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Perry Rhodan Nr. 2291: Duell in Magellan

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Mit dem zweiten Kybb-Sporn folgen Kantiran und Mal Detair, die ebenfalls auf der DRAGUUN geblieben waren, der verräterischen Mascantin Ascari da Vivo und ihrem Dron-Leibwächter Qertan ins Parr-System. Beiden Duos gelingt es im dort herrschenden totalen Durcheinander relativ problemlos, bis zum Standort des Nocturnenstocks vorzudringen und diesen getrennt voneinander zu betreten. Ascari da Vivo will Gon-Orbhon nach wie vor zu einem Pakt mit den Arkoniden überreden, Kantiran dagegen scheint selbst nicht recht zu wissen, was er eigentlich will. Will er die Mascantin lediglich aufhalten oder will er die Gelegenheit nutzen, um sich endgültig an ihr für alles zu rächen, was sie ihm angetan hat?

Zunächst einmal haben beide sowie ihre Begleiter aber andere Probleme, denn das Innere des Nocturnenstocks verändert sich permanent. Ständig entstehen neue Korridore, während andere sich unversehens schließen. Satrugar narrt die Eindringlinge mit Trugbildern, außerdem beginnt der Wahnsinn des Nocturnenstocks alle vier zu beeinflussen, wovon Kantiran wegen seiner Mutantenfähigkeiten besonders betroffen ist. Er glaubt, seine tote Geliebte Thereme zu sehen, doch auch das ist nur ein Trugbild. Zum Glück für Kantiran wird auch Ascari von einer solchen pseudomateriellen Illusion getäuscht, denn so verfehlt ihn der Schuss aus der Strega-Waffe der Arkonidin, der ihn hätte töten sollen. Mal Detair und Qertan hetzen sich gegenseitig durch die Korridore. Als der Dron von neu entstehenden Kristallen eingeschlossen wird, versucht er sich mit seiner Energiewaffe freizuschießen und tötet sich durch die zurückschlagenden Energien selbst. Der Fuertone wird durch einen Wassereinbruch nach draußen gespült.

Währenddessen erreichen Ascari und wenig später auch Kantiran das Herz des Nocturnenstocks. Ascari ist gerade dabei, einer Projektion Gon-Orbhons ihr Angebot zu unterbreiten. Es kommt zum Zweikampf zwischen Mutter und Sohn, der ohne Waffen ausgetragen wird, denn beide haben ihre Kampfanzüge zurücklassen müssen. Als Ascari erkennt, dass sie Kantiran nicht ohne weiteres besiegen kann, greift sie zu einem Trick und spielt ihm die versöhnungsbereite Mutter vor. Kantiran, der sich offensichtlich tief im Inneren trotz aller Hassgefühle doch nach der Liebe seiner Mutter sehnt, fällt prompt darauf herein und wird von ihr überrumpelt. Ein Trugbild des im Wasser zappelnden Fuertonen lenkt Ascari ab, Kantiran schlägt zu - beim Sturz wird die Arkonidin von Kristallsplittern durchbohrt und tödlich verletzt. Kantiran schleppt sie ins Freie (hinter ihm schließt der Nocturnenstock sich endgültig) und hält für sie auf ihren Wunsch die Totenwache. Es bleibt ihm auch nichts anderes übrig, denn beide Kybb-Sporne sind vernichtet worden…

Kommentar:

Gemein, eiskalt kalkulierend und betrügerisch bis zuletzt, die schöne Mascantin. Kantiran hatte, so sollen wir denken, keine andere Wahl, als seine Mutter-Sohn-Neurose (oder war's gar eine Psychose?) auf recht drastische Art und Weise zu lösen. Nehmen wir es einfach mal so hin und fragen uns lieber nach Ascaris genauem Todesdatum. Die von Myles Kantor losgeschickte Welle an 5D-Energie hat Sol am 30.04.1333 NGZ verlassen. Aber wann ist sie in der GMW angekommen? Das wäre dann nämlich der Tag, der für Ascaris Tod festgesetzt werden müsste. Ich würde sagen, es ist der gleiche Tag. In PR 2290 heißt es nämlich, die Bionischen Kreuzer seien am 30.04.1333 NGZ in der GMW angekommen und am gleichen Tag wird der extreme Anstieg von 5D-Energie im Jetstrahl gemessen. Ergo: Ascari da Vivo ist am gleichen Tag gestorben wie Myles Kantor.

Viel passiert eigentlich nicht in diesem Roman. Es ist ein einziges Katz-und-Maus-Spiel im Inneren des Nocturnenstocks. Hubert Haensel zieht sich aus der Affäre, indem er wie gewohnt eindringlich schildert, was im Inneren der Hauptpersonen vorgeht. So liest man viel inneren Monolog bei recht wenig Handlung. Ist zwar an und für sich okay - aber der Hickhack zwischen Mutter und Sohn ist für meinen Geschmack schon etwas zu oft strapaziert worden, jedenfalls hat mich selbst der jetzige Showdown nicht mehr besonders gefesselt.


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