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Perry Rhodan Nr. 2294: Kristallchaos

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Während außerhalb des Stock-Relais Tausende Orbhonisten verhungern und verdursten, weil sie wegen Gon-Os Verwirrung nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, kommt Gon-Orbhon im Inneren des Nocturnenstock-Splitters wieder zur Besinnung. Er ist frei vom verderblichen Einfluss Satrugars. Er deaktiviert das Psi-Gefängnis, in dem Reginald Bull, Icho Tolot und Gucky als Geiseln festgehalten werden, wird dann aber unter Kristalltrümmern begraben, denn das Stock-Relais verformt sich permanent.

Bully und seine Gefährten können fliehen. Dabei nehmen sie Gon-Orbhon mit, der ihnen verrät, welche Pläne Gon-O für die Sonne hat. Der Weg ins Freie wird immer wieder durch entstehende und vergehende Kristallmassen versperrt, außerdem stürmen verwirrende Visionen auf Bully ein. Er meint sogar, in einer aus dem Parrakhon-Sternhaufen übertragenen Spiegelung Kantiran zu sehen. Zudem befinden sich immer noch Millitron und zwei Motoklone im Inneren des Stock-Relais. Wenigstens können die Kunstgeschöpfe aus Rücksichtnahme auf Gon-Orbhon den Motoschock nicht einsetzen.

Mit knapper Not können die drei Gefährten sich nach Draußen retten, Gon-Orbhon müssen sie aber zurücklassen. Bully zerstört Millitron, Icho Tolot vernichtet die beiden Motoklone. Gon-Orbhon verschmilzt am 14.05.1333 NGZ wieder mit Satrugar, der sich von seinem Schock weitgehend erholt zu haben scheint.

Kommentar:

Nicht zu fassen, dass uns kurz vor Zyklusende noch ein solches Nichts von einem Roman zugemutet wird. 60 Seiten uninteressantes Herumgerenne im Nocturnensplitter, das war's dann - vor allem sind wir hinterher wieder genauso schlau wie vorher, denn Gon-O ist, wie es scheint, wieder ganz der Alte. Letzten Endes hatte Myles Kantors Opfer nur den Effekt, dass Bully, Tolot und Gucky sich befreien konnten - allerdings wissen wir noch nicht, wie es auf Parrakh weitergeht. Habe mich sehr gelangweilt bei der Lektüre, ab der Hälfte des Romans habe ich dann nur noch quergelesen. Was für ein verschenktes Potential! Man hätte was über die Seelenqualen Gon-Orbhons schreiben können, dem seine Missetaten bewußt werden. Oder über das Leid der Orbhonisten, deren "Gott" verstummt ist und die sich, wenn auch nur vorübergehend, über das ganze Ausmaß ihrer Verfehlungen klar werden. Aber nein, nichts davon, nur ellenlange Beschreibungen des verworrenen Weges, den Bully und Tolot, den bewusstlosen Gucky unterm Arm, im Stock-Relais zurücklegen. Klar, dass Gucky nicht wenigstens für ein paar Minuten bei Bewusstsein bleiben durfte, sonst hätte er seine Freunde ja ins Freie teleportieren können und der Roman wäre nach vier Seiten zu Ende gewesen…

Bully macht wieder einmal eine alles andere als glückliche Figur in diesem Roman. Er stolpert immer nur an Tolots Rockzipfel umher und hat allerlei Visionen. Dass er es schaffen konnte, Millitron zu besiegen, ist ziemlich unglaubwürdig. Auch Tolot hat eigentlich viel zu leichtes Spiel mit den Motoklonen. Wäre Bully übrigens wirklich konsequent, hätte er Gon-Orbhon sofort getötet. Es hätte ihm klar sein müssen, dass es ihm nicht gelingen würde, den ehemaligen Schutzherren zu befreien und dass viel zuviel auf dem Spiel steht.

Immerhin erfahren wir, dass Tagg Kharzani wirklich tot ist: Millitron erinnert sich daran, dass er ihn liquidiert hat. Das war neulich ja nicht ganz klar geworden.


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