-Hyperkristalls. Beim Stabilisierungsprozess gehen allerdings 44 Prozent der Kristallmasse im Hyperraum verloren. Das HS-Howalgonium wird für die BACKDOOR-Transmitterstrecke, für die Kantor-Sextanten und für die 96 LORETTA-Tender der TERRANOVA-Flotte benötigt.

Auf Luna ist tatsächlich eine Gruppe von Spionen und Saboteuren aktiv. Es handelt sich um Akonen, Angehörige des Energiekommandos, die vom neuen Großen Rat den Auftrag erhalten haben, das Produktionsverfahren für HS-Howalgonium zu erbeuten und HWG-01 zu vernichten. Beide Vorhaben laufen zunächst gut. Turb Cartheon, der wie alle anderen Agenten schon seit vielen Jahren als völlig unauffälliger Wissenschaftler in der Anlage arbeitet, hat Speicherkristalle mit den entscheidenden letzten Informationen über das HS-Howalgonium in seinen Besitz gebracht und zündet eine Bombe, die mit sechsstündiger Verzögerung explodieren wird. Gerade noch rechtzeitig erfährt Gucky von diesem Plan, doch Cartheon tötet sich mit einer Giftkapsel, bevor Gucky seinen Gedanken das Versteck der Bombe entnehmen kann. Gucky kommt außerdem Londons Paragabe auf die Spur. Der Student ist ein Psi-Korresponder. Er kann seine Gabe nicht bewusst kontrollieren, sondern nutzt quasi das Psi-Spektrum anderer Mutanten mit, er korrespondiert mit ihnen - und zwar unabhängig von der Paragabe, die der andere Mutant anwendet. Das erklärt auch die Mühelosigkeit, mit der Gucky ihn bei Teleportersprüngen mitnehmen kann: London teleportiert selbständig mit. Durch diese Gabe wird Gucky auch auf eine zweite Gruppe von Saboteuren aufmerksam, denn als er sich zusammen mit London den Unterkünften einer vierköpfigen Gruppe nähert, versagen alle seine Paragaben. Die Erklärung: Die vier Wissenschaftler sind Antis und ihre Gabe überträgt sich auf London.

Die Antis fliehen, werden aber von Kampfrobotern erschossen. Zuvor kann Gucky ihnen einen Hinweis auf das Versteck der Bombe entlocken. Die Bombe wird geborgen und explodiert im All, ohne Schaden anzurichten. Jetzt können die letzten beiden LORETTA-Tender fertig gestellt werden. Wenig später absolviert die TERRANOVA-Flotte ihren ersten Testlauf. Die Tender nähern sich der Sonne und zapfen sie an. Ein permanenter Energiefluss entsteht, und mit dieser Energie wird der neue Kristallschirm des Solsystems aktiviert! Allerdings kommt es zu Störungen, auf allen Tendern explodieren einige Aggregate, der Kristallschirm bricht zusammen. Fieberhaft wird mit der Reparatur und Fehlersuche begonnen. Der Kristallschirm soll nicht der einzige Schutz des Solsystems sein. Man ist bereits dabei, die Anlagen zur Erzeugung eines Antitemporalen Gezeitenfelds zu modifizieren.

Ein solcher Schutz wäre dringend nötig, denn im Solsystem erscheint eine scheibenförmige Kolonnen-Fähre mit 25 Kilometern Durchmesser und setzt ein aus 484 diskusförmigen Schiffen bestehendes Chaos-Geschwader ab, dem sich wenig später Zerberoff anschließt. Zwar verschwindet das Geschwader alsbald wieder in Richtung Sternenozean, aber die Bedrohung durch TRAITOR bleibt bestehen.

Trotz dieser düsteren Aussichten heiraten Reginald Bull und Fran Spencer Imith einige Tage später, Mitte März 1344 NGZ. Die Trauung wird von der neuen Ersten Terranerin Tamira Sakrahan durchgeführt, Trauzeugen sind Perry Rhodan und Gucky.

Kommentar:

Na endlich! Ca. 15 Jahre hat's im Perryversum gedauert, bis Bully und Fran endlich heiraten durften, und auch in der realen Welt sind ca. 2 Jahre vergangen, seit man von ihrer ersten Begegnung gelesen hat (siehe Odyssee-Taschenbuchzyklus). Die entsprechende Szene im Roman ist zwar nur kurz, aber amüsant. Gucky muss zum Beispiel telekinetisch ein Taschentuch rüberschweben lassen, weil Bully so nah am Wasser gebaut hatů

Auch sonst gefällt mir der Roman recht gut, vor allem weil man endlich erfährt, welchen Zweck die TERRANOVA-Flotte hat und wofür das Howalgonium benötigt wird. Wenn man Castors PR-Kommentar liest, kommt man sogar zu der Erkenntnis, dass die Hyperstabilisierung des Howalgoniums nicht mal völlig an den Haaren herbeigezogen ist - die Grundlage dafür wurde schon viel früher in der Heftromanserie gelegt. Somit kann ich auch akzeptieren, dass die Terraner mit dieser Technik erneut der Hyperimpedanz ein Schnippchen schlagen. Ob der Kristallschirm oder die Kombination dieses Schutzsystems mit einem ATG-Feld der Weisheit letzter Schluss ist, muss abgewartet werden. Ich denke doch, dass die Chaosmächte Mittel und Wege kennen, beides zu neutralisieren.

Die Akonen kommen auch mal wieder ins Spiel. Dieses Volk wurde ja seit langer Zeit vernachlässigt. Mal sehen, ob die Autoren den Akonen noch neue Aspekte abgewinnen können oder ob sie nur wieder zu zweidimensionalen Bösewichten nach dem gleichen Schema werden, in das schon die Arkoniden hineingequetscht worden sind. Die Akonen scheinen erstaunlich gut über die Vorgänge in der LFT informiert zu sein und haben schon einiges an wissenschaftlichen Daten über die Projekte erbeutet, die den Terranern derzeit einen Vorteil verschaffen. Mal sehen, was sie damit noch so alles anfangen werden!

Spätestens jetzt dürfte feststehen, dass Marc London eine der neuen Hauptpersonen des Zyklus ist. Man muss abwarten, was aus ihm noch wird - im Augenblick stört seine jugendliche Unsicherheit noch nicht besonders.


Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Weiter zu Nr. 2308
Zurück zu Nr. 2306